
Die Reihe DaZ-Forschung stellt aktuelle Forschungen zum Deutsch-als-Zweitsprache-Erwerb sowie zu Bildungschancen im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit in Form von Monographien oder Sammelbänden vor. Die Bandbreite reicht von empirischen und theoriebildenden Studien bis hin zu anwendungsbezogenen Arbeiten aus dem Kontext der Zweitspracherwerbsforschung, angewandten Linguistik, Bildungsforschung, Sprachdidaktik und Sprachförderung.
Die Studie beschäftigt sich mit der Mehrsprachigkeit in der Familie aus der gesprächsanalytischen, soziolinguistischen und sprachbiographischen Perspektive. Sie wurde am Beispiel von Migrantenfamilien mit russischsprachigem Hintergrund durchgeführt und stellt drei Forschungsfragen: 1. Wie wirken sich Sprachbiographien einzelner Familienmitglieder auf die sprachliche Situation innerhalb einer Migrantenfamilie aus? 2. In welcher Beziehung stehen die Sprachen Deutsch und Russisch zueinander in den Gesprächen zwischen einzelnen Familienmitgliedern? 3. Wie können denkbare sprachliche Situationen variationslinguistisch typifiziert werden?
Bei der Analyse wurde festgestellt, dass die sprachliche Entwicklung einer Migrantenfamilie über einige Etappen (Einreise der Eltern, Geburt der Kinder, Kindergartenbesuch, Einschulung und Grundschule, Jugend, Zeit nach der Schule) erfolgen kann. Weiterhin wurde eine Typologie der zweisprachigen Gespräche in einer Migrantenfamilie aufgestellt (Code-Switching, parallel zweisprachige Kommunikation, Code-Mixing, Code-Mixing - zwei plus eins sowie Wechsel der Matrixsprache). Schließlich wurde die Sprechweise in einer Migrantenfamilie als Familienstil erfasst.
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