
Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Parallelen zwischen dem kolloquialen Latein eines Plautus und der spätantiken Umgangssprache festgestellt. Dieses Phänomen wird als Submersion (engl. Submerged Latin) oder Untertunnelung des klassischen Latein bezeichnet. Die vorliegende Arbeit untersucht den sprachgeschichtlichen Zusammenhang der vor- und nachklassischen lateinischen Umgangssprache anhand von Kolloquialismen aus verschiedensten Quellen von 200 v. Chr. bis 400 n. Chr. Dabei sollen vor allem morphosyntaktische Phänomene im Mittelpunkt stehen, die in der Submersionsforschung bislang weniger Beachtung gefunden haben als phonologische oder lexikalische Phänomene. Das Vorkommen einzelner sprachlicher Phänomene wird über die verschiedenen Quellen hinweg verglichen und analysiert, um zu beurteilen, ob jeweils von Submersion gesprochen werden kann oder nicht.
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