Manuel García schreibt von Männern, die an einem Punkt ihres Lebens stehen, an dem Gewissheiten brüchig werden. Seine Protagonisten entdecken das Begehren nicht als Exzess, sondern als leise, drängende Frage: *Was habe ich mir selbst verwehrt? *Im Mittelpunkt dieser Sammlung steht eine Begegnung, die alltäglicher nicht sein könnte - und gerade deshalb alles verändert. Zwischen Einkaufswagen und flüchtigen Gesprächen wächst eine Spannung, die sich aus Blicken nährt, aus Nähe, aus dem Mut, eine verbotene Frage zu stellen. "Vielleicht war es nicht der Körper, sondern die Art, wie er ihn ansah", heißt es einmal. Der titelgebende Text erzählt von einem Mann, der glaubt, angekommen zu sein, und plötzlich spürt, wie tief ihn ein Fremder berührt. Eine Geschichte über Verlangen als Grenzüberschreitung - und über das Zittern, das bleibt, wenn man sich selbst erkennt.