
In diesen Erzählungen wird der Körper zum Kunstwerk und der Blick zum Bekenntnis. Manuel García schreibt über das Staunen, das den ersten Impuls des Begehrens begleitet, und über die Zerbrechlichkeit, die darin liegt. Seine Sprache ist aufmerksam, tastend, intensiv.
Die Titelgeschichte führt in einen stickigen Zeichenkurs, in dem Louis einem Modell begegnet, das mehr als nur Proportionen offenbart. Während Kohle über Papier gleitet, wächst ein stilles Verlangen. "Er zeichnete nicht nur Linien, sondern das, was ihm den Atem nahm."
Zwischen Kunst und Fantasie entsteht ein intimer Raum. García lässt den Leser mit der Frage zurück, wie nah Bewunderung und Begehren einander wirklich sind.
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