Mir gefällt das Cover von NordseeBriefe sehr gut, denn es passt wunderbar zur Geschichte und auch, wenn es schon sehr rosa ist, ist es doch nicht zu kitschig. Ich mag es sehr, dass ich bereits Elemente aus der Geschichte auf dem Coverbild entdecken kann und auch, dass dieses Buch so gut zu seinem Geschwisterband OstseeBriefe passt.
NordseeBriefe erzählt die Geschichte von Martje und Jelle, die zusammen in Büsum aufgewachsen sind, ein Paar waren, deren Wege sich dann aber getrennt haben und die heute wieder aufeinandertreffen, weil sie gemeinsam versuchen das Büsumer Museum am Deich zu retten. Bei der Entwicklung eines neuen Konzeptes stoßen sie zufällig auf alte Liebesbriefe, die den Legenden rund um den Drachenkutter-Kapitän Bruno eine ganz neue Richtung geben und die sie dazu animiert, weiter zu recherchieren. Die beiden kommen sich wieder näher, doch kann es einen Neuanfang für sie wirklich geben, können sie die Geheimnisse lüften und das Museum retten?
Für mich ist diese Geschichte das erste Buch von Sandy Dobelstein, doch es wird bestimmt nicht das letzte sein, denn ich habe mich in der maritimen Wohlfühlgeschichte direkt sehr angekommen gefühlt. Der Autorin ist es gelungen, mich gleich ins Geschehen eintauchen zu lassen und der Text liest sich wunderbar leicht und flüssig, so dass einer entspannten Lektüre absolut nichts im Wege steht. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, denn zudem wollte ich wirklich immer gerne wissen, wie es weiter geht.
Ich kenne den ersten Teil dieser Nord-Ostsee-Verbindungsgeschichte noch nicht und kann somit bestätigen, dass man diesen, eigentlich zweiten Teil, auch unabhängig lesen und völlig problemlos verstehen kann. Dennoch muss ich nun unbedingt auch den ersten Teil von Jane Hell lesen, weil ich unglaublich neugierig bin, wie sich die verbindenden Elemente dann darstellen.
NordseeBriefe ist nämlich wirklich mehr, als ein ganz normaler Liebesroman. Natürlich stehen Martje und Jelle im Mittelpunkt der Erzählung und da mir beide von Anfang an sehr sympathisch waren und ich die Handlung rund um die Beiden sehr gerne mochte, hat mir das auch gut gefallen. Doch es gibt eben auch eine zweite Ebene der Geschichte und ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich wohl sagen, dass mit den Liebesbriefen eine ganz andere Zeit und eine ganz eigene weitere Geschichte ihren Weg in die Handlung findet. Das hat mir sehr gut gefallen, zumal diese zweite Ebene wunderbar mit den heutigen Geschehnissen verwoben ist.
Zudem mag ich es sehr, dass die Geschichte abwechselnd aus Jelles und Martjes Sicht erzählt wird. Das gibt mir die Möglichkeit beiden Charakteren ganz nah zu kommen und einzelne Elemente aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet zu sehen. Aber auch Nebencharaktere sind in dieser Geschichte wirklich toll gelungen, da sie sehr individuell gezeichnet und mit eigenständigen Biografien versehen sind, die der Geschichte gut tun, da sie noch mehr Substanz verleihen und eine lebendige Gemeinschaft um die Hauptprotagonisten bilden.
Mich hat diese Wohlfühl-Liebesgeschichte definitiv überzeugt und ich bin begeistert von dem Konzept, das zwei Meere und zwei Geschichten vereint, weshalb ich OstseeBriefe sicherlich ebenfalls bald lesen werde. Bei mir hat das Buch für Meerweh und wunderschöne, entspannte, aber auch interessante Lesestunden gesorgt, weshalb ich es sehr gerne weiter empfehlen möchte viel Freude damit!