Schon das typisch schwedische Cover lädt dazu ein, direkt in die Szenerie einzutreten alles wirkt ruhig, hell und fast schon zu idyllisch. Genau das ist es auch, was Ebba Lorenz dazu bewegt, den Sommer im Häuschen ihrer Urgroßmutter zu verbringen, um ihr Leben ein Stück weit neu zu ordnen.
Man taucht schnell in dieses beschauliche Dorfleben ein, in dem die Zeit irgendwie langsamer vergeht. Fast schon nebenbei geschehen dann die Morde, deren Ursachen tief in der Vergangenheit verborgen liegen. Die Ermittlungen stehen dabei gar nicht so sehr im Vordergrund, und ein klassischer Spannungsbogen will sich nicht wirklich aufbauen.
Stattdessen lebt der Roman von seiner ruhigen, entspannten Atmosphäre und genau so unaufgeregt ist am Ende auch die Auflösung. Für mich funktioniert das überraschend gut, weil es konsequent zur Stimmung des Buches passt.
Besonders hervorzuheben ist auch das Hörbuch: Tim Gössler liest hervorragend und trifft genau den ruhigen Ton der Geschichte, ohne sie künstlich zu dramatisieren.
Ein wunderbares Buch, um in Ferienlaune zu kommen weniger Nervenkitzel, mehr nordische Sommerstimmung.