In dem Buch "Ein Sommer in Krk" von Claudia Kellner wird die Geschichte von Richard erzählt, einem Architekten Anfang 50, der nach einer schmerzhaften Scheidung auf der kroatischen Insel Krk einen Neuanfang sucht.
Die Erzählung begleitet Richard bei seiner emotionalen Reise aus der Einsamkeit und Trauer hin zu einer neuen Form der Lebendigkeit. In der malerischen Kulisse von Vrbnik und Punat begegnet er einer Gruppe von Menschen, die eine Philosophie der absoluten Freiheit und Ehrlichkeit leben.
Obwohl das Buch Themen wie Freikörperkultur und partnerschaftliche Freiheit behandelt, distanziert es sich deutlich von oberflächlicher oder plumper Erotik.
Fokus auf Ästhetik und Sinnlichkeit: Die Beschreibungen sind atmosphärisch und legen Wert auf die sinnliche Wahrnehmung der Natur den Duft von Lavendel und Rosmarin, das Gefühl von Salz auf der Haut und die Wärme der Sonne.
Emotionale Tiefe: Statt rein körperlicher Akte steht die "Freude der Seele" im Mittelpunkt. Begegnungen werden als "Initiationen" in einem neuen Selbstverständnis beschrieben, bei denen Vertrauen und gegenseitiger Respekt die Grundpfeiler bilden.
Respektvolle Darstellung: Die Intimität im Buch wird als heilende Erfahrung dargestellt, die Richard hilft, seine jahrelangen Verspannungen und emotionalen Blockaden zu lösen.
Ein Buch für Frauen
"Ein Sommer in Krk" ist ausdrücklich auch für Leserinnen geeignet, da es starke, selbstbestimmte Frauenfiguren wie Lara, Katia und Anna porträtiert.
Weibliche Perspektive: Die Frauen in der Geschichte agieren als Mentorinnen und "Führerinnen". Sie bestimmen die Regeln der Begegnung und legen großen Wert auf emotionale Verbundenheit statt reinem Konsum.
Das Buch ist somit weniger ein klassischer Erotikroman als vielmehr eine philosophisch angehauchte Urlaubslektüre über die Wiederentdeckung der eigenen Freiheit unter der Sonne Kroatiens.