Diese neue Geschichte der Liebe im Abendland blickt bis in die römische Antike zurück und zeigt, wie unterschiedlich dieses Gefühl, das uns heute so selbstverständlich erscheint, seitdem verstanden und gelebt wurde. Zahlreiche Zitate veranschaulichen die Bandbreite von erotischer, elterlicher und religiöser Liebe und zeigen, dass erst im Hochmittelalter ein prägender Wandel stattfand. In der weltlichen wie in der religiösen Kultur wurden nun wieder Ideen formuliert, die seit dem Ende der Antike aus allen Quellen verschwunden waren. Sie tauchten in Minnelyrik und Romanen auf und sollten alle kommenden Generationen beschäftigen. In Renaissance, Barock und Romantik vielfach variiert, sind sie bis heute zentral für unser Welt- und Menschenbild. Peter Dinzelbacher, ist Professor i. R. an der Universität Wien. Er promovierte 1973, habilitierte sich 1978 und lehrte in Deutschland, Österreich, Italien und Dänemark. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze, insbesondere zur Mentalität, Religiosität und Kunst des Mittelalters.