Als der Chemiekonzern DuPont 1939 die ersten Nylonstrümpfe auf den Markt brachte, stürzten sich die Konsumenten auf das Wundergarn. Es war stark wie Stahl und fein wie Spinnweben. Doch die Haltbarkeit dieses neuen Polymers war zu gut. Die Strümpfe rissen fast nie, was den Nachkauf bremste und die Gewinne der Textilindustrie bedrohte. Die Lösung dieses Problems war die Geburtsstunde eines dunklen Kapitels der Industriegeschichte.
Die Chemiker von DuPont wurden beauftragt, das Produkt absichtlich zu verschlechtern. Durch die Veränderung der molekularen Struktur und die Reduzierung von UV-Stabilisatoren machten die Ingenieure das Garn anfälliger für Sonnenlicht und Reibung. Das Phänomen der Laufmasche wurde nicht durch technischen Mangel, sondern durch brillantes chemisches Re-Engineering erschaffen, um den Konsumzyklus künstlich am Leben zu halten.
Dieses Buch entlarvt die verborgene Mathematik der geplanten Obsoleszenz. Sie untersuchen die chemische Manipulation von Polymeren, die ethischen Abgründe des modernen Produktdesigns und wie diese Philosophie vom einfachen Strumpf auf Smartphones und Glühbirnen übergriff.
Blicken Sie hinter den Vorhang der Wegwerfgesellschaft. Erkennen Sie, wie Unternehmen buchstäblich den Verfall programmieren, um den ewigen Konsum zu garantieren.