Eines Tages kommt ein Schriftsteller in eine Kleinstadt und beobachtet die Gewohnheiten und Lebensweisen der Einheimischen. In dem Hotel, in dem er logiert, arbeitet auch Anna, die ein uneheliches Kind von einem Mann hat, der sie sitzen gelassen hat. Anna und der Schriftsteller beginnen eine Liebesbeziehung. Von seiner Seite sind die Gefühle jedoch nicht stark genug für eine dauerhafte Bindung. Bald schon nennt sich der Erzähler "der Mann unterm Fenster", denn er verliebt sich in ein wunderschönes Mädchen, das täglich an einem Fenster sitzt und gelegentlich in den Himmel schaut. Am dritten Tagschenkt sie ihm ein Lächeln. Als er erfährt, dass sie die Tochter des Postmeisters ist, beginnt er unter einem Vorwand ein Gespräch mit dem Postbeamten, lenkt das Gespräch dann aber doch nicht auf die Tochter, was er im Nachhinein als eine verpasste Gelegenheit wahrnimmt. Anna weiß inzwischen von seiner platonische Liebe zu dem Mädchen am Fenster und erzählt ihm, dass sie sehr krank sei, schwindsüchtig und bald sterben müsse. Nun hält ihn erst recht nichts mehr in der Kleinstadt: Er glaubt, er würde sein Leben verschwenden, wenn er noch länger bliebe, und will sein Leben wieder in die Hand nehmen. Als er gerade mit dem Zug abreist, sieht er das Mädchen mit dem Eisenbahnassistenten auf dem Bahnsteig stehen und ihm nachblicken. Sie ist offensichtlich gesund, nicht schwindsüchtig und die Frau oder Verlobte des Bahnbeamten. Der Schriftsteller macht sich auf die lange Reise nach New York.