Als Architekt der V. Republik prägt Charles de Gaulle bis heute das institutionelle Gefüge Frankreichs. In seiner Vorstellung bedurfte es eines überparteilichen und interessenneutralen Staatschefs im Zentrum der neuen Institutionenarchitektur. Autoritäre Züge wurden den Reformen der V. Republik von vielen Zeitgenossen bescheinigt. Das gaullistische Staatsverständnis verinnerlicht ein Verständnis von Volk, Nation und Staat, die durch seinen eigenen Werdegang als Soldat, General und Staatslenker geprägt sind. Aufgrund der "Legitimation eines Erwählten der Millionen" war die Vorstellung eines monistischen Parlamentarismus passé, eine Divergenz zwischen dem deutschen und französischen System damitbesiegelt. Mit Beiträgen vonBernard Bourdin | Olivier Cayla | Alain Chatriot | Antoine Corre-Basset | Lucien Jaume | Nicolas Mazellier | Armin Steinbach