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Im Jahr 1975 erreicht die Entspannungspolitik mit der Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte einen Höhepunkt. Die DDR wird international anerkannt und präsentiert sich selbstbewusst auf der weltpolitischen Bühne. Doch die Öffnung nach außen bleibt im Innern nicht ohne Folgen. Die formale Anerkennung von Grundrechten und die internationale Anerkennung der DDR wecken Erwartungen in der Bevölkerung und verstärken bestehende Spannungen. Die Mitarbeiter des MfS registrieren diese Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit und berichten über Fluchtversuche, kritische Stimmen unter Schriftstellern und Intellektuellen sowie kirchliche Debatten. Auch die Aufnahme von algerischen Arbeitskräften führt zu bislang ungekannten Herausforderungen im gesellschaftlichen Alltag. Die Berichte des Jahres 1975 zeigen, welche inneren Dynamiken aus der internationalen Anerkennung der DDR resultierten und wie das MfS bemüht war, diese Konflikte unter Kontrolle zu halten.