Die Opern- und Literaturgeschichte ist voll von Helden, Herrschern und Herzensbrechern, die lieben, zweifeln, scheitern und sich verwandeln. Auch Händels Opern erzählen nicht nur von starken Männern, sondern auch von Liebe - und von den Konflikten zwischen Pflicht und persönlicher Neigung. Das vorliegende Buch geht diesem Themenkomplex literarisch nach. Die hier versammelten Texte von Özlem Özgül Dündar, Nele Heyse, Matthias Jügler, Dirk Laucke, Clemens Meyer, Karl-Heinz Ott, Angela Steidele und Alexander Suckel erkunden Geschlechterbilder, Rollenverständnisse und Heldenerzählungen - und rücken dabei auch Protagonistinnen in den Mittelpunkt. Zwischen barocker Pracht und heutiger Fragilität entsteht ein vielstimmiger Dialog über Musik, Geschichte und Identität. Das Buch lädt dazu ein, bekannte Figuren neu zu lesen und vertraute Vorstellungen von Männlichkeit zu hinterfragen, denn vielleicht sind "Mannsbilder" weniger feste Formen als bewegliche Entwürfe - historisch wie heute. Es ist zugleich Auftakt der neuen Reihe zu den Händel-Festspielen.
Inhaltsverzeichnis
Katrin Schumacher: Vorspiel: Händels Händel 7
Florian Amort: Editorial 9
Özlem Dündar: Arien in Dacapo 13
Angela Steidele: Helden, Soprane und glückliche Missverständnisse 21
Matthias Jügler: Lieber Hans 35
Dirk Laucke: Die ganzen langen Nachmittage 46
Nele Heyse: Annäherung 56
Clemens Meyer: Der Meister im Bade 72
Karl-Heinz Ott/Alexander Suckel: Helden ohne Heldentum 98
Autorinnen und Autoren 133