
Manuel García kennt die Orte, an denen sich das Verlangen versteckt: dunkle Säle, regnerische Nachmittage, scheinbar gefestigte Leben, die plötzlich zu bröckeln beginnen.
In "Das Kino der Begierden" entdeckt ein verheirateter Rentner ein altes Pornokino, in dem ihn weniger die Filme als ein eleganter, zurückhaltender Mann fasziniert, der jede Woche dasselbe stumme Ritual für ihn aufführt. Ein Spiel aus Distanz, Provokation und quälender Erwartung - bis das Verlangen endlich einen Schritt nach vorn fordert.
"Er schaute gar nicht richtig auf die Leinwand. Er wartete auf diesen Duft, dieses halbe Lächeln, auf den Moment, in dem die Dunkelheit ihm das Recht zu begehren zu geben schien."
Eine melancholische und zugleich zutiefst sinnliche Sammlung, in der jede Begegnung spät kommt - und gerade deshalb umso notwendiger ist.
Es wurden noch keine Bewertungen abgegeben. Schreiben Sie die erste Bewertung zu "Das Kino der Begierden" und helfen Sie damit anderen bei der Kaufentscheidung.