Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie, Note: 2-3, Universitä t zu Kö ln (Erziehungswissenschaftliche Fakultä t), Veranstaltung: Tagesexkursionen, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Ruhrgebiet gewinnt erstmals an Bedeutung, als 1847 die Eisenbahn zwischen Kö ln und Minden ihren Betrieb aufnimmt und 1849 der erste Kokshochofen und das erste Dampfschiff eingesetzt werden. Damit wird die Verbindung von Kohle und Stahl vollzogen, die sich nicht nur im Altrevier, sondern auch entlang des Hellwegs und sü dlich der Emscher ausbreitet.
Schon frü h deutet sich an, dass das Ruhrgebiet nicht allein durch den Bergbau bestehen kann. Ab- und Aufschwungphasen wechseln sich immer wieder ab, auch durch die Kriege wird es stark beeinflusst.
Eine erneute Absatzkrise ergibt sich durch die Konkurrenz der Brennstoffe Erdö l und Erdgas 1957/58. Der Schwerpunkt der eisenschaffenden Industrie hat sich bis 1973 endgü ltig in das westliche rheinnahe Gebiet verlagert.
Auch bildet sich nun der Dienstleistungssektor aus, der somit die wirtschaftliche Vormachtstellung der verarbeitenden Industrie beendet.
Die Krise geht allmä hlich in eine Strukturkrise ü ber, die Anzahl der Beschä ftigten im Steinkohlebergbau vor allem in den Emscherstä dten geht drastisch zurü ck. Gleichzeitig werden in den Hellwegstä dten mehr Leute in den Dienstleistungsgewerben eingestellt, da diese Stä dte entwicklungsbedingt vielseitiger sind als die Emscherstä dte.
In den Hellwegstä dten ist heute deshalb der Steinkohlenbergbau verschwunden, wä hrend der Dienstleistungssektor weiter zunimmt.
Die weiter zurü ckgehenden Beschä ftigung in der Schwerindustrie fü hren in den Emscherstä dten, die sich noch immer auf diesen Sektor konzentrieren, zu hohen Arbeitslosenquoten.
Durch die Strukturkrise ist das Ruhrgebiet in eine neue Entwicklungsphase eingetreten, die einen Wechsel vom Sektor der produzierenden und verarbeitenden Industrie hin zum Dienstleistungssektor bevorzugt. Dieser Strukturwandel bedarf einiger Projekte, mit denen sich verschiedene Organisationen und Gesellschaften befassen.
Dieser Bericht beschä ftigt sich mit diesem Strukturwandel und beleuchtet durch einzelne Exkusionsziele (Zeche Zollverein / Schacht XII, Revierpark Nienhausen, Siedlung Schü ngelberg, Halde Hoppebruch, Hochschulen im Ruhrgebiet, Zeche Frö hliche Morgensonne und Zeche Holland ), wie dieser Wandel vollzogen wird.