Skarabäus Toth war endgültig aus dem Verkehr gezogen. Ich hatte ihn im Ätna entsorgen lassen. Mochte er in der Hölle oder sonst wo schmoren. Ich jedenfalls hatte mir eine Auszeit verdient und verbrachte ein paar Tage in Riva del Garda. Das 5-Sterne-Luxushotel bot jeglichen Komfort, den man sich wünschen konnte. Ich hatte gleich die 120 Quadratmeter große Suite mit Seeblick »gebucht«, um ja keinen Neid aufkommen zu lassen. Und damit meine ich den Neid in mir selbst. Selbst jetzt, als ich mich auf der Terrasse sonnte und die bunten Segel der Surfer unten auf dem See betrachtete, musste ich an die russische Millionärs-Schickse und ihren glutäugigen Latin Lover denken, die vor mir die Suite besetzt hatten . . . Doch wie immer kommt es anders, als Coco es sich gewünscht hat. Kaum hat sie ihr luxuriöses Quartier in Riva del Garda bezogen, beginnt ein teuflisches Spiel . .
Zum ersten Mal sah ich Rupert Schwinger an einem schwülen Julitag. Die Sonne stand hoch am Himmel, und die Luft flimmerte über dem kleinen See. Der blonde Junge schlüpfte aus seinem Hemd und legte es über einen umgestürzten Baumstamm. Dann setzte er sich auf den Boden, öffnete die Schultasche, um ein belegtes Brot daraus hervorzuholen, und begann mit herzhaftem Appetit zu essen.
Rupert war nicht älter als vierzehn Jahre, aber für sein Alter überraschend groß und kräftig. Als er das Brot verspeist hatte, bückte er sich und holte unter dem Baum eine Angelrute hervor. Aus der Hosentasche zog er eine Blechbüchse und öffnete sie. Ein halbes Dutzend dicker Würmer krümmten sich darin. Er packte einen von ihnen und spießte ihn auf den Angelhaken. Dann stand er auf, warf die Angel aus und pfiff vergnügt vor sich hin.
Als er meine Schritte hörte, wandte er den Kopf und kniff die Augen zusammen. Interessiert ließ er seinen Blick über mein pechschwarzes Haar streifen, das mir in langen Strähnen lose über die knochigen Schultern fiel.
Rupert war nicht älter als vierzehn Jahre, aber für sein Alter überraschend groß und kräftig. Als er das Brot verspeist hatte, bückte er sich und holte unter dem Baum eine Angelrute hervor. Aus der Hosentasche zog er eine Blechbüchse und öffnete sie. Ein halbes Dutzend dicker Würmer krümmten sich darin. Er packte einen von ihnen und spießte ihn auf den Angelhaken. Dann stand er auf, warf die Angel aus und pfiff vergnügt vor sich hin.
Als er meine Schritte hörte, wandte er den Kopf und kniff die Augen zusammen. Interessiert ließ er seinen Blick über mein pechschwarzes Haar streifen, das mir in langen Strähnen lose über die knochigen Schultern fiel.









