Sie beobachteten, wie er den ausgetrockneten See verließ. Zuerst sahen sie ihn nur als kleinen schwarzen Fleck, der wie eine Fliege über den weißen Alkalistaub kroch. Sie beobachteten es, weil es sonst nichts weiter zu sehen gab, aber sie glaubten es nicht. Es war mitten am Nachmittag, und die flirrenden Hitzewellen über dem ebenen harten Boden beeinträchtigten die Sicht und machten das genaue Abschätzen von Entfernungen so gut wie unmöglich. Hitze lastete mit betäubender Gewalt über der Stadt, die am Schienenstrang zwischen dem See und der dahinter aufragenden Bergkette lag.
Sie hockten auf den Absätzen, die Rücken an die holprige Wand eines rohen Holzgebäudes gelehnt. Sie saßen da wie lauernde Geier, die darauf warteten, dass irgendein Aas vor ihre Füße fallen würde.
Lassiter Sonder-Edition 93
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Die beiden Männer kämpften wie die Besessenen. Lassiter wusste, dass sein Leben an einem hauchdünnen Faden hing. Nie zuvor hatte er so einen teuflischen, ausgekochten Gegner gehabt wie Red Hawk Rodack, dessen Frau angeschossen am Boden kauerte. Red Hawk Rodack hatte Lassiter und die Frau überrascht, aber das war nicht der einzige Grund, warum er von einer mörderischen Wut erfüllt war. "Du hast mich zum Narren gehalten, Lassiter", knurrte er. "Und jetzt hast du auch noch deine dreckigen Finger nach Rossy ausgestreckt. Das war zu viel. Die Hölle soll dich verschlingen!"


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