Sie beobachteten, wie er den ausgetrockneten See verließ. Zuerst sahen sie ihn nur als kleinen schwarzen Fleck, der wie eine Fliege über den weißen Alkalistaub kroch. Sie beobachteten es, weil es sonst nichts weiter zu sehen gab, aber sie glaubten es nicht. Es war mitten am Nachmittag, und die flirrenden Hitzewellen über dem ebenen harten Boden beeinträchtigten die Sicht und machten das genaue Abschätzen von Entfernungen so gut wie unmöglich. Hitze lastete mit betäubender Gewalt über der Stadt, die am Schienenstrang zwischen dem See und der dahinter aufragenden Bergkette lag.
Sie hockten auf den Absätzen, die Rücken an die holprige Wand eines rohen Holzgebäudes gelehnt. Sie saßen da wie lauernde Geier, die darauf warteten, dass irgendein Aas vor ihre Füße fallen würde.
Lassiter Sonder-Edition 101
eBook epub
2,49 €

Lassiter spürte den Druck der Henkersschlinge um seinen Hals. Er blickte in die grünlich schillernden Augen von Rebby Jonas, dann auf den Sheriffstern an ihrer Bluse. Rebby Jonas war eine richtige Hexe. Sie hatte diese Stadt der Verlorenen mit teuflischer Raffinesse in ihre Gewalt gebracht, und sie wollte Lassiter zu ihrem Werkzeug machen. "Wir hängen dich, wenn du nicht schwörst, auf unsere Forderungen einzugehen", sagte sie mit eiskalter Stimme . . .


Jetzt entdecken

Lassiter Sonder-Edition eBooks