In den späten sechziger Jahren nahm Giorgio Agamben an Martin Heideggers Seminaren im südfranzösischen Le Thor teil. Damals entstand auch sein erstes Buch L'uomo senza contenuto, das 1970 erstmals erschien. Selbstbewußt und radikal stürzt er sich auf klassische Positionen der Ästhetik, er konfrontiert Platon, Kant und Hegel mit Künstlern und Autoren der Klassischen Moderne. In einer Zeit, in der die Kunst nicht länger die Funktion hat, das Wesen der Wirklichkeit zur Erscheinung zu bringen, wird sie zu einer selbstzerstörerischen Kraft, der Künstler, so Agamben, zu einem »Menschen ohne Inhalt«. Agambens erstes Buch liegt nun endlich auch auf Deutsch vor.»Agamben hat die verwaiste Stelle des Meisterdenkers eingenommen. « Die Welt
Inhaltsverzeichnis
§ 1 Was das Unheimlichste ist
§ 2 Frenhofer und sein Doppelgänger
§ 3 Der Mensch von Geschmack und die Dialektik der Zerrissenheit
§ 4 Die Wunderkammer
§ 5 »Die Urteile über die Dichtkunst sind wertvoller als die Dichtkunst selbst«
§ 6 Ein sich selbst vernichtendes Nichts
§ 7 Die Entbehrung ist wie ein Gesicht
§ 8 Poiesis und Praxis
§ 9 Die ursprüngliche Struktur des Kunstwerks
§ 10 Der Engel der Melancholie
Anmerkungen