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Erbschaft dieser Zeit

Gesamtausgabe in 16 Bänden, Band 4. 'suhrkamp taschenbüch…
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Produktdetails

Titel: Erbschaft dieser Zeit
Autor/en: Ernst Bloch

ISBN: 3518281534
EAN: 9783518281536
Gesamtausgabe in 16 Bänden, Band 4.
'suhrkamp taschenbücher wissenschaft'. 'Werkausgabe'.
Erw. Ausg.
Suhrkamp Verlag AG

30. Juni 1985 - kartoniert - 415 Seiten

Ernst Bloch Werkausgabe

01. Spuren
02. Thomas Münzer als Theologe der Revolution
03. Geist der Utopie. Zweite Fassung
04. Erbschaft dieser Zeit
05. Das Prinzip Hoffnung
06. Naturrecht und menschliche Würde
07. Das Materialismusproblem, seine Geschichte und Substanz
08. Subjekt-Objekt. Erläuterungen zu Hegel
09. Literarische Aufsätze
10. Philosophische Aufsätze zur objektiven Phantasie
11. Politische Messungen, Pestzeit, Vormärz
12. Zwischenwelten in der Philosophiegeschichte
13. Tübinger Einleitung in die Philosophie
14. Atheismus im Christentum
15. Experimentum Mundi
16. Geist der Utopie. Erste Fassung

Ergänzungsband: Tendenz-Latenz-Utopie
Aus dem Inhalt:
Vorwort 1935
Nachschrift 1962

DER STAUB
Halb / Muff / Der Klatsch / Wissende Augen / Aus Nah und Fern / Schreibender Kitsch / Haltlos

ERSTER TEIL - ANGESTELLTE UND ZERSTREUUNG
Der Matte / Die Kragen / Kleine Stadt / Künstliche Mitte / Der glänzende Filmmensch / Unter dem Strich / Ein Sieg des Magazins / Beschreibender Schein / Ersatz und neu

ZWEITER TEIL - UNGLEICHZEITIGKEIT UND BERAUSCHUNG
Die Dunkeln / Sprung zurück / Wut und Lachlust / Sachsen ohne Wald / Rauhnacht in Stadt und Land / Amüsement Co., Grauen, Drittes Reich / Inventar des revolutionären Scheins / Neue Sklavenmoral der Zeitung / Gauklerfest unterm Galgen / Aus der Geschichte der großen Verschwendung / Rassentheorie im Vormärz / Mythos Deutschland und die ärztlichen Mächte
Zusammenfassender Übergang: Ungleichzeitigkeit und Pflicht zu ihrer Dialektik: A. Früher Zustand / B. Ungleichzeitigkeiten, berichtet / C. Ungleichzeitigkeit und Gleichzeitigkeit, philosophisch (Echt ungleichzeitiger Rückstand / Logische Beschaffenheit der ungleichzeitigen Widersprüche / Problem einer mehrschichtigen Dialektik) / D. Zur Originalgeschichte des Dritten Reiches (Der künftige Befreier / Das diesseitige Evangelium / Chiliasmus oder die Erde als Paradies / Fazit für einen Teil der konkret-utopischen Praxis) E. Nicht Hades, sondern Himmel auf Erden (Aufklärung und dialektische Weisheit zugleich / Beispiele der Verwandlung) / Erinnerung: Hitlers Gewalt

Schlußform: Romantische Hakenbildung / Die bunte Flucht / Über Märchen, Kolportage und Sage (Der Däumling / Die Silberbüchse Winnetous / Traumschein, Jahrmarkt und Kolportage / Das Riesenspielzeug als Sage) / Okkulte Phantastik und Heidentum (Erlerntes Gruseln / Science drolatique / Geheimniskrämerei als Großbetrieb / Verborgene Qualität) / Gesänge der Entlege nheit / Attrappe mit Gift

DRITTER TEIL - GROSSBÜRGERTUM, SACHLICHKEIT UND MONTAGE
Der Ruck / Neues Eckfenster / Ludwigshafen - Mannheim / Übergang: Berlin, Funktionen im Hohlraum (Der Schwung / Sachlichkeit, unmittelbar / Sachlichkeit, mittelbar / Montage, unmittelbar / Nochmals Montage: höherer Ordnung / Montage, mittelbar) / Die Leere / Das Schiffshaus / Zur Dreigroschenoper / Zeitecho Stravinskij / Romane der Wunderlichkeit und montiertes Theater / Ein Leninist der Schaubühne / Der Expressionismus, jetzt erblickt / Diskussionen über Expressionismus / Das Problem des Expressionismus nochmals / Relativismen und Leer-Montage / Das Auge / Die Fiktiven / Die Empiristen / Laxer, sozialer und physikalischer Relativismus (Soziale Reflexionen / Physikalischer Relativismus) / Grundstock der Phänomenologie / "Ontologien" der Fülle und Vergänglichkeit / Existenzerhellung und Symbolschau "quer zum Dasein" / Tribut der Tugend an das Laster / Anhang: Spenglers Raubtiere und relative Kulturgärten / Philosophien von Unruhe, Prozeß, Dionysos / Der kluge Rausch / Der gesprenkelte Urfluß / Romantik des Diluvium / Imago als Schein aus der "Tiefe" / Bergsons Elan vital / Der Impuls Nietzsche / Denkende Surrealismen / Die Hand im Spiel / Revueform in der Philosophie / Rettung Wagners durch surrealistische Kolportage / Hieroglyphen des XIX. Jahrhunderts / Viele Kammern im Welthaus / Aktuelle Quere: Angst vorm "Chaos" / Fahne rot und gold / Glaube ohne Lüge

Namenregister
Ernst Simon Bloch wurde am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein geboren und starb am 4. August 1977 in Tübingen. Er entstammte einer jüdischen Familie aus der Pfalz. Von 1905 bis 1908 studierte er Philosophie bei Theodor Lipps in München und Oswald Külpe in Würzburg und wurde im Jahr 1908 promoviert. 1913 heiratete er die aus Riga stammende Bildhauerin Else von Stritzky. Als engagierter Gegner des Krieges ging er von 1917 bis 1919 mit seiner Frau in die Schweiz und war in Bern für das Archiv für Sozialwissenschaften tätig. 1917 beendete er in Locarno sein Werk Geist der Utopie. Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1922 die Malerin Linda Oppenheimer. Die Ehe hielt bis 1928. In der Zwischenzeit kehrte Bloch zurück nach Berlin. Zu seinen damaligen Freunden gehörten Bertolt Brecht, Kurt Weill, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin. Politisch war Bloch sehr aktiv und bekämpfte schon früh die aufstrebende NSDAP. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er ausgebürgert und emigrierte mit seiner ebenfalls jüdischen Lebensgefährtin Karola Piotrowska in die Schweiz. Nachdem sie von der Züricher Fremdenpolizei des Landes verwiesen wurden, heirateten beide 1934 in Wien. Von 1934 bis 1937 lebten sie in Paris, Sanary und Prag und emigrierten anschließend in die USA, wo sie zehn Jahre blieben. Dort schrieb Bloch an seinen Werken Das Prinzip Hoffnung, Subjekt - Objekt. Erläuterungen zu Hegel und Naturrecht und menschliche Würde. Nach dem Krieg, 1948, erhielt er einen Ruf nach Leipzig auf den Lehrstuhl für Philosophie. Trotz langjähriger Konflikte mit der SED blieb er bis 1961 dort. Kurz vor dem Bau der Mauer befand sich Bloch für einen Vortrag in Tübingen. Angesichts der neuen politischen Situation beschlossen er und seine Frau, in Westdeutschland zu bleiben. Unter anderem aufgrund des großen Einsatzes von Freunden konnte Bloch eine Gastprofessur in Tübingen antreten, wo er bis zu seinem Tod 1977 blieb.

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