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Bleib nicht zum Frühstück!

Roman. Originaltitel: Nobody's Baby But Mine. 'Blanvale…
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Produktdetails
Titel: Bleib nicht zum Frühstück!
Autor/en: Susan Elizabeth Phillips

ISBN: 3442350298
EAN: 9783442350292
Roman.
Originaltitel: Nobody's Baby But Mine.
'Blanvalet Taschenbücher'. 'Chicago Stars'.
Übersetzt von Uta Hege
Blanvalet Taschenbuchverl

1. Oktober 1998 - kartoniert - 448 Seiten

Die Physikerin Dr. Jane Darlington, Mitte dreißig, hatte nie viel Glück mit den Männern. Doch auf ein Baby will sie keinesfalls verzichten! Und da sie selbst wegen ihres enormen IQ immer gehänselt wurde, sucht sie für ihr Kind einen Vater von eher schlichtem Gemüt. Als sie mit der Sportskanone Cal Bonner bekanntgemacht wird, scheint der passende Kandidat gefunden. Zu spät jedoch bemerkt die junge Mutter in spé, dass ihr gutaussehender "Samenspender" auch über einen klugen Kopf verfügt ...


Susan Elizabeth Phillips ist eine der meistgelesenen Autorinnen der Welt. Ihre Romane erobern jedes Mal auf Anhieb die Bestsellerlisten in Deutschland, England und den USA. Die Autorin hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Chicago.
1
'Da'ich euch richtig verstehe', sagte Jodie Pulanski. 'Als Geburtstagsgeschenk f'r Cal Bonner habt ihr also eine Frau geplant.'
Die drei Linienspieler, die den Novemberabend am hintersten Tisch in Zebras Bar, der im DuPage County gelegenen Lieblingskneipe der Footballspieler der Chicago Stars, verbrachten, nickten, und Junior Duncan bedeutete der Serviererin, da'eine weitere Runde willkommen sei. 'Er wird sechsunddrei'g. Also soll er etwas ganz Besonderes bekommen.'
'Schwachsinn', befand Jodie. Jeder, der auch nur die geringste Ahnung von Football hatte, wu'e, da'sich Cal Bonner, der brillante Quarterback der Stars, seit Beginn der Saison aufbrausend, j'ornig und im allgemeinen einfach unertr'ich auff'hrte. Bonner, der wegen seiner Vorliebe f'r explosive P'e der 'Bomber' hie' war der h'chstrangige Quarterback der AFC, der American Football Conference ' und eine Legende.
Jodie kreuzte ihre Arme 'ber dem figurbetonten wei'n Pullunder, der Teil ihrer Arbeitsgarderobe war. Weder ihr noch einem der drei M'er kam der moralische Aspekt oder gar die politische Korrektheit ihrer Unterhaltung in den Sinn. Schlie'ich ging es um ein Mitglied der NFL, der National Football League. 'Ihr meint also, wenn ihr ihm eine Frau besorgt, setzt er euch nicht mehr so unter Druck', stellte sie sachlich fest.
Willie Jarrell senkte den Blick seiner von dichten Wimpern umgebenen, braunen Augen auf sein Bier. 'Der Mistkerl hat uns in letzter Zeit das Leben zur H'lle gemacht. Niemand h' es mehr in seiner N' aus.'
Junior sch'ttelte den Kopf. 'Gestern hat er Germaine Clark einen Anf'er geschimpft. Germaine!'
Jodie zog eine ihrer Brauen hoch, die dank freigebig aufgetragener Kosmetik um mehrere Schattierungen dunkler als ihre messingfarbenen Haare waren. Germaine Clark galt durch und durch als Profi und als einer der gef'lichsten Abwehrspieler in der NFL. 'Soweit ich wei' hat der Bomber bereits mehr Frauen, als er bew'igen kann.'
Junior nickte. 'Allerdings schl' er
offenbar mit keiner von ihnen.'
'Was?'
'Es stimmt', meldete sich Chris Plummer, der linke St'rmer, zu Wort. 'Aber das wissen wir selbst erst seit kurzer Zeit. Seine Freundinnen haben sich mit unseren Frauen unterhalten, und es scheint, da'Cal sie nur zum Angeben benutzt.'
Willie Jarrell hob den Kopf. 'Vielleicht w'rde er von ihnen ja eher anget'rnt, wenn er warten w'rde, bis sie ihren Windeln entwachsen sind.'
Junior nahm diese Bemerkung durchaus ernst. 'So etwas darfst du nicht sagen, Willie. Du wei', da'Cal mit keinem M'hen etwas anf't, das unter zwanzig ist.'
Cal Bonner mochte 'er werden, aber die Frauen in seinem Leben blieben jung. Niemand hatte ihn je mit einem M'hen 'ber zweiundzwanzig ausgehen sehen.
'Soweit wir wissen', sagte Willie, 'hat der Bomber seit dem Ende seiner Beziehung zu Kelly mit keiner Frau mehr geschlafen, und das war im Februar. Wenn ihr mich fragt, ist das einfach nicht normal.'
Kelly Berkley war Cals wundersch'ne, einundzwanzigj'ige st'ige Begleiterin gewesen, bis sie es satt hatte, auf einen Ehering zu warten, der wohl niemals k'; daher lief sie mit dem dreiundzwanzigj'igen Gitarristen einer Heavy Metal Band auf und davon. Seither hatte Cal Bonner seine gesamte Energie in das Gewinnen der Footballspiele, in den allw'chentlichen Wechsel seiner Freundinnen und in das Tyrannisieren seiner Teamkollegen gesteckt.
Jodi Pulanski war das Lieblingsgroupie der Stars, und wiewohl noch deutlich unter dreiundzwanzig, kam keiner der M'er auf die Idee, sie Cal Bonner als Pr'nt zum Geburtstag anzubieten. Es war eine allgemein bekannte Tatsache, da'er sie bereits mindestens ein Dutzend Male zur'ckgewiesen hatte. Weshalb der Bomber zuoberst auf der Liste von Jodies pers'nlichen Feinden stand, obgleich sie sonst um jeden Preis auf eine Vergr''rung ihrer Sammlung blau-goldener Stars-Trikots in ihrem Schlafzimmerschrank ' eins von jedem Spieler, mit dem sie sich am'siert hatte ' versessen war.
'Was wir brauchen, ist jemand
, der ihn nicht an Kelly erinnert', meinte Chris.
'Das bedeutet, da'sie wirklich Klasse haben mu', f'gte Willie erl'ernd hinzu. 'Au'rdem sollte sie vielleicht ein bi'hen 'er sein. Wir denken, es t' dem Bomber gut, wenn er es mal mit einer Frau so um die f'nfundzwanzig probieren w'rde.
'Mit so was wie W'rde!' Junior nippte gedankenverloren an seinem Bier. 'Eine Frau, die gesellschaftsf'g ist.'
Jodie war nicht gerade f'r ihren Grips bekannt, aber selbst sie erkannte, da'diese Anspr'che gewisse Probleme aufwarfen. 'Ich kann mir nicht vorstellen, da'allzu viele Frauen davon tr'en, das Geburtstagsgeschenk eines wildfremden Mannes zu sein. Auch nicht, wenn dieser Mann Cal Bonner hei'.'
'Ja, das haben wir uns auch gedacht. Wahrscheinlich bleibt uns nichts anderes 'brig, als uns nach einer geeigneten Mieze umzusehen.'
'Nach einer mit Stil', f'gte Willie hastig hinzu, da Cal, wie jeder wu'e, kein Freund von k'licher Liebe war.
Junior starrte tr'bsinnig in sein Bier. 'Aber wir haben bisher absolut keine passende gefunden.'
Jodie kannte ein paar nette Girls, aber keine von ihnen entsprach ihren Vorstellungen von einer Klassefrau. Ebensowenig wie die M'hen, mit denen sie durch die Gegend zog. Ihre Freundinnen waren eine Gruppe vergn'gungss'chtiger, partybegeisterter M'hen, die nichts taten, als mit so vielen professionellen Sportlern zu schlafen, wie irgend m'glich. 'Und was wollt ihr von mir?'
'Wir wollen, da'du deine Connections benutzt und jemanden findest, der unseren Vorstellungen entspricht', erkl'e Junior. 'Bis zu seinem Geburtstag haben wir noch zehn Tage Zeit, also eilt es einigerma'n.'
'Und was springt f'r mich dabei heraus?'
Da ihre Sammlung bereits die Trikots dieser drei Helden umfa'e, warf diese Frage gewisse Komplikationen auf. Chris sah sie vorsichtig an: 'Bist du vielleicht an irgendeiner bestimmten Nummer als Andenken interessiert?'
'Au'r der achtzehn', warf Willie eilig ein, da achtzehn die Nummer des Bombers war. r/>Jodie tat so, als denke sie nach. Statt dem Bomber eine Dame zu beschaffen, ginge sie nat'rlich lieber selbst mit ihm ins Bett; aber es gab tats'lich noch eine Alternative von Interesse f'r sie. 'Allerdings. Wenn ich ein passendes Geburtstagsgeschenk auftreibe, geh'rt mir daf'r die Nummer zw'lf.'
Die M'er st'hnten auf. 'Schei', Jodie, Kevin Tucker macht sowieso schon mit viel zu vielen Frauen rum.'
'Das ist euer Problem.'
Tucker war der Ersatz-Quarterback der Stars. Jung, aggressiv und in h'chstem Ma' talentiert, sollte er die Nachfolge f'r die Startposition antreten, wenn Cal aufgrund seines Alters oder infolge einer Verletzung f'r den Job nicht mehr in Frage k'. Auch wenn die beiden M'er in der 'fentlichkeit h'flich miteinander umgingen, waren sie doch erbitterte Konkurrenten, und aufgrund dieses Hasses erschien Kevin Tucker Jodie um so begehrenswerter.
Widerstrebend erkl'en sich Willie und Junior bereit, daf'r zu sorgen, da'Tucker seinen Teil der Abmachung erf'llte, wenn sie tats'lich ein geeignetes Geburtstagsgeschenk auftrieb.
Zwei neue Kunden betraten das Lokal, und da Jodie die Empfangsdame von dieser Bar war, stand sie auf und wandte sich den beiden zu. Auf dem Weg zur T'r ging sie im Geiste die Liste ihrer weiblichen Bekannten durch, doch keine von ihnen kam in Frage f'r den Job. Sie hatte eine Menge Freundinnen, aber nicht eine einzige von ihnen konnte man auch nur ansatzweise als Klasse-Frau bezeichnen.


Zwei Tage sp'r gr'belte Jodie immer noch 'ber diese Frage nach, w'end sie mit einem dicken Kopf in die K'che des Hauses ihrer Eltern in Glen Ellyn, Illinois, trottete, in das sie bis zur Begleichung der Schulden ihrer Visa-Card 'bergangsweise wieder eingezogen war. Dieser Samstagvormittag gefiel ihr: Ihre Eltern unternahmen einen Wochenendausflug, und sie brauchte erfreulicherweise erst um f'nf zu arbeiten, da sie infolge der wilden Party vom Vorabend an einem grauenhaften Kater litt.
Sie 'ffnete die Schrankt'r und
entdeckte nichts au'r einer Dose koffeinfreien Kaffees. Verdammt. Drau'n hatte ein widerlicher Schneeregen eingesetzt, und ihr Sch'l dr'hnte so furchtbar, da'Autofahren unm'glich war ' aber wenn sie nicht im Laufe des Tages ihre Ration Koffein bekam, w' ihre Laune sicher zum Absturz verurteilt.
Alles lief verkehrt. Heute nachmittag spielten die Stars in Buffalo, so da'nach dem Match mit keinem der Spieler im Zebra zu rechnen war. Und wenn sie sie endlich wieders', wie sollte sie ihnen ihre erfolglose Suche nach einem Geburtstagsgeschenk beibringen? Einer der Gr'nde, weshalb die Stars sie so umwarben, lag in der hohen Anzahl ihrer zur Verf'gung stehenden Freundinnen.
Sie blickte aus dem K'chenfenster und sah Licht im Hause der alten Jungfer. Alte Jungfer lautete Jodies Spitzname f'r die Nachbarin ihrer Eltern, Dr. Jane Darlington. Sie war keine 'ztin, sondern eine Dr. rer. nat., und Jodies Mom schw'te st'ig davon, was f'r ein wunderbarer Mensch sie sei, weil sie den Pulanskis, seit sie vor ein paar Jahren hierhergezogen waren, stets durch die manchmal notwendige Annahme ihrer Post und mit anderen Nettigkeiten behilflich war. Vielleicht half sie ihr ja jetzt auch mit ein wenig Kaffee aus?
Sie schminkte sich provisorisch, schl'pfte, ohne sich die M'he zu machen, Unterw'he anzuziehen, in ein Paar enger schwarzer Jeans, Willie Jarrells Trikot und ihre warmen Boots; dann machte sie sich, mit einer Tupperdose bewaffnet, auf den Weg.
Trotz des Schneeregens hatte sie keine Jacke angezogen, und bis Dr. Jane endlich an die Haust'r kam, zitterte sie wie Espenlaub. 'Hallo!'
Dr. Jane stand hinter der T'r und starrte sie durch eine altj'ngferliche, 'berdimensionale, schildpattgerahmte Brille an.
'Ich bin Jodie, die Tochter der Pulanskis. Von nebenan.'
Immer noch machte diese Schachtel die T'r nicht auf.
'H'ren Sie, hier drau'n ist es verdammt kalt. K'nnte ich vielleicht kurz reinkommen?'
Endlich 'ffnete die alte Jungfer ihr. 'Tut mir leid. Ich h
abe Sie nicht erkannt.'
Jodie betrat das Haus, und bereits nach zwei Sekunden hatte sie erfa', weshalb Dr. Jane sie so z'gerlich hereingelassen hatte. Irgendwie schwamm es hinter ihren Brillengl'rn, und ihre Nase gl'te leuchtend rot. Wenn Jodie nicht infolge ihres Katers einem Trugschlu'aufsa' dann hatte sich Dr. Jane gerade die kurzsichtigen Augen aus dem Kopf geheult.
Die alte Jungfer war relativ gro' vielleicht einen Meter f'nfundsiebzig, und Jodie mu'e zu ihr aufblicken, als sie ihr ihr Bettelgef'entgegenhielt. 'K'nnten Sie mir vielleicht ein paar L'ffel Kaffee leihen? Wir haben nur noch koffeinfreien im Haus, aber der reicht mir heute morgen nicht.'
Z'gernd nahm ihr Dr. Jane die Dose aus der Hand. Da sie Jodie nicht gerade als geizig bekannt war, bedeutete ihre Reaktion wahrscheinlich 'ger 'ber diese St'rung. 'Ja, ich ' mmh ' ich hole Ihnen welchen.' Offensichtlich in der Erwartung, da'die unerw'nschte Besucherin im Flur warten w'rde, zog sie los; aber bis zum Beginn der Spielvorschau hatte Jodie nichts zu tun, deshalb konnte sie ebensogut ihrer Nachbarin folgen und sich deren Behausung einmal ansehen.
Sie durchquerten ein Wohnzimmer, das auf den ersten Blick recht langweilig erschien: wei' W'e, bequeme M'bel und jede Menge trostlos wirkender B'cher im Regal. Jodie wollte gerade weitergehen, als ihr Blick auf die gerahmten Poster an den W'en fiel. Sie schienen alle von derselben Person, einer Frau namens Georgia O'Keeffe, zu sein, und auch wenn Jodie zugegebenerma'n eine schmutzige Phantasie besa' konnte dies nicht allein eine Erkl'ng daf'r sein, da'sie in all diesen Blumen weibliche Geschlechtsorgane sah.
Unter den Bl'tenbl'ern kamen feuchte, verborgene, dunkle H'hlen zum Vorschein. Eins der Gem'e zeigte ' Himmel! ' eine Venusmuschel, in deren Innerstem eine kleine, feuchte Perle angedeutet war, und selbst der argloseste Mensch h'e da sicher zweimal hingeschaut. Sie fragte sich, ob die alte Jungfer vielleicht eine Lesbe war. Weshalb sollte
sie sonst Gefallen daran finden, sich jedesmal, wenn sie ihr Wohnzimmer betrat, blumige Muschis anzusehen?
Jodie wanderte weiter in die lavendelfarben gestrichene K'che, vor deren Fenstern sich h'bsche, ebenfalls blumenverzierte Vorh'e r'schten. Allerdings waren diese Blumen im Gegensatz zu denen auf den Postern im Wohnzimmer normal. Alles in der K'che wirkte fr'hlich und aufger't, abgesehen von ihrer Besitzerin, die Jodie w'rdevoller als der liebe Gott erschien.
In der ma'eschneiderten Hose mit den ordentlichen braun-schwarzen Karos und dem weichen, weizenfarbenen Pullover, der bestimmt Kaschmirqualit'besa' kam ihr Dr. Jane wie eine dieser adretten, langweiligen, mit Vorliebe Tweed tragenden Pomeranzen vor. Trotz ihrer Gr'' wies sie allerdings feine Knochen, wohlgeformte Beine und eine schlanke Taille auf. Abgesehen von den fehlenden M'psen hatte sie eine geradezu beneidenswerte Figur.
In ihrem kinnlangen hellblonden Haar schimmerten flachs-, platin- und goldfarbene Str'en, die es unm'glich aus der Tube gab. Allerdings hatte sie es zu einer dieser konservativen Frisuren arrangiert, in der sich Jodie noch nicht einmal tot h'e sehen lassen ' es war lose aus der Stirn gek't und wurde von einem schmalen, braunen Samtreif gehalten ' der Inbegriff des Grauens.
Jodie wandte leicht den Kopf, um sie noch besser betrachten zu k'nnen. Schade, da'sie diese riesige, spie'ge Brille trug, denn das Gr'n ihrer Augen fiel wirklich positiv auf. Auch Stirn und Nase hatten eine sch'ne Form. Ihr Mund war mit seiner d'nnen Oberlippe und der vollen Unterlippe zumindest interessant und ihre Haut einfach toll. Leider machte sie nichts aus sich. Jodie h'e viel mehr Make-up aktiviert. Alles in allem war die alte Jungfer selbst mit den rotger'erten Augen eine gutaussehende, wenn auch einsch'chternde Person.
Sie dr'ckte den Deckel auf die Tupperdose und hielt sie Jodie hin, die, gerade, als sie sie nehmen wollte, das zerkn'llte Geschenkpapier und den kleinen Stapel Pr'nte au
f dem K'chentisch liegen sah.
'Ist heute ein besonderer Tag?'
'Nicht der Rede wert. Ich habe Geburtstag, sonst nichts.' Ihre Stimme klang gleichzeitig weich und heiser, und zum ersten Mal fielen Jodie die in ihrer Hand zerkn'llten Taschent'cher auf.
'Nein, wirklich? Gratuliere.'
'Vielen Dank.'
Ohne darauf zu achten, da'Dr. Jane ihr immer noch die Tupperdose entgegenhielt, trat Jodie an den Tisch und sah sich die Geschenke an: eine armselige kleine Schachtel mit schlichtem, wei'm Briefpapier, eine elektrische Zahnb'rste, ein Kugelschreiber und ein Geschenkgutschein f'r Jiffy Lube. Einfach j'erlich. Nicht ein einziges hei's Kleidungsst'ck war dabei.
'Was f'r eine Pleite!'
Zu ihrer 'erraschung lachte Dr. Jane tats'lich leise auf. 'Da haben Sie wohl recht. Meine Freundin Caroline findet immer das perfekte Geschenk, aber sie ist im Augenblick zu arch'ogischen Ausgrabungen in 'hiopien unterwegs.' Und dann rann zu allem 'erflu'eine weitere Tr' unter den Brillengl'rn der alten Jungfer hervor und kullerte ihr 'ber die Wangen.
Dr. Jane tat, als w' nichts geschehen, aber die Geschenke waren wirklich j'erlich, und unwillk'rlich wallte in Jodie Mitleid auf. 'Also bitte, so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Wenigstens brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, da'irgendwas nicht pa' oder so.'
'Tut mir leid. Ich sollte nicht '' Sie pre'e die Lippen zusammen, aber trotzdem brach sich unter dem Rand ihrer Brille eine weitere Flut Bahn.
'Schon gut. Setzen Sie sich. Ich koche uns erst mal einen Kaffee.' Sie dr'ckte Dr. Jane auf einen der K'chenst'hle und trug die Tupperdose hin'ber zur Anrichte, auf der die Kaffeemaschine stand. Gerade, als sie sich nach den Filtert'ten erkundigen wollte, sah sie, da'Dr. Janes Stirn von tiefen Falten durchzogen war und da'sie, um sich zu beruhigen, Atem'bungen machte; also 'ffnete sie einfach eine Reihe von Schrankt'ren, bis das Gesuchte auftauchte.
'Und, wie alt sind Sie geworden, wenn ich fragen darf?'<
br/>'Vierunddrei'g.'
Jodie war ehrlich 'berrascht. Sie h'e Dr. Jane auf h'chstens Ende Zwanzig gesch't. 'Oje, dann liegt das Ganze wohl total daneben.'
'Tut mir leid, da'ich mich so gehenlasse.' Sie betupfte ihre Nase mit einem Taschentuch. 'Normalerweise bin ich weniger emotional.'
Ein paar vergossene Tr'n bedeuteten nach Jodies Meinung noch lange nicht, da'sich ein Mensch gehen lie' aber f'r eine derart zugekn'pfte Person wie Dr. Jane waren sie wahrscheinlich bereits ein ernst zu nehmendes Anzeichen von Hysterie. 'Wie gesagt, kein Problem. Haben Sie zuf'ig irgendwo ein paar Doughnuts oder so?'
'Im K'hlschrank m''en noch ein paar Vollkornmuffins sein.'
Jodie verzog das Gesicht und kehrte an den Tisch zur'ck. Er war klein und rund, mit einer Glasplatte, und die Metallst'hle sahen aus, als geh'rten sie eher in den Garten. Sie nahm Dr. Jane gegen'ber Platz.
'Von wem haben Sie die Geschenke?'
Die Dame setzte eines jener L'eln auf, das den Wunsch nach etwas mehr Distanz verriet. 'Von meinen Kollegen.'
'Sie meinen, von den Leuten, mit denen Sie arbeiten?'
'Genau. Von meinen Kollegen bei Newberry und einem meiner Freunde beim Preeze-Labor.'
Vom Preeze-Labor hatte Jodie noch nie zuvor geh'rt, aber Newberry war eins der nobelsten Colleges der Vereinigten Staaten ' zum unb'igen Stolz der Einwohner des DuPage County.
'Aha. Unterrichten Sie nicht Naturwissenschaften oder so?'
'Ich bin Physikerin und unterrichte die h'heren Semester in relativer Quantenfeldtheorie. Au'rdem erforsche ich im Preeze-Labor zusammen mit anderen Physikern Quarks.'
'Ohne Schei' Dann m'ssen Sie ja auf der High-School ein echtes As gewesen sein.'
'Ich habe nicht allzu viel Zeit auf der High-School verbracht, weil ich mit vierzehn aufs College gegangen bin.' Wieder rollte ein B'lein 'ber ihr Gesicht, doch zugleich setzte sie sich, wenn es 'berhaupt m'glich war, noch aufrechter hin als vorher.
'Mit vierzehn? Das ist ja wohl ein Witz.'
'Als ic
h einundzwanzig wurde, hatte ich bereits meinen Doktor.' Jetzt brach sich ihr Elend endg'ltig Bahn, so da'sie die Ellbogen auf die Tischplatte st'tzte, die H'e zu F'ten ballte und den Kopf sinken lie' Ihre Schultern bebten, aber sie gab nicht das leiseste Ger'ch von sich, und der Anblick dieser sich beinahe aufl'senden Wissenschaftlerin war derart ergreifend, da'Jodie abermals ehrliches Mitgef'hl empfand. Zugleich allerdings war ihre Neugierde geweckt.
'Haben Sie vielleicht 'ger mit Ihrem Freund?'
Dr. Jane sch'ttelte den Kopf. 'Ich habe keinen Freund mehr seit Dr. Craig Elkhart. Wir waren sechs Jahre zusammen.'
Also konnte sie doch nicht lesbisch sein. 'Das ist eine lange Zeit.' Trotz der tr'nnassen Wangen reckte die Professorin mit einem Mal trotzig das Kinn. 'Er hat gerade eine zwanzigj'ige Datenverarbeiterin namens Pamela geehelicht. Als er mich verlie' sagte er: 'Tut mir leid, Jane, aber du machst mich einfach nicht mehr an.''
Angesichts von Dr. Janes so zugekn'pfter Pers'nlichkeit hatte Jodie ein gewisses Verst'nis f'r seine Sicht; aber so etwas zu sagen, fand sie trotzdem ziemlich mies. 'M'er sind Arschl'cher.'



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Kundenbewertungen zu Susan Elizabeth Phi… „Bleib nicht zum Frühstück!“

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll -- - von Trina - 20.01.2013 zu Susan Elizabeth Phillips „Bleib nicht zum Frühstück!“
Das gleiche Schema, wie immer bei Phillips. Gar nicht füreinander geeignet, aber das beste Paar überhaupt. Lustig, spannend, charme und Romantik. Mal wieder einer aus der großen Sportlerfamilie, alle Bücher lesen und man kennt die meisten, als wären es alte Bekannte.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Chicago Stars / Band 3 - von Ashani - 24.04.2011 zu Susan Elizabeth Phillips „Bleib nicht zum Frühstück!“
Jane und Cal zuzusehen, wie sie von Fremden, über Feinde, zu Liebenden werden, hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn mir die vorherigen Bänder der Chicago Stars-Reihe besser gefallen haben. Es fehlte mir die Leichtigkeit und teilweise auch die Romantik der vorherigen Bücher. Die ewigen Streitereien der beiden waren zwar anfangs amüsant, aber mit der Zeit, war ich sie leid und ich glaube, dieser ständige Zank hat mir etwas die Laune verhagelt. Ein gutes Buch, aber kein Volltreffer.***Gegenwart, Chicago, USA. Dr. Jane Darlington hört ihre biologische Uhr ticken und das von Tag zu Tag immer lauter. Kaum einen anderen Gedanken kann sie noch fassen, als den, dass ihr nur noch wenige Jahre bleiben, um ein eigenes Kind zu bekommen. Doch einen Mann gibt es in ihrem Leben nicht und so greift Jane zu verzweifelten Maßnahmen. Da sie sich ein eher unterdurchschnittlich intelligentes Exemplar der männlichen Erdbevölkerung zum Vater ihres noch ungeborenen Kindes wünscht, um ihren eigenen hohen IQ auszugleichen, wählt sie den Quarterback der Chicago Stars, Cal Bonner zum Samenspender aus. Ein Mann, der den Großteil seiner Zeit damit verbringt, hinter einem Football herzurennen und einen derart begrenzten Wortschatz besitzt, muss einfach der ideale Kandidat sein. Ihre Verführung gelingt und Jane ist überglücklich, als sie von ihrer Schwangerschaft erfährt. Doch dann bekommt Cal Wind von der Sache.Er ist nicht damit einverstanden, dass sein Kind unehelich geboren wird und zwingt Jane, seinem Plan zuzustimmen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Vielfältig uhnd Romantisch - von Nadine - 29.10.2006 zu Susan Elizabeth Phillips „Bleib nicht zum Frühstück!“
Das Buch hat viele Facetten. Es ist abwechslungsreich und ein wenig spannend, dabei aber auch lustig. Mich hat vor allem die hartnäckigkeit von Jane fasziniert. Auch wenn man eigentlich ziehmlich schnell weiss wie das Ende ist, kann man es nit weglegen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Pure Begeisterung! - von Sina - 18.10.2005 zu Susan Elizabeth Phillips „Bleib nicht zum Frühstück!“
Gegensätze ziehen sich an und das macht dieses Buch ganz deutlich klar.So romantisch,witzig und frech dieses Buch ist,kann man es einfach nur weiterempfehlen!Sicherlich ist das Ende bei diesen Büchern durchschaubar,wär sich jedoch einfach nur ein wenig verzaubern lassen möchte,liegt mit den Büchern dieser Autorin niemals ganz verkehrt.
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