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Die Religion der ersten Christen

Eine Theorie des Urchristentums.
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Produktdetails
Titel: Die Religion der ersten Christen
Autor/en: Gerd Theißen

ISBN: 3579026232
EAN: 9783579026237
Eine Theorie des Urchristentums.
Guetersloher Verlagshaus

15. Februar 2001 - gebunden - 455 Seiten

Eine Fortführung und Alternative zu einer »Theologie des Neuen Testaments«

Die Dynamik des urchristlichen Glaubens ist in der Dynamik des Lebens verwurzelt. In diesem Buch zeigt Gerd Theißen, was die ersten Christen in ihrem Innersten bewegte. Sein Werk ist eine religionswissenschaftliche Beschreibung und Analyse des urchristlichen Glaubens. Es will weder rein deskriptiv die Theologie des Neuen Testaments beschreiben, noch konfessorisch ihren Glauben durch Wiederholung beschwören, sondern die Kraft dieses Glaubens verständlich machen. Theißen verfolgt dabei zwei Ziele: Einerseits untersucht er das Leben der Urchristen und stellt ihre theologischen Aussagen in semiotische, psychische und historische Zusammenhänge. Auf diese Weise werden mit religionswissenschaftlichen Kategorien der Glaube, der Kult und das Ethos der frühen Kirche sichtbar. Andererseits zeigt er, wie sich das frühe Christentum vom Judentum fortentwickelte und eine autonome religiöse Zeichensprache schuf, die eine ungewöhnliche gemeinschaftsbildende Kraft hatte und die Geschichte umgestaltete.

Mit dieser neuartigen Annäherung überschreitet Gerd Theißen den nur innerkirchlichen Diskurs über die Theologie des Neuen Testamentes und macht urchristliches Leben und Denken auch denen zugänglich, die selbst der christlichen Weltdeutung fernstehen.


Dr. Gerd Theißen, geboren 1943, ist Professor em. für Neutestamentliche Theologie in Heidelberg. Er gilt als einer der kreativsten Exegeten der Gegenwart und entwickelte eine Theorie des Urchristentums, indem er die biblische Überlieferung mit Hilfe soziologischer und religionspsychologischer Fragestellungen untersuchte. Sein Buch »Der Schatten des Galiläers« ist seit mehr als 30 Jahren ein unübertroffenes Werk erzählender Jesusliteratur.
1 Einleitung:
Das Programm einer Theorie der urchristlichen Religion


Warum eine Theorie der urchristlichen Religion? Warum keine Theologie des Neuen Testaments, um den Glauben der ersten Christen zusammenfassend darzustellen?
Bekanntlich kann man von Theologie in einem deskriptiven und in einem konfessorischen Sinne reden. Der Begriff Theologie des Neuen Testaments wird deskriptiv benutzt, wenn er eine Analyse aller Aussagen im NT meint, die von Gott sprechen oder von Welt und Mensch in ihrer Beziehung zu Gott, ohne dass für solche Aussagen ein normativer Anspruch erhoben wird. Eine solche deskriptive Theologie des NT ist m.E. nicht in der Lage, den urchristlichen Glauben in seiner ganzen Dynamik zu erfassen. Um zu erkennen, was die ersten Christen in ihrem Innersten bewegte, muss man ihr ganzes Leben untersuchen und ihre theologischen Aussagen in semiotische, soziale, psychische und historische Zusammenhänge hineinstellen, die nicht unmittelbar theologisch sind. Die Dynamik des urchristlichen Glaubens ist in der Dynamik des Lebens verwurzelt.
Eine Theologie im konfessorischen Sinne kommt dieser Dynamik auf den ersten Blick sehr viel näher. Denn sie ist konfessorisch, weil sie von der Prämisse ausgeht, dass dieser Glaube auch heute noch normativgültige Kraft hat. Sie ist daher sensibel dafür, dass er auch in seiner Entstehungszeit diese Kraft besaß. Man muss sich jedoch klar machen: Wer in einer Darstellung des Glaubens der ersten Christen von der normativgültigen Prämisse ausgeht: Gott hat in Christus die Welt erlöst und menschliches Leben zu seiner Erfüllung gebracht, - der läuft Gefahr, viele säkularisierte Zeitgenossen von einem solchen Zugang zum NT auszuschließen. Er entzieht das Zentrum urchristlichen Lebens dem allgemeinen Gespräch. Er bewegt sich in einem innerkirchlichen Diskurs. Eine Theorie der urchristlichen Religion will den urchristlichen Glauben in seiner das ganze Leben bestimmenden Dynamik mit allgemeinen religionswissensc
haftlichen Kategorien beschreiben und erklären. Sie will


1. Das Programm einer religionswissenschaftlichen Analyse der urchristlichen Religion geht zurück auf William Wrede, Über Aufgabe und Methode der so eine Doppellektüre dieses Glaubens ermöglichen: eine Sicht von innen und von außen - und vor allem eine Vermittlung zwischen diesen beiden Perspektiven.
genannten Neutestamentlichen Theologie, Göttingen: Vandenhoeck 1897; = Georg Strecker (Hg.), Das Problem der Theologie des Neuen Testaments, WdF 367, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1975, 81-154; = The Task and Methods of New Testament Theology, in: Robert Morgan (Hg.), The Nature of New Testament Theology, SBT 25, London: SCM 1973, 68-116. Dies Programm wurde in der Gegenwart von Heikki Räisänen erneuert. Vgl. ders., Beyond New Testament Theology: A Story and a Programme, London: SCM 1990; ders., Die frühchristliche Gedankenwelt: Eine religionswissenschaftliche Alternative zur >neutestamentlichen Theologieoo)Die Distanzierung gegenüber dem normativen Anspruch der religiösen Texte. Ihr Anspruch wird zum Gegenstand, aber nicht zur Voraussetzung ihrer Analyse. Die Analyse des Urchristentums geschieht identitätsoffen (d.h. zugänglich für Menschen mit verschiedener religiöser Identität) und applikationsfern (d.h. unabhängig von der Verwendbarkeit der Ergebnisse in der kirchlichen Praxis).
pp)Die Überschreitung der Grenzen des Kanons: Alle urchristliche Literatur bis etwa Irenaeus wird mit in die Untersuchung einbezogen, wobei die genaue Abgrenzung des Urchristentums von der Alten Kirche umstritten ist. Die kanonische und nichtkanonische Literatur gilt prinzipiell als gleichwertig.
qq)Die Emanzipation von den Kategorien Orthodoxie und Häresie: Alle urchristlichen Strömungen gelten als prinzipiell gleichberechtigt. Überspitzt ausgedrückt: Die Orthodoxie gilt im Zweifelsfalle als die Häresie, die sich durchgesetzt hat.
Drei weitere Bestimmungen bringen eher positiv zum Ausdruck
, was eine solche religionswissenschaftliche Analyse des Urchristentums anstrebt. Hier liegen die Stärken des Programms:
rr)Die Anerkennung der Pluralität und Widersprüchlichkeit der theologischen Entwürfe im Urchristentum. Es besteht keine Notwendigkeit, ein einheitliches Kerygma aus den urchristlichen Schriften herauszuarbeiten, obwohl die Frage nach seiner Einheit ein berechtigtes historisches und religionswissenschaftliches (und keineswegs nur ein theologisches) Anliegen bleibt: Die hier vorgelegte Theorie der urchristlichen Religion fragt sehr viel intensiver nach der Einheit in der Mannigfaltigkeit, als die programmatische Anerkennung der Mannigfaltigkeit vermuten lässt.
ss)Die Interpretation theologischer Gedanken aus ihrem realen Lebenskontext heraus. Religion besteht nicht (nur) in Ideen, sondern ist Ausdruck des ganzen Lebens. Theologische Gedanken sind Ausdruck religiöser und sozialer
Nun ist in der allgemeinen Religionswissenschaft umstritten, was Religion überhaupt ist. Die folgende Definition kann und will nicht beanspruchen, die allein mögliche Definition zu sein, wohl aber, dass sie innerhalb des Spektrums möglicher Definitionen keine Extremformulierung darstellt:
Religion ist ein kulturelles Zeichensystem, das Lebensgewinn durch Entsprechung zu einer letzten Wirklichkeit verheißt.
Erfahrung - und in jedem Falle auch von nicht-religiösen Faktoren mit bedingt. Daher werden auch politische und soziale Rahmenbedingungen mit in die Analyse einbezogen.
Die Offenheit gegenüber der Religionsgeschichte: Die urchristliche Religion wird in ihrer Interaktion mit anderen Religionen gesehen - insbesondere als eine aus dem Judentum kommende Strömung, die durch die Auseinandersetzung mit paganen Religionen geprägt wurde. Diese anderen Religionen werden ohne Abwertung dargestellt - und nicht vom Standpunkt einer von vornherein feststehenden Überlegenheit des Urchristentums. Etwas anderes ist es, dass auch das Überlegenheitsbewusstsein von Jud
en und Christen in der paganen Welt eine Erklärung verlangt.
Noch liegt kein ausgeführter Entwurf einer solchen religionswissenschaftlichen Analyse des Urchristentums vor. Deutlich sollte jedoch sein: Ein solcher Ansatz lässt einen großen Spielraum für verschiedene Konzepte. Der hier vorgelegte Versuch zeichnet sich wahrscheinlich (1.) durch eine Verwendung theoretischer Modelle aus, auch wenn sie immer nur dienende Funktion haben.


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