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Produktdetails

Titel: 3096 Tage
Autor/en: Natascha Kampusch

EAN: 9783843701266
Format:  EPUB
Ullstein Taschenbuchvlg.

21. März 2011 - epub eBook - 288 Seiten

Natascha Kampusch erlitt das schrecklichste Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie in einem Kellerverlies gefangen - 3096 Tage lang. Am 23. August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht. Priklopil nahm sich noch am selben Tag das Leben. Jetzt spricht Natascha Kampusch zum ersten Mal offen über die Entführung, die Zeit der Gefangenschaft, ihre Beziehung zum Täter und darüber, wie es ihr gelang, der Hölle zu entkommen.
Natascha Kampusch, Jahrgang 1988, war zehn Jahre alt, als sie auf dem Schulweg entführt wurde. Erst nach über acht Jahren gelang ihr die Flucht. Seitdem versucht sie, ihr Leben in Freiheit zu meistern. Seit einigen Jahren engagiert sie sich für traumatisierte Jugendliche.
Was soll schon passieren? (S. 40-42>

Der letzte Tag meines alten Lebens Ich versuchte zu schreien. Aber es kam kein Laut heraus. Meine Stimmbänder haben einfach nicht mitgemacht. Alles in mir war ein Schrei. Ein stummer Schrei, den niemand hören konnte.

am nächsten tag erwachte ich traurig und wütend. Der Ärger über den Zorn meiner Mutter, der dem Vater gegolten hatte und an mir ausgelassen worden war, schnürte mir den Brustkorb ein. Noch mehr quälte mich aber, dass sie mir verboten hatte, ihn jemals wiederzusehen. Es war eine dieser leichtfertig dahingesagten Entscheidungen gewesen, die Erwachsene über die Köpfe von Kindern hinweg fällen aus Zorn oder aus einer plötzlichen Laune heraus, ohne zu bedenken, dass es dabei nicht nur um sie, sondern auch um die tiefsten Bedürfnisse derer geht, die solchen Schiedssprüchen ohnmächtig gegen- überstehen.

Ich hasste dieses Gefühl der Ohnmacht, ein Gefühl, das mich daran erinnerte, ein Kind zu sein. Ich wollte endlich erwachsener werden, in der Hoffnung, die Auseinandersetzungen mit meiner Mutter würden mir dann nicht mehr so nahe gehen. Ich wollte lernen, meine Gefühle hinunterzuschlucken und damit auch diese tiefgehende Angst, die Streit mit den Eltern bei Kindern auslöst.

Mit meinem zehnten Geburtstag hatte ich den ersten und unselbständigsten Abschnitt meines Lebens hinter mich gebracht. Das magische Datum, das meine Selbständigkeit auch amtlich verbriefen würde, rückte näher: Noch acht Jahre, dann würde ich ausziehen und mir einen Beruf suchen. Dann würde ich nicht länger von den Entscheidungen der Erwachsenen rund um mich herum abhängig sein, denen meine Bedürfnisse weniger wert waren als ihre kleinen Streitigkeiten und Eifersüchteleien. Acht Jahre noch, die ich nützen wollte, um mich auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten.

Einen wichtigen Schritt in Richtung Selbständigkeit hatte ich bereits einige Wochen zuvor getan: Ich hatte meine Mutter
davon überzeugt, dass sie mich allein zur Schule gehen ließ. Obwohl ich bereits in der vierten Klasse war, hatte sie mich bis dahin immer mit dem Auto vor der Schule abgesetzt. Die Fahrt dauerte nicht einmal fünf Minuten. Jeden Tag hatte ich mich vor den anderen Kindern für meine Schwäche geschämt, die für jeden sichtbar wurde, wenn ich aus dem Auto stieg und meine Mutter mir einen Abschiedskuss gab. Eine ganze Weile schon hatte ich mit ihr darüber verhandelt, dass es nun an der Zeit sei, den Schulweg allein zu bewältigen. Ich wollte damit nicht nur den Eltern, sondern vor allem mir zeigen, dass ich kein kleines Kind mehr war. Und dass ich meine Angst besiegen konnte. Meine Unsicherheit war etwas, das mich zutiefst quälte. Sie überfiel mich schon auf dem Weg durch das Stiegenhaus, setzte sich im Hof fort und wurde zum bestimmenden Gefühl, wenn ich durch die Straßen der Rennbahnsiedlung lief. Ich fühlte mich schutzlos und winzig und hasste mich dafür. An diesem Tag, das nahm ich mir fest vor, wollte ich versuchen, stark zu sein. Dieser Tag sollte der erste meines neuen Lebens und der letzte meines alten werden. Im Nachhinein mutet es beinahe zynisch an, dass genau an diesem Tag mein Leben, wie ich es kannte, tatsächlich endete. Allerdings auf eine Weise, für die mir jegliche Vorstellungskraft fehlte.

Entschlossen schob ich die gemusterte Bettdecke zur Seite und stand auf. Wie immer hatte mir meine Mutter die Sachen bereitgelegt, die ich anziehen sollte. Ein Kleid mit einem Oberteil aus Jeansstoff und einem Rock aus kariertem, grauem Flanell. Ich fühlte mich unförmig darin, eingezwängt, als hielte mich das Kleid fest in einem Stadium, dem ich doch längst entwachsen wollte.

Missmutig schlüpfte ich hinein, dann ging ich über den Flur in die Küche. Auf dem Tisch hatte meine Mutter die Pausenbrote für mich zurechtgelegt, eingewickelt in Papierservietten, die das Logo des kleinen Lokals in der Marco-Polo-Siedlung und ihren Namen trugen. Als es Zeit war zu ge
hen, schlüpfte ich in meinen roten Anorak und schulterte meinen bunten Rucksack. Ich streichelte die Katzen und verabschiedete mich von ihnen. Dann öffnete ich die Tür zum Stiegenhaus und ging hinaus. Auf dem letzten Absatz blieb ich stehen und zögerte, jenen Satz im Kopf, den meine Mutter mir Dutzende Male gesagt hatte: Man darf nie im Ärger auseinandergehen. Man weiß ja nicht, ob man sich wiedersehen wird! Sie konnte wütend werden, sie war impulsiv, und oft rutschte ihr die Hand aus. Aber wenn es daran ging, sich zu verabschieden, war sie immer sehr liebevoll. Sollte ich wirklich ohne ein Wort gehen? Ich drehte mich um, aber dann siegte doch das Gefühl der Enttäuschung, das der Vorabend in mir hinterlassen hatte.

Ich würde ihr keinen Kuss mehr geben und sie mit meinem Schweigen strafen. Außerdem, was sollte schon passieren? Was soll schon passieren?, murmelte ich halblaut vor mich hin. Die Worte hallten im Treppenhaus mit den grauen Fliesen. Ich wandte mich wieder um und ging die Stufen hinunter. Was soll schon passieren? Der Satz wurde mein Mantra für den Weg hinaus auf die Straße und durch die Häuserblocks zur Schule. Mein Mantra, gerichtet gegen die Angst und gegen das schlechte Gewissen, mich nicht verabschiedet zu haben.
»Natascha möchte der vordergründigen Psychologisierung ihres Schicksals durch Dritte entgehen. Deshalb hat sie  sich mit ihrem Buch jetzt selbst eine Stimme gegeben. Der jüngste Akt einer Überlebensstrategie.« FAZ, Christian Geyer, 08.09.10 »Über Strecken lesen sich die 284 Seiten wie ein Lehrbuch der Psychologie mit einer einzigen Versuchsperson: Natascha Kampusch.« Berliner Zeitung, Norbert Mappes-Niediek, 08.09.10 »Das Dokument einer Selbstermächtigung und die Zurückweisung der banalen Psychologisierungsmuster des Boulevards ... Ein gutes Buch.« Der Tagesspiegel, Dennis Scheck, 26.09.10

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Lesenswert! - von Anonym - 23.11.2012 zu Natascha Kampusch „3096 Tage“
Wirklich ungewöhnlich gut beschrieben. Man kann sich vor Natascha Kampusch nur verneigen. Sie hat für die Meisterung dieser Situation und Ihrer Gefühle den Friedensnobelpreis verdient! Ihre Geschichte hat mich tief berührt.
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