Schon mit seinen Büchern "Der Energie-Irrtum", "Die Evolutions- Lüge" und "Irrtümer der Erdgeschichte" hat der Wissenschaftlicher und Berater Hans-Joachim Zillmer gegen den Stachel der herrschenden Wissenschaftsmeinungen gelöckt.
Zillmer ist wie Immanuel Velikovsky ein Vertreter des Katastrophismus in Verbindung mit einer speziellen Junge-Erde-Theorie, der Junge-Erde-Katastrophen-Theorie, die besagt, dass die Erde als Planet zwar alt sei, aber vor ungefähr 5000 bis 6000 Jahren von einer weltweiten Katastrophe (Sintflut) heimgesucht worden sei, die unsere Erdkruste entscheidend umgeformt und neu gebildet habe. (Wikipedia).
In dem hier vorliegenden neuen Buch legt er diesen von den meisten anderen Vertretern der Wissenschaften abgelehnten Theorieentwurf noch ein explizit vor. "Katastrophen (form(t)en die Welt", untertitelt er ein Buch, mit dem er "Beweise aus historischer Zeit" beschreiben will.
Es gelingt ihm wie schon in den anderen Büchern, mit lockerer Feder seinen Leser zu fesseln, zumal er mit seinen Kritikern nicht wirklich diskutiert. Für den naturwissenschaftlichen Laien bedeutet das, dass er sich keine endgültige Meinung bilden kann, weil es meines Wissens außer über Rezensionen keine wirkliche Auseinandersetzung der "herrschenden Meinung" mit diesem Abweichler gibt. Dies wäre aber nötig, um genau heraus zu differenzieren, wo Zillmer den Punkt trifft und wo er unrecht hat. Der Rezensent jedenfalls kann das nicht entscheiden.
Das Buch ist eine interessante Lektüre, die jedenfalls zeigt, dass in der Wissenschaft immer auch extrem entgegen gesetzte Meinungen gibt. Sie einfach totzuschweigen hilft nicht weiter. Man sollte sich richtig mit ihnen auseinandersetzen.