. seit einigen Tagen lese ich mit wachsender Bewunderung Herold Belgers Das Haus des Heimatlosen, im Giebel der Erzählung taucht die Erläuterung des Titels auf, dem tragischen Christian in den Mund gelegt. Mir scheint allmählich, als wolle die Kasachische Bibliothek die Geschichte Kasachstans mit dem Leben von Romanfiguren lebendig werden lassen - vom frühzeitlichen Minarett über den Aufstand der Sanftmütigen, Belgers Roman und (vorerst) schließlich Achtanovs Beichte der Steppe sowie Seysenbayevs Novelle über die Atomtests. Dazu kommen noch die Gedichte von Abai und Süleymenov. Jedenfalls bin ich vom lebensnahen Schreibstil Belgers begeistert und werde seinen Roman allen meinen Freunden empfehlen. (Dr. Werner Linden, musicologist)