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Die Wissenschaft der Außenseiter

Die Krise der Nationalökonomie in der Weimarer Republik.
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Produktdetails

Titel: Die Wissenschaft der Außenseiter
Autor/en: Roman Köster

ISBN: 3647360252
EAN: 9783647360256
Format:  PDF ohne DRM
Die Krise der Nationalökonomie in der Weimarer Republik.
Dateigröße in MByte: 3.
Vandenhoeck & Ruprecht

26. Oktober 2011 - pdf eBook - 364 Seiten

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After World War I the German national economy entered a deep crisis marked by disagreements between various theories, opinions and "systems." With the end of the previously dominant Young Historical School economics failed to unite behind a single sustainable paradigm. Instead, there was a deeply split in the scientific community that offered no answers to the most pressing economic problems of the day. In this volume Roman Köster analyses this crisis, tracing the historical situation the national economy faced as well as the many attempts at overcoming the crisis. He also shows why these efforts were doomed during the Weimar Republic.
1;Title Page;3 2;Copyright;4 3;Table of Contents;5 4;Body;9 5;Dank;9 6;Einleitung;11 7;1. Die Jüngere Historische Schule und ihr Ende;31 7.1;1.1 Die Jüngere Historische Schule der Nationalökonomie;32 7.2;1.2 Die Infragestellung der Historischen Schule vor dem Ersten Weltkrieg;41 7.2.1;1.2.1 Die Renaissance der Theorie;42 7.2.2;1.2.2 Kapitalismusdebatte und Werturteilsstreit;47 7.3;1.3 Das Ende der Jüngeren Historischen Schule;51 8;2. Institutionelle Herausforderungen;61 8.1;2.1 Nationalökonomie und Kriegswirtschaft;62 8.2;2.2 Die Nationalökonomie als Universitätsfach in der Weimarer Republik;68 8.2.1;2.2.1 Der Aufschwung der Nationalökonomie nach dem Ersten Weltkrieg;68 8.2.2;2.2.2 Die Einführung des Diplomexamens;72 8.2.3;2.2.3 Das Ende des Aufschwungs;76 8.3;2.3 Wirtschaftpraxis, Wirtschaftspolitik und Nationalökonomie in der Weimarer Republik;78 8.3.1;2.3.1 Das spannungsreiche Verhältnis zwischen Nationalökonomie und Wirtschaftspraxis;78 8.3.2;2.3.2 Nationalökonomie und Wirtschaftspolitik;82 9;3. Versuche zur Neubegründung der Nationalökonomie nach dem Ersten Weltkrieg;89 9.1;3.1 Die Suche nach dem neuen System: Hoffnungen und Ansprüche;90 9.1.1;3.1.1 Die fehlende Synthese und die Suche nach dem neuen System;90 9.1.2;3.1.2 Versuche zur Neubegründung der Nationalökonomie seit der Jahrhundertwende;93 9.1.3;3.1.3 Erklärungsansprüche ;98 9.2;3.2 Cassel, Liefmann und die Neubegründung der ökonomischen Theorie;101 9.2.1;3.2.1 Gustav Cassel und die deutsche Nationalökonomie;101 9.3;3.2.2 Robert Liefmanns Grundsätze der Volkswirtschaftslehre;106 9.3.1;3.2.3 Die Rezeption Cassels und Liefmanns in Deutschland;110 9.4;3.3 Paradigmenverlust auf Dauer?;113 10;4. Methodendiskussionen;121 10.1;4.1 Grundlegungen der ökonomischen Theorie;123 10.1.1;4.1.1 Begründungversuche der ökonomischen Theorie vor dem Ersten Weltkrieg;123 10.1.2;4.1.2 Der Gegensatz von reiner und sozialer Theorie in der Methodendiskussion der Weimarer Republik;128 10.1.3;4.1.3 Konsequenzen des Gegensatzes von
reiner und sozialer Theorie;137 10.2;4.2 Wege zu einer anschaulichen oder verstehenden Theorie;142 10.2.1;4.2.1 Anschauliche und verstehende Theorie ;144 10.2.2;4.2.2 Methodologie jenseits der ökonomischen Theorie?;151 10.3;4.3 Die Methodendebatte als Krisen-Multiplikator;154 10.3.1;4.3.1 Epistemologische Klärungsarbeit als Grundlage für die Systembildung;154 10.3.2;4.3.2 Mögliche Auswege: Die Rettung in den Pragmatismus?;161 10.3.3;4.3.3 Methodendebatte und Krise;166 11;5. Soziologische Nationalökonomen;169 11.1;5.1 Zum Verhältnis von Soziologie und Nationalökonomie in den 1920er Jahren;170 11.1.1;5.1.1 Die gemeinsame Fragestellung von Soziologie und Nationalökonomie;170 11.1.2;5.1.2 Das Auseinandertreten von Gesellschafts- und Wirtschaftsbeschreibung als Forschungs- und Theorieproblem;173 11.1.3;5.1.3 Die wechselseitige Irritation von Soziologie und Nationalökonomie;177 11.2;5.2 Othmar Spanns romantischer Universalismus;180 11.2.1;5.2.1 Othmar Spann als Nationalökonom und Soziologe in der Weimarer Republik;180 11.2.2;5.2.2 Der romantischen Universalismus und seine Wirtschaftslehre;183 11.2.3;5.2.3 Die ontologische Dimension von Spanns Universalismus und seine Konsequenzen;189 11.3;5.3 Friedrich von Gottl-Ottlilienfeld: Wirtschaft als Leben;192 11.3.1;5.3.1 Der Theoretiker des Fordismus;192 11.3.2;5.3.2 Die wirtschaftliche Dimension und die Gestaltung der Wirtschaft;195 11.3.3;5.3.3 Das Seinsrichtige in der Wirtschaft;199 11.4;5.4 Exkurs: Sprache und Charakter der Begriffsnationalökonomen;201 11.5;5.5 Franz Oppenheimer: Ökonomische Klassik und Monopoltheorie;206 11.5.1;5.5.1 Der Theoretiker des Dritten Weges;206 11.5.2;5.5.2 Reine und politische Ökonomie;210 11.5.3;5.5.3 Bodensperre und liberaler Sozialismus;212 11.6;5.6 Gesellschaftliche Realität und natürliche Ordnung;214 12;6. Aufstieg und Scheitern der Konjunkturtheorie;221 12.1;6.1 Der Aufschwung der Konjunkturtheorie in den 1920er Jahren;222 12.1.1;6.1.1 Eine junge Generation von Theoretikern;222 12.1.2;6.1.
2 Der Bedeutungsgewinn der Konjunkturtheorie seit Mitte der 1920er Jahre;228 12.2;6.2 Das Theoriedesign der Konjunkturtheorie bis zur Weltwirtschaftskrise;233 12.2.1;6.2.1 Die Entwicklung der Konjunkturtheorie aus der Krisentheorie;233 12.2.2;6.2.2 Methodologische Probleme der Konjunkturtheorie;241 12.2.3;6.2.3 Die theoretische Form der Konjunkturtheorie Ende der 1920er Jahre;255 12.3;6.3 Das Scheitern der Konjunkturtheorie in der Weltwirtschaftskrise;258 12.3.1;6.3.1 Die Herausforderung der Weltwirtschaftskrise;258 12.3.2;6.3.2 Die Reaktionen der Konjunkturtheorie auf die Krise;260 12.3.3;6.3.3 Die Weltwirtschaftskrise als Prozess fundamentalen Lernens?;265 13;7. Kartelle, Monopole und die Zukunft des Kapitalismus;269 13.1;7.1 Grundlinien der nationalökonomischen Debatte um Kartelle und Monopole bis zur Weltwirtschaftskrise;270 13.1.1;7.1.1 Die Kartelldiskussion vor dem Ersten Weltkrieg;270 13.1.2;7.1.2 Die Kartelldebatte während der 1920er Jahre;273 13.2;7.2 Kartelle, Trusts und Rationalisierung;282 13.2.1;7.2.1 Rationalisierung und Größenwachstum der Unternehmen;282 13.2.2;7.2.2 Kartelle und Trusts als Schrittmacher oder Bremser der Rationalisierung?;286 13.2.3;7.2.3 Die Fixkostenfalle;289 13.3;7.3 Die Weltwirtschaftskrise und die Wandlungen des Kapitalismus;291 13.3.1;7.3.1 Strukturelle und konjunkturelle Ursachen der Weltwirtschaftskrise ;291 13.3.2;7.3.2 Die Wandlungen des Kapitalismus: Planwirtschaft, starker Staat oder dritter Weg?;295 13.3.3;7.3.3 Die Diskussion um Kartelle und Monopole und die Krise der Nationalökonomie;303 14;Schluss;307 15;Abkürzungen;319 16;Quellen- und Literaturverzeichnis;321 17;Register;357


Dr. Roman Köster vertritt z.Z. die Professur für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

2. Institutionelle Herausforderungen (S. 61-62)

Die Jüngere Historische Schule wollte in den 1860er Jahren ein neues Forschungsfeld durch ihre Methoden erschließen. Allerdings waren erst nach Jahrzehnten wirklich belastbare Ergebnisse, etwa in Form der Isolierung empirischer historischer Gesetze zu erwarten. Zu dem Zeitpunkt jedoch, als ihr langfristig angelegtes Arbeitsprogramm eigentlich Früchte tragen sollte, hatte sie den Höhepunkt ihres Ansehens bereits überschritten und geriet, wie beschrieben, in die Defensive.

Der Erste Weltkrieg und die ihm nachfolgenden Ereignisse bedeuteten schließlich ihr Ende. In der »neuen und fremden Welt« (Thomas Mann), in der die Deutschen nach dem Krieg erwachten, war für langfristige Arbeitsprogramme kein Platz mehr – und damit auch für eine Arbeitsweise, die das institutionelle »Setting« des akademischen Faches Nationalökonomie vor dem Ersten Weltkrieg entscheidend bestimmt hatte.

Die Nationalökonomie war vor 1914 immer noch ein kleines Fach, eigentlich eher ein Anhängsel des staatswissenschaftlichen Studiums bzw. eine Hilfswissenschaft für Juristen und Landwirte. Schon deswegen konnten kaum überzogene Ansprüche an sie herangetragen werden. Wenn sie aber trotzdem Einfluss auf die sozialpolitische Gesetzgebung hatte, dann nicht aufgrund formeller Einbindung, sondern eher durch die Beeinflussung der öffentlichen Meinung oder dank persönlicher Beziehungen im Berliner Regierungsmilieu.

An den Tagungen des Vereins für Sozialpolitik nahmen regelmäßig höhere Regierungsbeamte teil, die auch häufig bei Veranstaltungen der 1884 in Berlin gegründeten »Staatswissenschaftlichen Gesellschaft« auftauchten.2 Weil solche Beziehungen aber eher informeller Natur waren, blieb es stets eine große Streitfrage,
was sich der Verein für Sozialpolitik an den sozialpolitischen Errungenschaften seit Ende der 1870er Jahre als Verdienst zurechnen konnte, oder ob sich die Dinge ohne seine Arbeit nicht genauso entwickelt hätten. Eine solche kontrafaktische Frage lässt sich kaum sicher beantworten.

Aber auch wenn der Einfluss der »Gelehrtenpolitik«3 nicht unterschätzt werden sollte, galt die staatliche Administration doch als handlungsfähig und handlungsmächtig und holte sich Expertise, wenn, als Entscheidungshilfe. Die Entscheidungsverantwortung wurde nicht auf externe Experten abgewälzt. Hinzu kam, dass die Art und Weise der Beratung die Fixierung klarer Einflusslinien erschwert. So hatte nach Erich Schneiders Meinung Schmollers Relativismus die Beratschlagung stets verwässert und nicht gerade dazu beigetragen, dass die Regierung die Nationalökonomie besonders ernst nahm.

Wie dem auch sei: insgesamt wurden nur wenig konkrete Erklärungsansprüche an das Fach gestellt, weshalb trotz der sozialpolitischen Praxisnähe – im Verein für Sozialpolitik wurden ja stets ganz konkrete Probleme verhandelt – lange Zeit eine ausgeprägte Alltagsentlastetheit existierte. Die Behandlung sozialpolitischer Streitfragen hing von den individuellen Interessen des Forschers oder den Konferenzthemen des Vereins für Sozialpolitik ab, jedoch wurde kein sofort verwertbares Expertenwissen zur Behebung gesamtwirtschaftlicher Problemlagen verlangt. Diese Alltagsentlastetheit ging aber spätestens mit dem Ersten Weltkrieg aus verschiedenen Gründen verloren. Zum einen war dafür das skizzierte Ende der Historischen Schule verantwortlich.

Langfristige Arbeitsprogramme und die sich auf die Institutionen des Kaiserreichs beziehende Zukunftsgewissheit waren unmöglich geworden. Zum anderen spielten institutionelle Herausforderungen und Ansprüche eine Rolle, die an
das akademische Fach Nationalökonomie herangetragen wurden. Das Verhältnis der Nationalökonomie zu Wirtschaft und Politik veränderte sich. Die Krise des Faches fiel dabei bezeichnenderweise mit einer gestiegenen Erwartungshaltung von außen zusammen; die Schwierigkeiten der Nationalökonomie waren auf diese Weise nicht mehr nur eine wissenschaftsinterne Schieflage, sondern auch das Problem einer Gesellschaft, die sich auf volkswirtschaftliches Wissen und volkswirtschaftliche Praktiker zunehmend angewiesen fühlte.

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