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Wind über den Schären

Liebesgeschichten aus Schweden. Empfohlen von 16 bis 99 J…
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Produktdetails

Titel: Wind über den Schären
Autor/en: Inga Lindström

EAN: 9783838715513
Format:  EPUB
Liebesgeschichten aus Schweden.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
Familiy Sharing: Ja
Lübbe

20. Juli 2012 - epub eBook - 340 Seiten

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Rote Blockhütten an einsamen Seen, Elche in freier Wildbahn und schillernde Nordlichter am Himmel - die atemberaubende Schönheit Schwedens lädt zum Träumen ein. Ebenso wie Inga Lindströms Liebesgeschichten, die uns ins idyllische Land von Pippi Langstrumpf und Nils Holgersson entführen.

 


Es hatte zwei Tage lang ununterbrochen geregnet. Lasse hatte mehrfach seine Sorge geäußert, das Tennisturnier könnte abgesetzt werden, doch heute schien zum Glück endlich die Sonne wieder von einem strahlend blauen Himmel. Jetzt war es Valerie, die sich Sorgen machte, sie könnte ihrem Sohn das Turnier verderben.

Sie hatte ihm versprochen, pünktlich zu sein, hatte das Gericht aber wie so oft viel zu spät verlassen. Eigentlich hatte sie so etwas schon geahnt, als sie gelesen hatte, dass Torvid Persson den Vorsitz über die heutige Verhandlung haben würde. Richter Persson neigte zu moralisierenden Vorträgen, wenn ihm die Haltung eines Verfahrensbeteiligten nicht gefiel – und die konnten dauern.

Heute hatte der Mandant der Gegenseite das Missfallen des Richters erregt, und Valerie konnte sicher sein, dass sie den Prozess für ihren Mandanten gewonnen hatte, auch wenn das Urteil erst in ein paar Tagen gefällt werden würde. Sie war quasi mit dem Schlusswort aus der Verhandlung gestürzt und saß nun endlich in ihrem Wagen auf dem Weg zum Turnierplatz.

Das Gerichtsgebäude lag auf Riddarholmen. Wie üblich staute sich um diese Zeit der Verkehr auf der Centralbron. Der Riddarfjärden glitzerte im Sonnenlicht, Ausflugsdampfer glitten über die Wasseroberfläche. Auf der gegenüberliegenden Seite funkelten die drei Kronen auf dem Dach des Rathausturmes. Die Aussicht von dort oben auf Gamla Stan, die Altstadt Stockholms, war atemberaubend, Valerie hatte sie mehr als einmal genießen dürfen.

Jetzt allerdings nahm sie all das nicht wahr. Sie kam nur im Schritttempo voran, während sie gleichzeitig beruhigend auf ihren Sohn am anderen Ende der Leitung einsprach, der ihr wiederholt immer drängendere Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen hatte.

»Jetzt reg dich bitte nicht auf,
Schatz«, bat sie. »Ich bin ja gleich da.« Tatsächlich löste sich in diesem Moment der Stau auf, und sie gab Gas. Dabei dachte sie kurz an den Brief in ihrer Tasche. Er sollte eine Überraschung für Lasse sein, der ebenso gespannt auf diese Antwort gewartet hatte wie sie selbst. Und jetzt würde sie vor dem Tennisspiel wahrscheinlich keine Zeit mehr haben, ihm davon zu berichten.

Lasse schimpfte am anderen Ende der Leitung ungeduldig weiter, und Valerie fragte sich nicht zum ersten Mal, warum sie ihrem Sohn zu seinem zwölften Geburtstag ein Handy geschenkt hatte. Natürlich hatte sie ihm seinen größten Wunsch nicht abschlagen wollen, und eigentlich war es ja auch eine gute Idee gewesen, weil es ihr die Möglichkeit gab, schnell zu überprüfen, wo er war und ob es ihm gut ging. Sie steckte in dem nie enden wollenden Dilemma einer alleinerziehenden Mutter, die zwischen Beruf und Kindererziehung hin und her pendelte. Mit dem beständig schlechten Gewissen, dass dabei eine Seite zu kurz kam.

Nicht bedacht hatte Valerie allerdings, dass die Kontrolle auch andersherum funktionierte. Gerade beschwerte sich Lasse, dass sie ständig erst im letzten Moment auftauchte.

Valerie seufzte. »Ich hasse es ja auch, immer in letzter Minute zu kommen, aber ich konnte schließlich nicht einfach aus der Gerichtsverhandlung stürmen. Mach dir keine Sorgen, ich bin gleich da«, sagte sie und beendete das Gespräch.

Sie bog in die schmale Zufahrt zum Tennisplatz ein und parkte ihr Cabrio direkt vor dem Eingang, wo ein Schild auf das absolute Halteverbot aufmerksam machte. Egal.

Lasse hatte auf einem großen Stein gewartet und sprang nun herunter. Er hatte sich bereits umgezogen, die Tasche mit dem Schläger baumelte über seiner Schulter, als er jetzt auf seine Mutter zulief.

»Mama, na endlich!« Die Erleichterung war sein
er Stimme deutlich anzuhören.

»Entschuldige bitte«, sagte Valerie und stieg eilig aus dem Wagen.

Lasse nahm ihre Hand und zog sie durch das Eingangstor, das in die steinerne Mauer eingelassen war, die den Club umgab. Der Kies knirschte unter ihren Füßen. Der Weg führte an sorgfältig gepflegten Blumenrabatten vorbei, Rhododendron und Rosen blühten in verschwenderischer Fülle. Seine Miene war finster. »Ich hasse Gerichte. Warum können Menschen sich nicht einfach so einigen?«

»Super Idee!« Valerie grinste und strich ihrem Sohn liebevoll über die Haare. Wenn das Leben doch so einfach wäre! »Allerdings wäre ich dann arbeitslos.« Sie blieb kurz stehen und zog den Brief aus ihrer Handtasche, den sie am Morgen aus dem Briefkasten geholt hatte. »Aber vielleicht wird ja trotzdem bald alles anders«, sagte sie lächelnd.

Lasse riss ihr den Brief aus der Hand und studierte im Gehen den Absender. »He, der ist ja von der Kanzlei Stekkelson!« Er schien sich wirklich zu freuen und schaute seine Mutter erwartungsvoll an: »Nehmen sie dich?«

Valerie freute sich über die Neugier ihres Sohnes. Natürlich hatte sie vor ihrer Bewerbung mehrfach mit ihm darüber gesprochen, eine solche Entscheidung konnte und wollte sie nicht alleine treffen. Sollte sie die Stelle bekommen und annehmen, würden sie aus Stockholm wegziehen, und damit würden sich auch für Lasse einige Dinge gravierend ändern. Er war hier aufgewachsen, besuchte hier die Schule und hatte hier seine Freunde.

Andererseits konnte Valerie aufgrund der Umstände nur wenig Zeit gemeinsam mit ihm verbringen. Sie war inzwischen als Rechtsanwältin sehr erfolgreich, die Fälle auf ihrem Schreibtisch häuften sich und nahmen immer mehr Zeit und Kraft in Anspruch. Valerie hatte in letzter Zeit zwar den Erfolg
genossen, aber gleichzeitig das Gefühl gehabt, ihren Sohn zu vernachlässigen. Sie wusste, dass das eigentlich nicht stimmte, tief in ihrem Inneren aber machte sie dieser Umstand so unzufrieden, dass sie zu dem Schluss gekommen war, die Situation zu ändern. Nicht nur für Lasse, sondern auch für sich. Sie hatte zunächst überlegt, ihre Arbeitszeit zu verkürzen, sich in einem ehrlichen Moment aber eingestanden, dass dies nicht die optimale Lösung war. Ihr Leben schien ihr eng und hektisch, sie sehnte sich nach Ruhe und Weite.

Alles lief gut, sie konnte eigentlich zufrieden sein, und doch war da etwas, was ihr fehlte, ohne dass sie es benennen konnte. Es war nur ein Gefühl, das nicht verschwand.

Deshalb war in ihr der Entschluss zu einem großen Schnitt gereift: In einer Kleinstadt wie Boxenberg würde sie zur Ruhe kommen, durchatmen und auch mehr Zeit für Lasse haben. Das würde ihnen beiden guttun.

»Sie laden mich erst einmal zu einem Gespräch ein«, versuchte sie, seine Erwartungen zu bremsen. »Aber das ist der erste Schritt.«

Lasse war optimistisch. »Die nehmen dich ganz bestimmt«, prophezeite er und gab ihr den Brief zurück. Sein Blick fiel auf eine Gruppe junger Leute, die an ihnen vorbeihasteten. Er griff erneut nach der Hand seiner Mutter und zog sie eilig hinter sich her.

»Komm schon, Mama, ich bin gleich dran! Und drück mir die Daumen!«

»Mache ich«, versicherte Valerie und verfiel wie ihr Sohn in Laufschritt. Sie liebte dieses Kind so sehr und wünschte sich nichts mehr, als dass sie viel mehr solcher Momente miteinander verbringen konnten.

Auch am nächsten Tag schien die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Olof Wilander freute sich auf den Ausritt mit seinem besten Freund. Als Arbeitgeber trug er zwar die Last der Verantwortung für die Firma und seine M
itarbeiter, konnte sich andererseits seine Zeit aber einigermaßen frei einteilen und sich ab und an eine Auszeit während der regulären Arbeitszeit leisten.

Zumal er wusste, dass er sich hundertprozentig auf seine Mitarbeiter verlassen konnte. Es wäre ihm natürlich lieber gewesen, wenn sein Schwiegersohn in der Brauerei gewesen wäre, aber der traf sich heute mit seiner Frau in Stockholm. Zumindest glaubte Olof das.

Er war froh, dass seine eigene Frau nicht so umtriebig war wie seine Tochter. Sie betrieb mit großer Leidenschaft eine kleine Galerie in Boxenberg, in der sie Kunstgegenstände und Bilder von schwedischen Malern ausstellte. Aber sosehr sie ihre Arbeit auch liebte, trieb es sie nicht weg von Boxenberg. Sie war bodenständig und ein eher besonnener Typ. Olof fragte sich oft, wieso seine Tochter von dieser Unrast erfüllt war. Die hatte sie weder von Irma und schon gar nicht von ihm.

Olof schüttelte diese Gedanken ab, als er die Stallungen erreicht hatte. Dankbar betrachtete er die ausgedehnten Gebäude in falunroter Farbe mit weiß abgesetzten Fenstern und Türen, die inmitten blühender Wiesen vor ihm lagen. Erstaunt bemerkte er, dass vor dem Stall bereits ein gesatteltes Pferd am Gatter festgebunden stand. In diesem Moment schritt Ludvig mit einem zweiten aufgesattelten Pferd aus der offenen Stalltür.

»Du bist ja schon da«, stellte Olof fest. »Ich wundere mich immer wieder, dass der Chef der besten Kanzlei von Boxenberg es sich leisten kann, am helllichten Tag dem Müßiggang zu frönen.«

»Das sagt gerade der Richtige«, erwiderte Ludvig amüsiert. »Du bist ja auch nicht in deinem Büro.«

»Ich habe immerhin eine Ausrede, ich muss mich schließlich um meine Pferde kümmern«, sagte Olof grinsend. »Und außerdem beschäftige ich genug Leute.
Im Gegensatz zu mir kannst du aber nicht delegieren. Deine Mandanten wollen immer nur dich sprechen.«

Olof löste die Zügel seines Pferdes vom Gatter, und beide Männer schwangen sich in den Sattel.

»Ich bin dabei, das zu ändern«, sagte Ludvig ernst. »Ich schaue mich gerade nach einem Partner um, der vielleicht irgendwann meine Kanzlei übernimmt.«

»Wird ja auch Zeit«, erwiderte Olof. Er wusste um das Dilemma seines Freundes. Der überzeugte Junggeselle hatte keinen erblichen Nachfolger für seine erfolgreiche Anwaltskanzlei, und das belastete ihn mit zunehmendem Alter. Sie hatten mehrfach darüber gesprochen, und Olof war ehrlich froh, dass...


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