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Trauma und Bindung bei Flüchtlingskindern

Erfahrungsverarbeitung bosnischer Flüchtlingskinder in Deut…
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Produktdetails

Titel: Trauma und Bindung bei Flüchtlingskindern
Autor/en: Ilka Lennertz

ISBN: 3647451266
EAN: 9783647451268
Format:  PDF
Erfahrungsverarbeitung bosnischer Flüchtlingskinder in Deutschland.
Dateigröße in MByte: 2.
Vandenhoeck & Ruprecht

16. November 2011 - pdf eBook - 439 Seiten

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Als Folge des Krieges im ehemaligen Jugoslawien kamen in den 1990er Jahren ca. 340.000 Flüchtlinge nach Deutschland. Viele von ihnen waren Opfer sogenannter 'ethnischer Säuberungen'. Trotz vielfacher Belastungen zeigen die betroffenen Kinder häufig keine offensichtlichen psychischen Folgen oder Verhaltensauffälligkeiten, sondern wirken gut angepasst. Indem Ansätze aus der Traumaforschung, der Bindungsforschung und der qualitativen Sozialforschung kombiniert werden, lassen sich die oft verdeckt vorhandenen Traumatisierungen aufspüren. Dabei werden sowohl das Bindungsmuster der Eltern als auch die sozial prekäre Situation der Flüchtlingsfamilien berücksichtigt. Es zeigt sich, dass die Entwicklung der Kinder stark von den Traumatisierungen der Eltern geprägt ist. Erschwerend hinzu kommen sozialpolitische und ausländerrechtliche Entscheidungen, die zur sozialen Desintegration der Flüchtlinge führen. Sequentielle Traumatisierungsprozesse im Sinne Hans Keilsons werden dadurch befördert. Die Psychologin Ilka Lennertz zeigt auf, wie vergleichsweise einfach zu realisierende Unterstützungsmaßnahmen, die zurzeit unterlassen werden, ausgestaltet werden könnten.

Dr. phil. Ilka Lennertz ist Psychologin an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsklinik Dresden.

1;Front Cover;1 2;Title Page;4 3;Copyright;5 4;Inhalt;6 5;1 Einführung;10 5.1;1.1 Sinn und Ziel der Arbeit;16 5.2;1.2 Zur Struktur der Arbeit;18 6;2 Flüchtlingserfahrungen in Deutschland: Das Beispiel der bosnischen Flüchtlinge;21 6.1;2.1 Krieg und Vertreibung in Bosnien-Herzegowina;21 6.2;2.2 Die soziale Realität der bosnischen Flüchtlinge in Deutschland;28 6.3;2.3 Die Traumaregelung: Trauma als Bleiberechtskriterium;39 6.4;2.4 Fazit;44 7;3 Trauma eine kritische Begriffsbestimmung;46 7.1;3.1 Forschungsgeschichte und Begriffsentwicklung.;46 7.2;3.2 Trauma als Leiden an Reminiszenzen: Hysterieforschung;50 7.3;3.3 Trauma als zeitlicher Prozess und in der Entwicklung: Nachträglichkeit;55 7.4;3.4 Trauma als Reizüberflutung: der Erste Weltkrieg, Kriegsneurosen, Wiederholungszwang;57 7.5;3.5 Trauma als kumulativer Prozess: Objektbeziehungstheorie;61 7.6;3.6 Trauma als Extremsituation, als generationsübergreifendes Phänomen und als kollektives Trauma: der Holocaust;62 7.7; 3.7 Trauma als sequentieller psychosozialer Prozess: das Modell von Hans Keilson ;68 7.8;3.8 Trauma als Stresserkrankung: das Konzept der Posttraumatic Stress Disorder (PTSD);72 7.9;3.9 Neurowissenschaftliche Ansätze zu Trauma und Gedächtnis: Trauma als traumatic memory;76 7.10;3.10 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen für den Flüchtlingsbereich;91 8;4 Krieg und Flucht im Kindesalter Forschungsstand;93 8.1;4.1 Die Studie von Anna Freud und Dorothy Burlingham: War and Children;94 8.2;4.2 Kriegskinder in Deutschland;98 8.3;4.3 Überblick über aktuelle Forschung;101 8.4;4.4 Fazit und Forschungslücken;110 9;5 Trauma bei Kindern;112 9.1;5.1 Trauma und Entwicklung;112 9.2;5.2 Entwicklungs- und altersspezifische Aspekte von Trauma;117 9.3;5.3 Typische Merkmale von Trauma bei Kindern . .;120 9.4;5.4 Trauma und Gedächtnis im Kindesalter: das Problem der biographischen Rekonstruktion . .;125 9.5;5.5 Kindheitstrauma und Hirnentwicklung: How states become traits;140 9.6;5.6 Trauma ohne Symptom und die Frage resilie
nter Entwicklung;144 9.7;5.7 Trauma und Familie: intergenerationale und transgenerationale Traumatisierungen;149 9.8;5.8 Zusammenfassung und Fazit;150 10;6 Bindungsforschung als ein Zugang zum subjektiven Umgang mit Traumatisierungen und zu intergenerationalen Prozessen;152 10.1;6.1 Bindungstheorie und Bindungsforschung;153 10.2;6.2 Methoden zur Bestimmung von Bindungsmustern und zentrale empirische Ergebnisse der Bindungsforschung;162 10.3;6.3 Trauma und Bindung ;176 10.4;6.4 Klinische Aspekte der Bindungsforschung;187 10.5;6.5 Kritische Einwände und Grenzen der Bindungsforschung;189 10.6;6.6 Fazit und methodische Schlussfolgerungen;196 11;7 Methodische Anlage der Studie;199 11.1;7.1 Interviews zu traumatischen Erlebnissen;200 11.2;7.2 Forschen im interkulturellen Raum;203 11.3;7.3 Methodisches Vorgehen;204 11.4;7.4 Forschungsfragen;209 11.5;7.5 Beschreibung der angewandten Methoden;212 12;8 Fallübergreifende Ergebnisse;229 12.1;8.1 Forschungsprozess und Beschreibung der untersuchten Gruppe;229 12.2;8.2 Zur familiären und psychosozialen Situation der Flüchtlingsfamilien;233 12.3;8.3 Fallübergreifende Ergebnisse der Fragebögen und der Bindungsinterviews;241 12.4;8.4 Zusammenfassung und tabellarische Ergebnisübersicht;248 13;9 Exemplarische Fallanalysen;252 13.1;9.1 Alen, 12 Jahre: Ich bemerke es nicht, wenn sie traurig ist Beispiel für einen pseudo-resilienten Entwicklungsverlauf;252 13.2;9.2 Katarina, 11 Jahre: Du musst jetzt aber nicht traurig sein, nur weil ich traurig bin Beispiel für ein sicheres Bindungsmuster bei gleichzeitiger Angstsymptomatik;298 13.3;9.3 Nermin, 11 Jahre, Er ist traurig von irgendwas Beispiel für verminderte intergenerationale Grenzbildung und unbehandelte traumabedingte Symptomatik;320 13.4; 9.4 Zusammenfassende Darstellung der Fallanalysen: Drei unterschiedliche Wege der Erfahrungsverarbeitung von Flüchtlingskindern ;358 14;10 Exilbedingte sequentielle Traumatisierungen Das Erleben der Aufenthaltssituation in Deutschland;365 14.1;10.1 Ch
ronische oder wiederkehrende Belastungsfaktoren;366 14.2;10.2 Angst auslösende und traumatogene Situationen im Zusammenhang mit der Aufenthaltssituation in Deutschland;375 14.3;10.3 Positive Erfahrungen und positive Aspekte des Lebens in Deutschland;380 14.4;10.4 Zusammenfassung und tabellarische Übersicht über mögliche traumatische Sequenzen;380 15;11 Intergenerationale Traumatisierungen die Ergebnisse der Adult Attachment Interviews (AAI) . .;387 15.1;11.1 Bindungsforschung als Zugang zu intergenerationalen Traumatisierungen;388 15.2;11.2 Zur Frage der kulturellen Sensitivität der AAIs: Ergebnisse der Expertinnenvalidierung;390 15.3;11.3 Hinweise auf Traumatisierungen in den AAIs . .;397 15.4;11.4 Zusammenfassung;402 16;12 Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen;404 16.1;12.1 Flüchtlingskinder und Trauma das Ineinandergreifen verschiedener Prozesse;404 16.2;12.2 Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung vor dem Hintergrund der Traumatheorie;408 16.3;12.3 Der problematische Begriff der Resilienz;410 16.4;12.4 Diskussion der verwendeten Methoden;411 16.5;12.5 Gesellschaftliche Verleugnungsprozesse im Umgang mit Flüchtlingen;415 17;Danksagung;421 18;Literatur ;423 19;Back Cover;441


Dr. phil. Ilka Lennertz ist Psychologin an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsklinik Dresden.
10 Exilbedingte sequentielle Traumatisierungen – Das Erleben der Aufenthaltssituation in Deutschland (S. 364-365)

Die Einzelfälle machen deutlich, mit welchen komplexen Traumatisierungsprozessen Flüchtlingskinder konfrontiert sind. Neben eigenen traumatischen Erlebnissen spielen dabei sowohl die Traumatisierung der Eltern als auch sequentielle Traumatisierungsprozesse eine Rolle. Beide Aspekte nehme ich im Folgenden noch einmal fallübergreifend in den Blick.

Dabei gehe ich zunächst auf die Schilderungen der Flüchtlinge zu ihrer Situation in Deutschland ein und diskutiere im Sinne der zweiten Forschungsfrage (siehe Kapitel 7), inwiefern das Leben im Exil eine weitere traumatische Sequenz darstellt. Theoretisch beziehe ich mich dabei auf die Spezifizierung von Becker und Weyermann (2006) zu dem Modell der sequentiellen Traumatisierung von Hans Keilson (siehe Kapitel 3).

Generell lässt sich in den Gesprächen feststellen, dass die Einführung der Traumaregelung bei den interviewten Familien zum Untersuchungszeitpunkt noch kaum zu einer Entspannung ihrer Lage beigetragen hat: Die Familien haben entweder noch keine Aufenthaltsbefugnis erhalten, obwohl das Gutachten bereits vorliegt, sie befinden sich in dem als sehr belastend erlebten Begutachtungsprozess, oder das Traumagutachten ist nicht anerkannt und ihr Antrag auf Aufenthaltsbefugnis abgewiesen worden.

Bei den Familien, die eine Aufenthaltsbefugnis erhalten haben, fällt auf, dass sie nach den langen Jahren mit sogenannter Kettenduldung nun sehr misstrauisch sind, ob ihnen die auf zwei Jahre befristete Befugnis tatsächlich verlängert werden wird, zudem wird das Problem des unsicheren Aufenthaltsstatus nun von dem Problem abgelöst, dass die Flüchtlinge, nachdem sie circa zehn Jahre lang nicht arbeiten durften, nun aufgefordert sind, sich auf dem Arbeitsmarkt zu orie
ntieren.

Viele Flüchtlinge befinden sich damit – nach dem Modell von Becker und Weyermann – noch in der Phase der »Chronifizierung derVorläufigkeit« beziehungsweise gerade imÜbergang, zu – anerkannten – Immigranten zu werden. Dies ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass die Kriegserlebnisse nach wie vor in den Familie sehr präsent sind: Die Phase nach der Verfolgung, die eine Bearbeitung des Erlebten erst ermöglicht, ist noch nicht erreicht. In den Gesprächen mit den Flüchtlingen wird jedoch auch deutlich, dass insbesondere die Kinder ihre Situation in Deutschland keineswegs nur negativ erleben. Die genannten Belastungen und Situationen lassen sich differenzieren in chronische oder wiederkehrende Belastungsfaktoren und in einzelne herausragende Erlebnisse, die Angst auslösend oder traumatogen waren.

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