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Der Beobachter

Roman.
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Produktdetails

Titel: Der Beobachter
Autor/en: Charlotte Link

EAN: 9783641070724
Format:  EPUB
Roman.
Blanvalet Taschenbuch Verlag

3. Dezember 2011 - epub eBook - 656 Seiten

Fesselnd, abgründig, raffiniert

Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Träumt sich an ihre Seite, in ihren Alltag. Identifiziert sich mit ihnen und will alles von ihnen wissen. Als Beobachter. Auf der Flucht vor seinem eigenen Dasein, das aus Misserfolgen besteht. Nur aus der Ferne liebt er die schöne Gillian Ward. Die beruflich erfolgreiche Frau, glücklich verheiratet, Mutter einer reizenden Tochter, wird von ihm über die Maßen idealisiert. Bis er zu seinem Entsetzen erkennt, dass er auf eine Fassade hereingefallen ist. Denn nichts ist so, wie es scheint. Gleichzeitig schreckt eine Mordserie die Menschen in London auf. Die Opfer: alleinstehende Frauen. Auf eine rachsüchtige, sadistische Weise umgebracht. Die Polizei sucht einen Psychopathen. Einen Mann, der Frauen hasst.
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.
SONNTAG, 3. JANUAR (S. 205-206)

Die Sonntage waren am schlimmsten. Nicht, dass sie im Grunde anders abgelaufen wären als die Montage oder Donnerstage. Aber an den Sonntagen senkte sich eine bleierne Ruhe über die Stadt, jedenfalls über dieses ziemlich seelenlose Neubaugebiet in Croydon, im Süden Londons gelegen, in dem Liza wohnte. Selbst da, wo man Menschen sah, Geräusche hörte, durchaus registrierte, dass man nicht allein auf der Welt war, schien eine dicke Decke erstickend über den Resten von Lebendigkeit zu liegen. Eine Atmosphäre der Reglosigkeit. Die Sonntage waren tote Tage.

Sie hatte einmal gelesen, dass sich die meisten Selbstmorde sonntagnachmittags ereigneten, und sie bezweifelte keine Sekunde lang den Wahrheitsgehalt dieser Information. Außerdem gab es eine Suizidhäufung in den Silvesternächten und jeweils am ersten Januar. Auch das glaubte sie sofort. Weihnachten, seltsamerweise, nahm keine Spitzenposition ein. Aber auch das verstand sie. Wer Kummer hatte, brachte das Fest der Besinnlichkeit und inneren Einkehr noch halbwegs standhaft hinter sich. Die aufdringliche Fröhlichkeit der Silvesternacht mit ihren knallenden Korken, ihren Luftschlangen und ihrer dröhnenden Musik hingegen verlieh jedem Schmerz erst wahrhaft grelle Umrisse. Zu diesem Zeitpunkt war er nicht mehr verdrängbar.

Und der erste Januar tauchte ihn in ein blasses Winterlicht, das in den Augen schmerzte. Das neue Jahr begann so trostlos, wie das alte aufgehört hatte, und es würde genauso wieder enden. Also beendete man es lieber gleich. Liza hatte alle Klippen überstanden. Weihnachten, Silvester, den ersten Januar. Sie würde ihr Leben nun nicht an diesem traurigen, leeren, toten Sonntagnachmittag wegwerfen. Sie beschwor sich, auszuhalten. Irgendwo in einer der Wohnungen unter ihr spielte jemand Klavier. Das Stück kam ihr vage bekannt vor, aber sie vermochte es nicht einzuordnen. Es war eigentlich nur eine ziemlich kurze Passage.

Am Ende machte der Klavierspieler jedes Mal einen Fehler und begann dann von vorn. Seit zwei Stunden jetzt schon. Er musste eine Engelsgeduld haben. Oder er war einfach stumpfsinnig. Bis auf das Klavier war nichts im Haus zu hören. Die meisten Familien gingen sicher spazieren. Draußen schien die Sonne, der Schnee glitzerte und funkelte, es war eisig kalt. Genau der Tag, an dem man einen ausgiebigen Fußmarsch unternahm, um sich hinterher im warmen Wohnzimmer mit einem Glühwein aufzuwärmen und sich ein schönes Abendessen zu kochen.

Das konnte sie zumindest auch tun: sich etwas Schönes kochen. Es war zwar nicht dasselbe, wenn man vorher nicht gelaufen war, aber es gab dann etwas, worauf sie sich freuen konnte. Sie blickte auf die Uhr. Noch nicht ganz vier. Etwas früh, um über ein Abendessen nachzudenken. Trotzdem ging sie in die Küche, schaute in den Kühlschrank. Sie hatte einiges da, was sich verwenden ließ, Fleisch, Kartoffeln, Karotten. Sie könnte ein Irish Stew - Ihr wurde auf einmal übel, sie schlug die Kühlschranktür zu, richtete sich auf. Ihr Hunger und ihre Vorfreude waren mit einem Schlag verflogen.
"Spannungsgeladener Roman." dpa

"Die Polizei hat viele Spuren, von denen die meisten ins Nichts führen, und auch der Leser wird getäuscht. Das macht die Spannung dieses Romans aus, der, wie immer bei Charlotte Link, auch durch beeindruckende Schilderungen von Atmosphäre und Personen fesselt." NDR 1 Niedersachsen, Neue Bücher

"Besonders gelungen ist die detaillierte Beschreibung der Charaktere und deren Gefühlswelt, die die Figuren sehr greifbar werden lässt." frauenzimmer.de

"Meisterhaft und spannungsgeladen! Mit Der Beobachter ist ihr wieder einmal ein Highlight der deutschen Krimiliteratur gelungen." Berliner Kurier

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll beobachte - von Thrillerfan - 18.09.2014 zu Charlotte Link „Der Beobachter“
Vieles ist klar , vieles offen, da absichtlich verschleiert, CH ist nie eine Enttaeuschung, oftmals keine Ueberraschung.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll es gibt spannenderes - von ivis - 05.12.2012 zu Charlotte Link „Der Beobachter“
hallo, ich mag krimis, sehr sogar, aber dann müssen sie auch spannend und unvorhersehbar sein. ich empfehle simon beckett, aber den beobachter lieber nicht. es war sehr zäh und recht zu 2/3 langweilig.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Typisch Link - von Stephanie Krieger - 03.06.2012 zu Charlotte Link „Der Beobachter“
Wer gerne Charlotte Link liest wird das Buch lieben. Ich fand es sehr spannend und kann es nur weiter empfehlen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ganz nett - von katzenminze - 27.03.2012 zu Charlotte Link „Der Beobachter“
Ich fand es ganz gut aber nicht überragend. Es las sich gut, war aber schnell wieder vergessen, weil eigentlich nichts passiert, was besonderes spannend oder aufregend war. Und das der Beobachter nicht der Mörder ist, ist von Anfang an klar. Also auch hier keine besondere Spannung. Aber ansonsten ganz ok.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Spannend, fesselnd, ein klasse Buch - von kichle - 09.02.2012 zu Charlotte Link „Der Beobachter“
Wollt nur noch lesen, konnte es fast nicht aus der Hand legen. Wie immer ein gutes Buch von Charlotte Link. Kann es nur empfehlen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Super Buch-fesselnd bis zum Schluss - von Anonym - 03.02.2012 zu Charlotte Link „Der Beobachter“
Man kann das Buch fast nicht mehr aus den Händen legen. Es ist zwar am Anfang etwas verwirrend, weil zwischen einigen Personen immer wieder gewechstelt wird. Aber das hat auch seinen Sinn, das erkennt man beim weiterlesen..Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Guter Thriller - nicht nur für Fans britischer Krimis - von Bergziege - 16.01.2012 zu Charlotte Link „Der Beobachter“
Ein brutaler Mord stellt Scotland Yard vor eine schwere Aufgabe, denn das Opfer lebte zurückgezogen. Der Druck für die Ermittler erhöht sich, als weitere Opfer gefunden werden. Aber wie hängen die Morde zusammen? Ins Visir der Polzei gerät bald ein merkwürdiger Mann, der die Familie eines Opfers beobachtet zu haben scheint... Der Beobachter ist eine Mischung aus Kriminalgeschichte und Thriller mit unerwarteten Wendungen. Die verschiedenen Handlungsstränge fesseln den Leser und lassen ihn ins winterliche London eintauchen. Auch wenn der Mörder nicht bis zuletzt verborgen bleibt, ist der Roman ein guter Thriller mit spannendem Showdown.
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