Die Geschichte selbst scheint anfangs auf einer Ebene zu spielen, doch bald wird klar, dass sie mehrere hat, dass viele Mächte in das Schicksal der beiden Tänzer hineinspielen.
Psychologisch überzeugen die Obesession Giulettas, der Wahnsinn Damián (passender Name), die Biographie des Vaters.
Sehr gut hat mir dabei die Verflechtung mit dem historischen Hintergrund gefallen. Nicht nur mit dem historischen - auch mit dem des Ballets und Tangos. An einer Stelle nah am Ende wird klar, dass Damiáns und Giulliettas Beziehung die Fleischwerdung des Tangos ist - das Umeinanderkreisen, die unstillbare Sehnsucht, das ewig Unerfüllbare.
Wunderbar haben mir auch die lebendigen Beschreibungen Bs.As. gefallen.
Die Sprach ist meist sehr angenehm, flüssig, wortreich. Nur gelegentlich wirft der Autor Imperfekt und PPQ so wild durcheinander, als wären sie gleichbedeutend, was mich geströt hat.