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Das amerikanische Jahrhundert - Teil 1

Die verborgenen Seiten des Kalten Krieges.
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Produktdetails

Titel: Das amerikanische Jahrhundert - Teil 1
Autor/en: Wolfgang Effenberger

EAN: 9783640892709
Format:  EPUB ohne DRM
Die verborgenen Seiten des Kalten Krieges.
1. Auflage.
Familiy Sharing: Nein
GRIN Verlag

14. April 2011 - epub eBook - 270 Seiten

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Fachbuch aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: USA, , Sprache: Deutsch, Abstract: Im Oktober 1945 - keine drei Monate nachdem die Atomexplosionen über Hiroshima und Nagasaki das Zeitalter der nuklearen Apokalypse eingeläutet hatten - gab US-Präsident Harry Truman die Order für die "Operation Totality". Für den darin vorgesehenen atomaren Angriff auf die damalige Sowjetunion hatte General Dwight D. Eisenhower den Plan auszuarbeiten. Noch im gleichen Monat begann die US-Air-Force die Abwürfe von 20 bis 30 Atombomben auf sowjetische Städte einzuüben. Im ersten Radius sollten Abfangjäger den Mittelmeerraum von Gibraltar bis Suez sichern. Für den zweiten waren B-29 Bomber vorgesehen, um Luftschläge gegen Moskau, die Krim, Griechenland, die Türkei und den Nahen Osten zu führen.
Im dritten konnten Langstrecken-Abfangjäger die mit Atombomben bestückten B-36-Bomber bis in die Tiefe Russlands eskortieren.
Während diese Karte mit der Strategischen Position der "New U.S. Air Base" in Libyen veröffentlicht wurde, verhandelten die 12 Gründungsmitglieder den Vertragstext des Nordatlantik-Bündnisses (NATO), der dann am 4. April 1949 unterzeichnet wurde und am 24. August desselben Jahres in Kraft trat. Das Gegenstück, der Warschauer Vertrag, wurde am 14. Mai 1955 in Warschau von acht Staaten unterzeichnet. Im Jahr 1962 erreichten die feindlichen Blöcke mit der Kuba-Krise ihren ersten dramatischen Höhenpunkt. Nur äußerst knapp entging die Welt einer atomaren Katastrophe. Dann sollten von den NATO-Geheimarmeen durchgeführte Terroroperationen die Menschen in Westeuropa verängstigen und in Spannung halten. Mit der Pershing-II-Nachrüstung erreichte Anfang der 80-er Jahre die Kriegsgefahr einen weiteren Siedepunkt. Durch die politischen Veränderungen in der Sowjetunion verlor der Militärpakt seine Funktion und löste sich im Jahr 1991 auf. Zugleich begann die NATO sich weiter nach Osten auszudehnen.

Man kann alles von der Weltgeschichte sagen, alles,

 

was der perversesten Phantasie in den Sinn kommen mag,

 

nur eines nicht: Daß sie vernünftig sei.

 

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881)

 

Vorwort


 

Welche Metapher hätte Dostojewski, einer der bedeutendsten Autoren des 19. Jahrhunderts, erst für die Katastrophen des folgenden Jahrhunderts gefunden? Nach zwei Weltkriegen von unvorstellbaren Ausmaßen begann noch am Ende der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der so genannte "Kalte Krieg" – gezeugt während des atomaren Paukenschlages von Hiroshima und Nagasaki im August 1945.

 

Dieser erste und bisher einzige Kernwaffeneinsatz gegen zwei japanische Großstädte, in denen es keine wichtigen militärischen Ziele gab,  ist weltweit im Bewusstsein verankert. Weit weniger bekannt sind die tatsächlichen Ziele und Motive. Erwünscht wurden von  General Leslie Groves, dem militärischen Leiter des Manhattan Projekts, unbeschädigte Zielorte.  Nur so meinte man, „die Gewalt der Bombe ge­nauer bestimmen“ zu könnten.[1] Das heißt, mehr als 400.000 japanische Zivilisten wurden getötet, um die Wirkung der neuen Waffe am lebenden Objekt zu tes­ten. Zum ersten Mal wurde darüber hinaus die zunächst überlebende Bevöl­kerung durch radioaktive Strahlung genetisch geschädigt.[2] Zutreffend sieht Detlef Bald, ehemaliger Hochschullehrer an der Bundeswehruniversität München,  Hiroshima als „Metapher für Destruktivität und moralische Verwerflichkeit“.[3]

In der Hochphase des Kalten Krieges lagen auf beiden Seiten in den wohl gefüllten, wohlgewarteten "Arsenalen der Endlösung" vielfache Overkill-Kapazitäten, während an  Technologien zur Pasteurisierung der gesamten Biosphäre noch gearbeitet wurde. Mit den Erfahrungen der ersten und zweiten "Vorbereitungskriege", wurden die Menschen in Ost und West  massenmedial auf die Gestaltwerdung brueghelscher Höllenfahrten und eines planetarischen Totentanzes vorbereitet.

 

In den monatlichen Übungen des Oberbefehlshabers der nuklearen Streitkräfte der USA – besser bekannt unter dem Namen "Raketenbedrohungskonferenz" – wurde der monströse nukleare Kriegsplan durchdekliniert: 12.500 Ziele in den Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes sollten von ca. 10.000 Kernwaffen angegriffen werden, „im schlimmsten Fall — und davon gingen wir immer aus — alle gleichzei­tig“,[4] so General George Lee Butler, 1991 und 1992 Oberbefehlshaber des Strategischen Luftkommandos und zugleich oberster Kernwaffenberater des US-Präsidenten. Noch in seiner Dienststellung als Oberbefehlshaber der nuklearen Streitkräfte der USA kam General Butler zu der Erkenntnis: „Wir sind im Kalten Krieg dem atomaren Holocaust nur durch eine Mischung aus Sachverstand, Glück und göttlicher Fügung ent­gangen, und ich befürchte, das letztere hatte den größten Anteil.“[5]

 

Um zu erkennen, dass die Kernwaffen  eine Art biologischer Zeitbomben, deren Wirkungen Zeit und Raum überschreiten und die Erde wie auch ihre Bewohner auf Generationen hinaus vergiften und somit der Feind der Menschheit sind,  hat General Butler einen langen Prozess durchmachen müssen.

 

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o;Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um die Karriereleiter so weit hochzusteigen, daß ich die Verantwortung und vor allem auch den Zugang zu Informationen hatte und mit Handlungen und Operationen konfrontiert war, die mein Verständnis dessen prägten, worum es bei der Fähigkeit zur nuklearen Kriegführung überhaupt geht. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, daß vieles von dem, woran ich glaubte, entweder falsch, höchst vereinfacht, außerordentlich brüchig oder einfach moralisch untragbar war.“[6] Weiter kam General Butler  zu der Einsicht, daß „die Anhäufung des Kernwaffenarsenals in einem geradezu grotesken Ausmaß, wie wir das in den fünfzig Jahren des Kalten Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion erlebten, ebensosehr das Ergebnis von Furcht, Ignoranz und Gier, von Egoismus und Machtstreben, von Glücksspiel und Profitsucht war, wie die Folge der scheinbar so eleganten Abschreckungstheorien.“[7]

Der Autor hatte von 1964 bis 1976 als NATO-Soldat aufgrund seiner Stabsverwendung Einblick in den »General Defense Plan« mit seinen nuklearen Planungsvorgaben. Hier bereitete ihm vor allem der geplante Einsatz von "atomaren Landminen" und das damit verbundene »worst case scenario« schlaflose Nächte. Auf  der Wehrkundetagung in München (24./25. Oktober 1970) hatte der Autor einen jungen Verteidigungsminister Helmut Schmidt erleben dürfen, der noch ohne jedwede Beschönigung die aktuellen Fragen der transatlantischen Sicherheitspolitik erörterte. Schmidt hatte damals auch noch nicht damit kokettiert, die atomaren Landminen ein Jahr zuvor verhindert zu haben.[8]

 

Der Autor wurde nach seiner aktiven Dienstzeit bis 1989 zu Wehrübungen eingezogen. Hier nahm er in ve
rantwortlicher Stellung an der letzten großen Heeresübung "Offenes Visier" teil.

 

 

Geprägt von persönlichen Erfahrungen und ausgestattet mit der Vorstellungskraft über das mögliche endzeitähnliche Schlachtfeld Europa, wandelte sich der Autor wie sein amerikanisches Vorbild – Kennedys Verteidigungsminister Robert S. McNamara  – vom ehemaligen  "kalten Krieger" zum Gegner dieser Kriegsplanungen.

 

 

Heute räumt das Deutsche Historische Museum (DHM) der US-Expansion einen imperialistischen Charakter ein, jedoch nur soweit, „wie es die Partnerländer versäumten, entsprechenden Widerstand zu leisten und [eine] Gegenmacht zu bilden.“[10] Angesichts  des Vietnamkrieges  mit seinen über zwei Millionen Toten ist dieser Satz blanker Zynismus.

 

Hinterfragenswürdig ist auch der Hinweis des DHM, dass die USA erst einmal von den Europäern zur politischen Präsenz im Nachkriegseuropa gedrängt werden mussten. Und erst recht soll die militärische Präsenz der USA in der integrierten NATO-Streitmacht das Ergebnis heftigen europäischen Drängens gewesen sein. Nur zögernd, spät und auch dann noch halbherzig sollen die amerikanischen Verantwortlichen diesem Drängen nachgekommen sein. Diese realitätsferne Version wird die Herren der Propagandaabteilung des Pentagons sehr zufrieden stellen.

 

Im Jahr 2010 lassen sich die strategischen Absichten der USA aus den Angaben im "Base Structure Review 2009"[11] ablesen. Von den 716 größeren US-Liegenschaften jenseits der US-Grenzen befinden sich 87 in Südkorea und 123 in Japan – doch 235 in Deutschland. Von den etwa 136.083 dauerhaft in
Übersee stationierten US-Soldaten findet sich das größte Kontingent mit 54.120  Soldaten (weiter aufgezählt sind 8.488 Zivilisten und 30.919 Andere)  in der Bundesrepublik – dem westlichen Einfallstor nach Eurasien.  Bis zum Jahr 2013 soll auf dem
US-Airfield Erbenheim das neue Europa-Hauptquartier der US Army entstehen.[12] 68 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges und nach 11 US-Präsidenten seit Harry Truman (1945-1953) sollen in einem amphitheaterähnlichen  Einsatz- und Kampfführungszentrum  die militärischen Geschicke Europas gesteuert werden. Den Grund für den Neubau erläuterte der  Operationschef der USAREUR[13],  Brigadegeneral David G. Perkins: "Bisher ist das Hauptquartier der USAREUR weder dazu ausgelegt, noch technisch oder personell so ausgestattet, dass es als Kriegsführungs-Hauptquartier dienen könnte."[14]

 

Hier stellt sich die Frage, warum gerade im bildungsbeflissenen Deutschland Geschichte so leicht manipulierbar ist. Die Antwort findet sich bei Friedrich Sieburg: weil „der Deutsche seine Geschichte weder kennt noch liebt“ [15].

 

Er muss sie nicht lieben. Aber er sollte sie kennen! Nur dann lässt sich rechtzeitig ein Demagoge entlarven und somit der emotionalen Falle entfliehen.

 

In seinem Hauptberuf Pädagoge, möchte der Autor das Geschehen von allen Mythen entkleiden und zugleich vor einer Politik des "polemischen Stils" warnen.  Den beteiligten Generationen in West und Ost will er helfen, ihre Koordinatensysteme zu überprüfen, um sie dann hoffentlich  im Sinne eines besseren Verständnisses füreinander neu zu justieren. Der  jungen Generation und den Erb
en des "Kalten Krieges" möchte er bewusst machen, dass der "Kalte Krieg" nur messerscharf an einer Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes vorbeigeschrammt ist. Erschreckend ehrlich hinterlässt uns Robert S. McNamara
 seine...


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