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Münsters Fall

Roman.
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Produktdetails

Titel: Münsters Fall
Autor/en: Håkan Nesser

EAN: 9783641090487
Format:  EPUB
Roman.
Originaltitel: Münsters fall.
Familiy Sharing: Ja
Übersetzt von Christel Hildebrandt
Penguin Random House

31. Mai 2012 - epub eBook - 320 Seiten

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Vier Rentner feiern in einer Kneipe ihren Lottogewinn. Reichlich angetrunken machen sich die vier auf den Heimweg. Stunden später ist einer von ihnen tot, hinterrücks erstochen in seiner eigenen Wohnung. Kommissar Münster übernimmt den Fall, denn Kommissar Van Veeteren hat sich für ein Jahr beurlauben lassen und arbeitet in einem Antiquariat. Doch keiner seiner Kollegen glaubt, dass er von der Ermittlungsarbeit lassen kann. Und in der Tat holt sich Münster schon bald Rat bei Van Veeteren, denn der Fall wird immer mysteriöser. So präsentiert sich die Witwe des Opfers als Täterin und legt ein Geständnis ab. Van Veeteren ist überzeugt, dass sie lügt...

"Derart eigenwillig und eigenständig erzählt kaum jemand Kriminalgeschichten." WDR - "Wir wollen mehr von Van Veeteren hören!" Die Welt
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.

1


Der letzte Tag in Waldemar Leverkuhns Leben hätte kaum besser anfangen können.

Nach dem nächtlichen Wind und dem Dauerregen fiel jetzt eine milde Herbstsonne durch das Küchenfenster herein. Auf dem Balkon, der zum Hinterhof ging, war das charakteristische weiche Gurren der liebeskranken Tauben zu hören und im Treppenhaus das ausklingende Echo der Schritte seiner Ehefrau, die sich auf dem Weg zum Markt befand. Das Neuwe Blatt lag ausgebreitet vor ihm auf dem Tisch, und er hatte gerade seinen Morgenkaffee mit zwei Tropfen Genever gewürzt, als Wauters anrief.

»Wir haben gewonnen«, sagte Wauters.

»Gewonnen?«, fragte Leverkuhn.

»Ja, Mensch!«, sagte Wauters. »Sie haben es im Radio gesagt.«

»Im Radio?«

»Stell dir vor, zwanzigtausend! Es war die Fünf, und zwar keinen Tag zu früh!«

»Das Los?«

»Ja, natürlich das Los. Was hast du denn gedacht? Hab ich nicht gesagt, dass was in der Luft lag, als ich es gekauft hab? Hol’s der Teufel! Sie hat es geradezu rausgesucht vor mir ... als ob sie’s gewusst hätte, Frau Milkerson im Kiosk. Zwei, fünf, fünf. Eins, sechs, fünf, fünf! Die Fünfer sind es, die haben’s gebracht, glaub’s mir. Ja, ich hatte die ganze Woche schon so ein Gefühl.«

»Wie viel, hast du gesagt?«

»Zwanzigtausend, zum Teufel! Fünf pro Mann, ich muss noch die anderen anrufen. Wir sehen uns heute Abend bei Freddy’s, das wird ein saustarkes Fest in Kapernaum!«

»Fünftausend ...?«, fragte Waldemar Leverkuhn, aber Wauters hatte schon aufgelegt.

Er blieb noch eine Weile mit dem Hörer in der Hand stehen und spürte ein leichtes Schwindelgefühl. Fünftausend Gulden? Vor
sichtig blinzelte er ein paar Mal, und als er wieder klar sah, fixierten seine Augen unfreiwillig das Hochzeitsfoto auf der Kommode. Das goldgerahmte. Bedächtig betrachtete er Marie-Louises rundes, milchfrisches Gesicht. Die Lachgrübchen und die Korkenzieherlocken. Ein leichter Wind im Haar. Das Funkeln in den Augen.

Das war damals, dachte er. Damals war sie noch schön. Neunzehnhundertachtundvierzig.

Schön wie ein Sahnestückchen! Er holte sein Taschentuch heraus und schnäuzte sich. Kratzte sich etwas gedankenverloren im Schritt. Heute sah das etwas anders aus ... aber so war das mit den Frauenzimmern ... frühe Blüte, Kinderkriegen, Stillen und dann die Schwere im Körper ... machte sie störrisch, das Ganze. Das lag sozusagen in der Natur der Sache. Ganz anders sah das bei den Kerlen aus, ganz, ganz anders.

Seufzend ging er aus dem Schlafzimmer. Ließ seine Gedanken weiter fließen, obwohl er gar keine richtige Lust dazu hatte. In letzter Zeit passierte ihm das häufig ... Die Kerle dagegen, klar, die hielten sich viel länger in Form, das war ja gerade der Unterschied ... dieser verfluchte Unterschied. Was sich natürlich am Ende wieder ausglich, das schon ... so im Herbst des Lebens wurde es eigentlich doch ziemlich ruhig mit den Trieben, das musste er zugeben. Bei Mann und Frau.

Was sollte man auch anderes erwarten? Zweiundsiebzig und neunundsechzig. Er hatte zwar von Leuten gehört, die mit so was noch viel länger weitermachten, aber was ihn betraf, so war es ein für alle Mal vorbei, damit musste er sich halt abfinden.

Das heißt, abgesehen von der einen oder anderen Zuckung, auf die er liebend gerne verzichtet hätte. Eine blasse Erinnerung an längst vergangene Tage, ein trauriges Souvenir.

So war es nun mal. Ein Zucken. Konnte er gern drauf verzichten, wie gesagt. Er ließ sich am Kü
chentisch nieder.

Fünftausend!

Hol’s der Teufel!, versuchte er zu denken. Fünftausend Gulden! Aber es war schwer, dieses wirklich prickelnde Gefühl guter Laune zu kriegen. Was verflucht noch mal sollte er eigentlich mit dem Geld anfangen?

Ein Auto? Wohl kaum. Klar, es würde mit Sicherheit für ein annehmbares gebrauchtes reichen, und er hatte auch einen Führerschein, aber es war jetzt zehn Jahre her, seit er hinterm Steuer gesessen hatte, und eine unbändige Lust, sich in die weite Welt zu begeben, hatte er auch nicht.

Also auch keine Reise. Es stimmte schon, was Palinski immer sagte: Man hat das meiste gesehen und noch mehr.

Einen besseren Fernseher?

Dafür gab es keinen Grund. Sie hatten einen, der war erst ein paar Jahre alt, und außerdem benutzte er ihn eigentlich nur dazu, um davor einzuschlafen.

Er trank einen Schluck und starrte die Zeitung an, ohne sie zu lesen.

Einen neuen Anzug?

Zu seiner eigenen Beerdigung, oder wofür?

Nein, so auf die Schnelle gab es keine alten Wünsche, die ihm in den Sinn kamen und sich bemerkbar machten. Was wohl schon eine Menge darüber sagte, was für ein alter Knacker er geworden war. Konnte nicht mal sein Geld so mir nix, dir nix unter die Leute bringen. Schaffte es einfach nicht. Verdammte Scheiße!

Waldemar Leverkuhn schob die Zeitung zur Seite und goss sich eine neue Tasse Kaffee mit Genever ein.

Zumindest das konnte er sich genehmigen! Einen kleinen Nachschlag. Er lauschte eine Weile den Tauben, während er das Getränk in sich schlürfte. Vielleicht sollte er die Sache so angehen? Sich einfach etwas gönnen. Ein bisschen großzügiger bei Freddy’s sein. Etwas teurere Weine. Eine Leckerei bei Keefer’s oder Kraus.

Warum eigentlich nicht? Ein paar Jahre etwas besser leben.

Jetzt klingelte das Telefon schon wieder.

Pal
inski, natürlich.

»Das wird ein saustarkes Fest in Kapernaum!«

Sogar die gleichen Worte wie Wauters. Schon merkwürdig, dass er nicht mal in der Lage war, sich ein paar eigene Kraftausdrücke zuzulegen. Nach der Begrüßungsfloskel lachte er eine halbe Minute lang laut in den Hörer und beendete seinen Anruf damit, dass er etwas dahingehend schrie, wonach der Wein bei Freddy’s fließen würde.

»... halb sieben! Weißes Hemd und neuen Schlips, du alter Schweinehund!«

Dann legte er auf. Waldemar Leverkuhn schaute wieder eine Weile seine frischvermählte Ehefrau an und ging dann zurück in die Küche. Trank den letzten Rest Kaffee und rülpste. Dann lachte er.

Endlich lachte er. Fünftausend waren immerhin fünftausend.

 

Bonger, Wauters, Leverkuhn und Palinski.

Sie waren schon ein hübsches Quartett, Bonger und Palinski kannten sich bereits seit Kindesbeinen. Seit ihrer Schulzeit auf der Magdeburgischen und den Kriegswintern in den Kellern von Zuiderslaan und Merdwick – in der Mitte ihres Lebens waren sie einige Jahrzehnte auseinander gedriftet, aber dann wieder aufeinander gestoßen. Wauters hatte sich ihnen später angeschlossen, ziemlich viel später. Einer dieser einsamen Herren bei Freddy’s, dieser Wauters. Zugereist von Hamburg oder Frigge oder woher auch immer. Er war nie verheiratet gewesen (der Einzige im Quartett, der es geschafft hatte, wie er selbst meinte, auch wenn er inzwischen den Junggesellenstatus mit Bonger und Palinski teilte) – und dennoch war er der einsamste arme Teufel, den man sich nur denken konnte. Das pflegte Bonger zumindest im Vertrauen zu erwähnen, denn Bonger war derjenige, der ihn am längsten und am besten kannte und der ihn in den Kreis eingeführt hatte. Ein alter Spieler war er auch, der Wauters, zumindest wenn man den Ger&
uuml;chten Glauben schenken wollte, die er mit gewissem Bedacht um sich zu verbreiten pflegte ... obwohl sich das inzwischen nur noch auf Fußballtipps und Lose bezog. Die Rennpferde waren heutzutage sowieso nur noch gedopte Kamele, wie er resigniert behauptete, und die Jockeys gekauft. Und die Karten? ... Ja, wenn man fast zwölfhundert mit einem As-Vierer verloren hat, dann muss man es auf seine alten Tage verflucht noch mal ruhiger angehen lassen.

Laut Benjamin Wauters.

Bonger, Wauters, Leverkuhn und Palinski.

Letzten Abend hatte Palinski ausgerechnet, dass sie zusammen zweihundertzweiundneunzig Jahre alt waren und dass sie, wenn sie noch zwei Jahre durchhielten, ihrem 300-Jahr-Jubiläum gerade rechtzeitig zur Jahrhundertwende ins Auge sehen konnten. Das war nun wahrlich nicht schlecht, oder?

Palinski hatte seine Hand auf Frau Gautiers’ generös geformten Hintern gelegt, während er es ihr erzählte, aber Frau Gautiers hatte nur geschnaubt und gemeint, sie für ihren Teil hätte eher auf vierhundert getippt.

Doch in Wirklichkeit wurde es weder mit der einen noch mit der anderen runden Zahl etwas, da dieser Samstag der letzte in Waldemar Leverkuhns Leben war. Wie schon gesagt.

 

Marie-Louise kam mit den Einkaufstüten zurück, gerade als er gehen wollte.

»Wohin willst du?«

»Raus.«

»Warum denn?«

»Mir ’nen Schlips kaufen.«

Ihr Gebiss klapperte zweimal, wie immer, wenn sie sich über etwas ärgerte. Tick, tock.

»Einen Schlips?«

»Ja.«

»Warum willst du dir einen Schlips kaufen? Du hast doch schon fünfzig Stück.«

»Ich bin sie alle leid.«

Sie schüttelte den Kopf und schob sich mit ihren Tüten an ihm vorbei. Ein Geruch nach Nieren stach ihm in die Nase.

&r
aquo;Du brauchst kein Essen zu machen.«

»Was? Was meinst du damit?«

»Ich esse auswärts.«

Sie stellte ihre Tüten auf den Tisch.

»Ich habe Nieren eingekauft.«

»Das habe ich schon gerochen.«

»Und warum willst du plötzlich auswärts essen? Ich dachte, wir wollten heute zeitig essen, ich will doch heute Abend zu Emmeline, und du willst doch sicher ...«

». . . zu Freddy’s, ja. Aber ich esse außerhalb einen Bissen. Du kannst sie ja einfrieren, die Nieren.«

Sie betrachtete ihn argwöhnisch.

»Ist was passiert?«

Er knöpfte sich den Mantel zu.

»Nicht, dass ich wüsste. Was sollte denn passiert sein?«

»Hast du deine Medizin...


"Nesser gehört zur absoluten Elite unter den schwedischen Autoren. Besser Krimis finden Sie nirgends."

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