Manfred Wieninger erzählt einen ungelösten Fall nach. Er ist dabei angesichts der besonderen Grausamkeit und Kaltblütigkeit des Verbrechens nicht der Versuchung erlegen, einen Kriminalroman mit historischem Setting daraus zu machen, wie es derzeit in Mode ist. Der Autor weiß zwar auch nicht, wer die Täter waren, aber es gelingt ihm, an die Opfer zu erinnern und ihnen Namen und eine Stimme zu geben. Man würde sich wünschen, dass dieses fast gänzlich pathosfreie Buch bald als Schullektüre zum Einsatz gelangt.
FALTER, Sebastian Fasthuber
Mit "223 oder Das Faustpfand" hat er nun ein tatsächlich geschehenes Verbrechen zum Gegenstand seines neuesten Buches werden lassen, wobei er die historischen Unterlagen behutsam bearbeitet und durch fiktionale Passagen ergänzt hat, so dass ein authentischer, gleichzeitig literarisch beachtlicher und anrührender Roman entstand.
bücherrezensionen.org
Wieninger beschreibt die Vermischung von Alltag und Grauen, es ist ein nüchternes Buch, nicht ohne Hoffnung, aber eben so nüchtern, wie man schreiben kann, wenn es einen graut. Ein Krimi? Genau das. Ein Krimi auf das reduziert, was ihn letztlich ausmacht. Auf das Leben, wie es in den Akten steht und noch einmal gelebt wird, wenn sich jemand wie Manfred Wieninger des Falles annimmt.
hinternet.de
... eine detaillierte Bestandsaufnahme.
PROFIL, Wolfgang Paterno