eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096
50% und mehr sparen mit den eBook Schnäppchen der Woche² >>

Darwin und die Götter der Scheibenwelt

Die Wissenschaft der Scheibenwelt 3.
Sofort lieferbar (Download)
eBook epub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind. z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks und Watermarking

eBook epub € 8,99* inkl. MwSt.
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Dieser Artikel ist auch verfügbar als:

Produktdetails

Titel: Darwin und die Götter der Scheibenwelt
Autor/en: Terry Pratchett, Ian Stewart, Jack Cohen

EAN: 9783492959544
Format:  EPUB
Die Wissenschaft der Scheibenwelt 3.
Originaltitel: Science of Discworld 3: Darwin's Watch.
Übersetzt von Erik Simon, Andreas Brandhorst
Piper Verlag GmbH

12. November 2012 - epub eBook - 432 Seiten

Drei unnachahmlich unterhaltsame Sachbücher aus Sicht der Gelehrten der Scheibenwelt - unverzichtbar für alle Terry- Pratchett-Jünger: Als Ergebnis eines missglückten Experiments besitzen die Zauberer der Unsichtbaren Universität plötzlich ein Miniaturweltall: die irdische Rundwelt. Unter Führung der weisen Magier verfolgen wir die Geschichte unseres Universums vom Urknall bis zum Internet und darüber hinaus.
Terry Pratchett, geboren 1948 in Beaconsfield, England, erfand in den Achtzigerjahren eine ungemein flache Welt, die auf dem Rücken von vier Elefanten und einer Riesenschildkröte ruht, und hatte damit einen schier unglaublichen Erfolg: Ein Prozent aller in Großbritannien verkauften Bücher sind Scheibenweltromane. Jeder achte Deutsche besitzt ein Pratchett-Buch. Bei Piper liegen der erste Scheibenweltroman »Die Farben der Magie«sowie die frühen Bände um Rincewind, Gevatter Tod, die Hexen und die Wachen vor - Meisterwerke, die unter den Fans einhellig als nach wie vor unerreicht gelten. Terry Pratchett erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den »World Fantasy Lifetime Achievement Award« 2010. Zuletzt lebte der Autor in einem Anwesen in Broad Chalke in der Grafschaft Wiltshire, wo er am 12. März 2015 verstarb.

ZWEI

Paleys Uhr

Die Szene: eine Rundfunk-Plauderstunde im Bible Belt der Vereinigten Staaten vor ein paar Jahren. Der Moderator nimmt Anrufe von Zuhörern über die Evolution entgegen, ein Konzept, welches jedem gottesfürchtigen Südstaaten-Fundamentalisten ein Gräuel ist. Das Gespräch läuft ungefähr so ab:

Von außen – und erst recht von innen – sieht der Prozess wissenschaftlicher Forschung ungeordnet und verwirrend aus. Man ist versucht zu glauben, Wissenschaftler seien selber unordentlich und verwirrt. In gewisser Hinsicht sind sie es – das gehört zur Forschung. Wenn man wüsste, was man tut, wäre es keine Forschung. Aber das ist nur eine Entschuldigung, und es gibt bessere Gründe, warum man diese Art von Verwirrung erwarten, ja sogar wertschätzen sollte. Der beste Grund lautet, dass es eine äußerst wirksame Methode ist, die Welt zu verstehen, und zwar so, dass man diesem Verständnis recht gut trauen darf.

Das wissenschaftliche Bild von dem Planeten, der gegenwärtig unsere Heimat ist, von den Lebewesen, die ihn mit uns teilen, und vom Weltall ringsum hat seine gegenwärtige Gestalt im Laufe von Jahrtausenden angenommen. Die Entwicklung der Wissenschaft geht überwiegend schrittweise vor sich, ein See des Verständnisses, angefüllt durch den unablässigen Zustrom zahlloser winziger Regentropfen. Wie das Wasser in einem See kann das Verständnis auch wieder verdunsten – denn was wir heute zu verstehen glauben, kann morgen als Unsinn entlarvt sein. Wir sprechen lieber von ›Verständnis‹ als von ›Wissen‹, denn die Wissenschaft ist sowohl mehr als auch weniger als eine Sammlung unabänderlicher Tatsachen. Sie ist mehr, da sie Organisationsprinzipien bietet, die das erklären, was wir uns unter Tatsachen vor
stellen – die seltsamen Wege der Planeten am Himmel ergeben einen Sinn, wenn man erst einmal verstanden hat, dass die Planeten von Gravitationskräften bewegt werden und dass diese Kräfte mathematischen Regeln gehorchen. Sie ist weniger, weil das, was heute als Tatsache erscheint, sich morgen als Fehldeutung von etwas anderem erweisen kann. Auf der Scheibenwelt, wo offensichtliche Dinge für gewöhnlich wahr sind, umkreist tatsächlich eine winzige und unbedeutende Sonne die gewaltige, bedeutsame Welt der Menschen. Wir haben lange Zeit geglaubt, auch unsere Welt sei so eingerichtet: Jahrhunderte lang war es eine ›Tatsache‹, und zwar eine offensichtliche, dass die Sonne um die Erde kreist.

Sogar heute gibt es Starrköpfe – nicht die Mehrheit, obwohl sie eine Menge Lärm machen, aber eine nicht zu vernachlässigende Minderheit –, die leugnen, dass jemals Evolution stattgefunden hat. Die meisten von ihnen sind Amerikaner, weil eine Laune der Geschichte (im Verein mit einigen eigenartigen Steuergesetzen) die Evolution zu einem der wichtigsten Lehrstoffe in den Vereinigten Staaten gemacht hat. Da geht es in der Schlacht zwischen Darwins Anhängern und Gegnern nicht einfach um hochgeistige Fragen. Es geht um Dollars und Cents und darum, wer Herzen und Hirne der nächsten Generation beeinflussen wird. Der Kampf tarnt sich als religiös und wissenschaftlich, aber im Grunde ist er politisch. In den Zwanzigerjahren erklärten es vier Staaten (Arkansas, Mississippi, Oklahoma und Tennessee) für gesetzwidrig, Kinder an öffentlichen Schulen in Evolution zu unterrichten. Dieses Gesetz blieb fast ein halbes Jahrhundert lang in Kraft; es wurde schließlich 1968 vom Obersten Gerichtshof aufgehoben. Das hindert Befürworter der ›Schöpfungswissenschaft‹ nicht an wiederholten Versuchen, diese Entscheidung zu umgehen oder sie sogar rückg&aum
l;ngig machen zu lassen. Im Großen und Ganzen ist ihnen das jedoch nicht gelungen, unter anderem deshalb, weil die Schöpfungs-›Wissenschaft‹ keine Wissenschaft ist; es fehlt ihr an intellektueller Strenge, sie hält keiner objektiven Überprüfung stand, und manchmal ist sie einfach nur bekloppt.

Eine Kette von Uhren zieht sich durch die ganze metaphorische Landschaft der Wissenschaft. Newtons Bild vom Sonnensystem, das nach exakten mathematischen ›Gesetzen‹ abläuft, wird oft als ›Uhrwerk-Universum‹ bezeichnet. Das Bild ist nicht schlecht, und das Orrery* [* So genannt nach einem Grafen Orrery. Die im Deutschen üblicheren Begriffe ›Astrolabium‹ und ›Armillarsphäre‹ sind nicht ganz dasselbe – sie bilden ebenfalls Planetenbewegungen mechanisch nach, aber nicht als anschauliche Modelle, sondern zu Zwecken der Messung bzw. Berechnung. – Anm. d. Übers.] – ein Modell des Sonnensystems, dessen Zahnräder winzige Planeten umlaufen lassen – sieht ziemlich wie ein Uhrwerk aus. Uhren gehörten zu den kompliziertesten Maschinen des 17. und 18. Jahrhunderts, und sie waren wahrscheinlich die verlässlichsten. Selbst heute sagen wir, dass etwas ›wie ein Uhrwerk‹ funktioniert, und haben das noch nicht durch ›atomare Exaktheit‹ ergänzt.

Angenommen, beim Wandern über die Heide stieße ich mit dem Fuß an einen Stein und würde gefragt, wie der Stein dorthin gekommen sei; so könnte ich vielleicht antworten, dass er meines Wissens schon immer dort gelegen habe; vielleicht wäre es nicht einmal besonders leicht zu zeigen, wie absurd diese Antwort ist. Aber angenommen, stattdessen hätte ich eine Uhr auf dem Boden gefunden und es würde die Frage gestellt, wie die Uhr an diesen Ort geraten ist, so würde mir schwerlich die Antwort ei
nfallen, die ich zuvor gegeben hatte, dass nämlich meines Wissens die Uhr schon immer dort gewesen sei. Warum aber sollte diese Antwort für die Uhr nicht ebenso gut wie für den Stein taugen? Warum ist sie im zweiten Fall nicht zulässig wie im ersten? Aus diesem Grunde und keinem anderen, nämlich, dass wir, wenn wir die Uhr näher betrachten, feststellen (anders als bei dem Stein), dass ihre verschiedenen Teile zu einem Zweck geformt und zusammengesetzt sind, d. h. dass sie so geformt und abgestimmt sind, um Bewegung hervorzubringen, und dass jene Bewegung so reguliert ist, dass sie die Stunde des Tages anzeigt; dass, wenn die verschiedenen Teile anders geformt wären, als sie sind, eine andere Größe hätten oder auf irgendeine andere Weise oder in anderer Reihenfolge angeordnet wären, als sie es sind, entweder überhaupt keine Bewegung in der Maschine ausgeführt werden könnte oder aber keine, die dem Zweck entspräche, dem sie jetzt dient.

Paley behandelt dann weiter die Bauteile einer Uhr und kommt so zum Kern seines Arguments:

Nachdem wir diesen Mechanismus beobachtet haben, so wäre, glauben wir, die Schlussfolgerung unausweichlich: dass die Uhr von jemandem gemacht worden sein muss, dass es irgendwann und irgendwo einen Feinmechaniker (oder mehrere) gegeben haben muss, der die Uhr zu dem Zweck geformt hat, dem wir sie tatsächlich entsprechen sehen, der ihre Konstruktion ersonnen und ihre Verwendung geplant hat.

Darauf folgt eine lange Reihe von nummerierten Absätzen, wo Paley sein Argument im Einzelnen erörtert, es auf Fälle ausweitet, wo beispielsweise einige Teile der Uhr fehlen, und mehrere Einwände gegen seine Überlegungen zurückweist. Das zweite Kapitel knüpft an die Geschichte an, indem es eine hypothetische ›Uhr‹ schildert, die Kopien ihrer selbst herstellen kann – eine bemerkenswerte Vorwegnahme des K
onzepts einer von-Neumannschen-Maschine aus dem 20. Jahrhundert. Es gäbe immer noch gute Gründe, stellt Paley fest, auf die Existenz eines ›Entwicklers‹ zu schließen; die Kunstfertigkeit des ›Entwicklers‹ verdiene dann umso größere Hochachtung. Zudem würde der verständige Beobachter

… überlegen, dass zwar die Uhr vor ihm in gewissem Sinne der Hersteller jener Uhr war, die sie im Verlauf ihrer Bewegungen hergestellt hat, dies aber in einem sehr unterschiedlichen Sinne als dem, wie etwa ein Tischler der Hersteller eines Stuhles ist.

Er entwickelt diesen Gedanken weiter und verwirft eine mögliche Vermutung: dass, wie ein Stein durchaus schon immer da gewesen sein kann, auch eine Uhr schon immer da gewesen sein könne. Das heißt, es könnte eine Kette von Uhren geben, jede von der Vorgängerin hergestellt, eine Kette, die unendlich weit in die Vergangenheit zurückreicht, sodass es keine erste Uhr gab. Eine Uhr, sagt er uns, ist jedoch etwas ganz anderes als ein Stein: Sie ist entwickelt worden. Steine mögen schon immer existiert haben – wer weiß? –, Uhren aber nicht. Sonst hätten wir ›Entwicklung, aber keinen Entwickler, Beweise für einen Entwurf, aber keinen Entwerfer‹. Paley verwirft diese Vermutung aus verschiedenen metaphysischen Gründen und stellt fest:

Die Schlussfolgerung, die die erste Untersuchung der Uhr, ihrer Funktion, ihrer Konstruktion und ihrer Bewegung nahe legt, lautete, dass es als Ursache und Autor jener Konstruktion einen Feinmechaniker gegeben haben muss, der ihren Mechanismus verstanden und ihre Verwendung entworfen hat. Diese Schlussfolgerung ist unumgänglich. Eine zweite Untersuchung liefert uns eine neue Entdeckung. Wir stellen fast, dass die Uhr im Laufe ihrer Bewegung eine andere Uhr herstellt, die ihr ähnlich ist; und nicht nur
das, vielmehr nehmen wir darin ein Organisationssystem...


Dieses eBook wird im epub-Format geliefert und ist mit einem Wasserzeichen versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions Sony READER FOR PC/Mac.

Die eBook-Datei wird beim Herunterladen mit einem nicht löschbaren Wasserzeichen individuell markiert, sodass die Ermittlung und rechtliche Verfolgung des ursprünglichen Käufers im Fall einer missbräuchlichen Nutzung der eBook-Datei möglich ist.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Terry Pratchett, Ia… „Darwin und die Götter der Scheibenwelt“
Noch keine Bewertungen vorhanden
Zur Rangliste der Rezensenten
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
2 Diese Artikel unterliegen nicht der Preisbindung, die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Die jeweils zutreffende Alternative wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

4 Der gebundene Preis dieses Artikels wird nach Ablauf des auf der Artikelseite dargestellten Datums vom Verlag angehoben.

5 Der Preisvergleich bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers.

6 Der gebundene Preis dieses Artikels wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

7 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.

eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: