Ein Toter und recht viele Verdächtige mit Motiven, die nicht von der Hand zu weisen sind, machen diesen illustren Krimi aus. Es wird in alle Richtungen ermittelt, ins Visier werden erst einmal all diejenigen genommen, die vom Tod des Dekans profitiert hätten, wie beispielsweise die Übernahme der Nachfolge.
Kurz darauf stirbt die Sekretärin des ermordeten Dekans bei einem Autounfall, Zufall oder Mord?
Der Richter Antoine und Kommissar Paulik arbeiten Hand in Hand, um den Täter zu finden.
Es ist ein Puzzle, das sie zusammensetzen müssen, immer neue Erkenntnisse werfen alte um oder rücken sie in ein anderes Licht. Lange Zeit bleibt man als Leser im Unklaren, in welche Richtung es sich entwickeln wird.
Meine Theorien und Vermutungen musste ich ständig umschmeißen und mich neu orientieren.
Das Ermittlerduo Paulik - Verlaque hatte für meinen Geschmack ein wenig von Sherlock Holmes und Dr. Watson, ruhig und bedächtig erledigen sie einen Punkt nach dem anderen.
Obwohl es nicht uninteressant ist, wie sie ermitteln, kommt keine wirkliche Spannung auf. Es ist nicht so, dass man durch das Buch gejagt wird, man schreitet als Leser gemächlich durch.
Zwischendurch wird viel und gut gegessen.
Bei diesem Krimi muss man abends keine Angst haben, dass einen nachts unruhige Träume plagen, im Gegenteil, es hat ein wenig Urlaubsflair mit dabei.
Der Krimi spielt in der Provence, einer Weingegend, in der auch gern Urlaub gemacht wird.
Es ist ein Krimi, bei dem man nicht Herzrasen bekommt, der sich aber trotzdem sehr gut lesen lässt und Unterhaltungswert hat.
Es ist bereits der 2. Teil aus der Reihe der Provencekrimis. Obwohl ich den ersten Teil nicht kannte, hatte ich keine Probleme, in die Geschichte hineinzukommen.
Wer also noch Lektüre für den nächsten Urlaub in der Provence braucht, ist mit diesem Buch sehr gut beraten.