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Bach und ich

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Produktdetails

Titel: Bach und ich
Autor/en: Maarten 't Hart

EAN: 9783492960342
Format:  EPUB
Übersetzt von Maria Csollány
Piper Verlag GmbH

15. Januar 2013 - epub eBook - 272 Seiten

Welche Rolle der Leipziger Thomaskantor Johann Sebastian Bach für das Leben und Schreiben des Schriftstellers Maarten 't Hart spielt, kam schon in seinem Roman "Das Wüten der ganzen Welt" zum Ausdruck. Kenntnisreich rekonstruiert der Autor nun die Biografie Bachs, nähert sich vorsichtig, seriös und dennoch sehr persönlich seinem Lieblingskomponisten, beschäftigt sich mit der Legendenbildung und vor allem mit der Musik des großen Meisters. Eine fundierte und liebevolle Hommage an den Bach der Kantaten, der Kammermusik und der Konzerte.
Maarten 't Hart, geboren 1944 in Maassluis, studierte Verhaltensbiologie, bevor er sich als Schriftsteller niederließ. 1997 erschien auf Deutsch sein Roman »Das Wüten der ganzen Welt«, der zu einem überragenden Erfolg wurde. Nicht zuletzt seine autobiografischen Bücher machten ihn zu einem der renommiertesten europäischen Gegenwartsautoren, dessen Bücher sich allein im deutschsprachigen Raum über 2 Millionen Mal verkauft haben.

Der große Unbekannte

Im Reich der Musik gibt es zwei Komponisten, die – mit dem 1. Buch Samuel 10, 23 zu sprechen – »um eines Hauptes größer sind denn alles Volk«. Turmhoch überragen Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart ihre komponierenden Zeitgenossen. Auch nach ihnen sind, ohne Beethoven, Schubert, Wagner und Verdi herabsetzen zu wollen, nie wieder Komponisten hervorgetreten, die ihrer Genialität das Wasser reichen konnten. Während jedoch seit Mozarts frühester Kindheit allgemein erkannt wurde, daß man es mit einem unvergleichlichen, überlegenen Talent zu tun hatte, und auch Mozart selbst sich seiner einmaligen Größe durchaus bewußt war, nahm man zu Bachs Lebzeiten dessen kolossales Talent kaum zur Kenntnis. Fraglich ist außerdem, ob es Bach selbst jemals zu Bewußtsein gekommen ist, daß er zu den größten Genies der Menschheit zählte. Oder wie Klaus Häfner sagt: »Daß je seine Werke zum musikalischen Evangelium der Nachwelt werden und von dieser Takt für Takt studiert werden würden, hat er gewiß niemals geahnt.« Dadurch »zieht sich«, wie Friedrich Blume bemerkt, »durch Bachs ganzes Leben und Schaffen als schöner Charakterzug die Anerkennung anderer Musiker und die Hochachtung vor ihnen«. Wie vorteilhaft hebt sich diese Eigenschaft ab gegenüber Mozarts tiefer Verachtung für die Mehrzahl seiner Kollegen!

Dennoch wäre es günstiger für uns gewesen, wenn sowohl Bach selbst als auch seine Zeitgenossen geahnt hätten, daß sein Werk »zum musikalischen Evangelium der Nachwelt« werden sollte. Dann hätte man sicherlich, wie bei Mozart, von Kindheit an möglichst viele Informationen über ihn gesammelt. Man wäre sorgsamer mit seinen Kompositionen umgegangen, so
daß aller Wahrscheinlichkeit nach weniger Werke verlorengegangen wären. Denn während wir über Mozart sozusagen von der Wiege an überraschend gut informiert sind und von seinem Werk nur ein geringer Teil verschollen ist, sind unsere Kenntnisse über Bach überaus spärlich. Emil Platen sagt in seinem Buch über die Matthäus-Passion: »Unser gesichertes Wissen über Bachs Lebensweg und seine Persönlichkeit, über die Zahl seiner Werke und deren Entstehung, über seine ästhetischen Ansichten und kompositorischen Absichten ist äußerst gering.« Wenn wir dem Nekrolog glauben dürfen, den Carl Philipp Emanuel Bach 1754 zusammen mit Johann Friedrich Agricola und Lorenz Christoph Mizler verfaßt hat, so sind mindestens zwei vollständige Jahrgänge der Kirchenkantaten und drei Passionen verlorengegangen. Man stelle sich vergleichsweise vor, eine der drei Da Ponte-Opern von Mozart wäre abhanden gekommen! Ein geradezu erschütternder Gedanke. Und doch müssen wir uns im Fall Bachs damit abfinden, daß drei von fünf Passionen und möglicherweise mehr als hundert der insgesamt dreihundert Kirchenkantaten unwiederbringlich verloren sind. Ferner sind überraschend viele weltliche Kantaten spurlos verschollen, und alle Bach-Kenner gehen davon aus, daß von der Instrumentalmusik, die Bach während seines Aufenthalts in Köthen komponiert hat, nur ein Bruchteil erhalten geblieben ist.

Dies bedeutet, daß wir niemals wissen werden, wie groß Bach in Wirklichkeit war. Es ist keinesfalls undenkbar, daß es unter jenen Instrumentalstücken, Passionen und Kantaten Werke gab, die dem Konzert für zwei Violinen, der Matthäus-Passion, der h-moll-Messe und der Kantate »Du Hirte Israel, höre« (BWV 104) gleichkamen oder sie vielleicht sogar übertrafen. Angenommen
, Le Nozze di Figaro wäre verlorengegangen, vielleicht wäre Mozart heute in unseren Augen um einen Bruchteil weniger genial. Wir können deshalb nicht ausschließen, daß aus Bachs Œuvre Werke verschollen sind, die für unser Bach-Bild ebenso unverzichtbar wären wie Le Nom di Figaro für unser Mozart-Bild.

All dies bedeutet, daß niemand sich je rühmen kann, ein wirklicher Bach-Kenner zu sein. Wir wissen zuwenig. Wir kennen nicht seine gesamte Musik. Auch über sein Leben sind wir, so viele umfangreiche Biographien auch erschienen sind, sehr schlecht unterrichtet. Über Bachs Kindheit sind wir, wie Friedrich Blume bemerkt, »auf Vermutungen angewiesen«. Bis zu den Jahren in Arnstadt tappen wir im dunkeln.

Wir wissen, daß Johann Sebastian Bach am 21. März 1685 in Eisenach geboren wurde, daß er mit neun Jahren zuerst die Mutter, dann den Vater verlor und bei seinem älteren Bruder in Ohrdruf aufwuchs. Aus den Ohrdrufer Jahren ist uns, außer daß er im Gymnasium zu den besten Schülern gehörte, nur die anrührende Geschichte überliefert, daß er nachts heimlich Musikstücke abschrieb, die sein Bruder in einem verschlossenen Schrank aufbewahrte.

Von Ohrdruf aus ging er – zu Fuß? – nach Lüneburg. Auch über seinen dortigen Aufenthalt ist wenig bekannt. »Leider vermittelt auch aus Lüneburg keine Quelle etwas über Bachs musikalische Bildung.« (Blume) Daß er von dort aus mehrere Fußwanderungen unternommen hat, um berühmte Organisten spielen zu hören, gehört ins Reich der Spekulationen. Wir wissen auch nicht genau, wann Bach Lüneburg verlassen hat. Am 4. März 1703 wurde er am Hof des Herzogs Johann Ernst in Weimar aufgenommen, aber was genau er dort getan hat und welche Instrument
e er spielte, ist nicht bekannt. Er blieb einige Monate dort und erhielt anschließend eine Bestallung als Organist in Arnstadt.

Es scheint, als wüßten wir seit Arnstadt mehr über ihn, doch was uns aus dieser Zeit bekannt ist, stammt fast ausschließlich aus erhalten gebliebenen Protokollen über kleine und große »Streitigkeiten« mit Kirchenräten und anderen Würdenträgern, wie sie sich auch in späteren Jahren zutrugen. Dadurch entstand ein völlig verzeichnetes Bild von Bachs Leben, so als sei er auch in seiner Zeit in Leipzig ständig in Konflikte verwickelt gewesen, ja, als hätte er diese Konflikte geradezu gesucht. Tatsächlich läßt sich jedoch die Anzahl der Streitfälle, in die er während der 65 Jahre seines Lebens geriet, an den Fingern beider Hände abzählen. Aber da wir lediglich über diese Fälle ausführlich Bescheid wissen, sieht es so aus, als sei Bach ein lästiger Mensch gewesen. In Arnstadt wurde er gerügt, weil er während des Gottesdienstes einen Weinkeller besucht hatte, weil er den Gymnasiasten Johann Heinrich Geyersbach einen »Zippelfagottisten« genannt, weil er eine »frembde Jungfer« zur Orgel hatte singen lassen und weil er seinen Urlaub überschritten hatte insgesamt vier Vorfälle. Das ist alles, was aus den Arnstadter Jahren bekannt ist. Außerdem noch der Vorwurf, er habe »viele wunderliche variationes gemachet« und »viele frembde Thone mit eingemischet, daß die Gemeinde drüber confundiret worden«. Wären aus diesen Jahren vier andere Begebenheiten überliefert, unser Bild des jugendlichen Bach hätte völlig anders ausgesehen.

Von seinem kurzen Aufenthalt in Mühlhausen ist uns ebenfalls fast nichts bekannt. Wir erfahren, daß er, als er dort angeste
llt war, in Dornheim nahe Arnstadt Maria Barbara heiratete, doch wie sie aussah, was für eine Frau sie war – wir wissen nichts von ihr. Man vergleiche das mit unseren Kenntnissen über Constanze Weber! Der große Bach-Biograph Philipp Spitta vermutet, daß Bach in Mühlhausen in einen Kirchenstreit zwischen Lutheranern und Pietisten geriet, doch gibt es dafür keinerlei Beweise.

Nach der kurzen Amtszeit in Mühlhausen hat er fast neun Jahre in Weimar verbracht, nach Leipzig seine längste Anstellung. Und was wissen wir über diese Weimarer Jahre? So gut wie nichts! In Weimar wurden seine ältesten Kinder geboren. In Weimar war er offensichtlich sehr glücklich (warum sollte er sonst so lange dort geblieben sein?), und doch war er 1717 plötzlich so versessen darauf, bei Fürst Leopold von Anhalt-Köthen in Dienst zu treten, daß er in jenem Winter eine dreiwöchige Gefängnisstrafe in Kauf nahm, um Weimar verlassen zu können. Wie er die Haftstrafe überstanden hat, wissen wir nicht. Daß er im Gefängnis am Orgel-Büchlein oder am ersten Teil des Wohltemperierten Klaviers gearbeitet haben soll, gehört zu den Legenden. Georg von Dadelsen hat inzwischen überzeugend nachgewiesen, daß das Orgel-Büchlein schon früher, zwischen 1713 und 1716, in Weimar komponiert wurde. Wir wissen auch nicht, warum er Weimar verlassen wollte. Ein möglicher oder zumindest doch nicht unwahrscheinlicher Grund dafür könnte sein, daß man ihm bei einer Bestallung den wenig begabten Sohn seines Vorgesetzten vorzog, doch auch dafür gibt es keine Beweise.

Die Jahre in Anhalt-Köthen gehörten zu den glücklichsten in Bachs Leben – wie er selbst 1730 in einem Brief an einen Jugendfreund aus Leipzig schrieb –, doch war er nur verhältnismäßig kurz, von En
de 1717 bis Anfang 1723, dort angestellt. Außerdem strebte er bereits 1720 nach dem Posten des Organisten an der Jacobikirche in Hamburg. Also wollte er damals schon fort. In dem obenerwähnten Brief nennt er als Grund für seinen Wunsch fortzugehen, daß Fürst Leopold eine amusa geheiratet habe, doch diese amusa starb am 24. April 1723 und war schon tot, als Bach die Stelle in Leipzig antrat. Dieser Grund für Bachs Wegzug von Köthen war längst hinfällig, als Bach sich dazu entschied. Dennoch hat er seinen Entschluß nicht rückgängig gemacht.

In Köthen ist Maria Barbara gestorben. Wie sein Sohn Carl Philipp Emanuel berichtet, erfuhr Bach erst, daß seine Frau gestorben und schon begraben war, als er von einer Reise zurückkehrte, die er in Begleitung seines Fürsten unternommen hatte. »Die erste Nachricht, daß sie krank gewesen und gestorben wäre, erhielt er beym Eintritte in sein...


»Ein einzigartiges, faszinierendes Buch, das nacheinander Irritation, Bewunderung, Stirnrunzeln, Faszination und so etwas wie Rührung hervorruft.«, DieWelt

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