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Schweinskopf al dente

Der dritte Fall für den Eberhofer Ein Provinzkrimi.
von Rita Falk
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eBook ePub

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Produktdetails

Titel: Schweinskopf al dente
Autor/en: Rita Falk

EAN: 9783423417112
Format:  EPUB
Der dritte Fall für den Eberhofer Ein Provinzkrimi.
dtv Verlagsgesellschaft

21. Januar 2013 - epub eBook - 240 Seiten

Es ist angerichtet - Der dritte Fall für den Eberhofer Franz!

Ein blutiger Schweinskopf im Bett von Richter Moratschek führt Franz Eberhofer auf die Spur eines gefährlichen Psychopathen. Hannibal Lecter ist ein Dreck gegen Dr. Küstner, der in Niederkaltenkirchen sein Unwesen treibt.

»Ekelhafte Sache, das mit dem Schweinskopf im Bett vom Richter Moratschek. „Es ist der Pate", sagt der Moratschek und erschreckt mich zu Tode. „Welcher Pate?", frag ich den Moratschek. „Na, der vom Fernsehen halt. Der mit dem Corleone, dem Marlon Brando, wissen`S schon." „Das war aber ein Pferdekopf." „Pferdekopf … Schweinskopf … was spielt denn das für eine Rolle. Jedenfalls ist es grauenvoll." „Besonders für die Sau."« Auszug aus ›Schweinskopf al dente‹

Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt in Bayern, ist Mutter von drei erwachsenen Kindern und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet. Mit ihren Provinzkrimis um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer und ihren Romanen ,Hannes' und ,Funkenflieger' hat sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser geschrieben - weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Höchst erfolgreiche Kino-Verfilmung der Eberhofer-Serie mit Sebastian Bezzl und Simon Schwarz in den Hauptrollen.

Kapitel 2


Die Özdemirs wohnen in einem alten Bungalow, einem Relikt aus den frühen Siebzigern, und sie wohnen zur Miete dort. Den Eigentümer kenn ich, der baut alle zehn Jahre neu, weil ihm das alte Haus immer zu schäbig wird und er es dann eben vermietet. Und weil er das Haus jeweils im Urzustand vermietet, kriegt er halt auch keine gescheiten Mieter, gell. Höchstens Sozialhilfefälle. Oder eben Türken. Wobei man ja schon sagen muss, den Türken fällt so was ja gar nicht auf, glaub ich. Ich war nämlich schon einmal in der Türkei und weiß genau, wie die dort hausen. Da ist ja dieser grindige Bungalow praktisch das reinste Neuschwanstein dagegen. Das muss man jetzt schon einmal sagen.

Ich steh also vor der Haustür und läute. Es hat noch mal zu schneien angefangen, was Anfang März natürlich nervt, aber gut.

Die Tür geht auf, und wenn mich nicht alles täuscht, ist es der übergewichtige Fußballgott, der mir jetzt gegenübersteht. Ich komm gar nicht erst zu Wort, nein, er bittet mich nämlich gleich weiter und zwar auf Deutsch.

Guten Morgen, Herr Kommissar. Ich bin der Murat. Kommen Sie rein, kommen Sie doch, sagt er und geht vor mir her durch die Diele. Ich weiß gar nicht recht, wie mir geschieht, und folge ihm trotzdem auf Schritt und Tritt.

Wir betreten das Wohnzimmer, und ich muss ehrlich sagen, dass mir jetzt beinah die Luft wegbleibt. Perserteppiche, wohin man schaut, in mehreren Schichten auf dem Boden, dass man direkt mit dem Fuß einsinkt. Auch an den Wänden, Teppiche in wunderbaren Farben und Mustern, dazwischen Plastikblumen, soweit das Auge reicht.

Auf einer Eckcouch, die außerordentlich niedrig ist, sitzt ein Mann im Kleid und raucht eine Wasserpfeife. Wie er mich sieht, steht er auf, unglaublich langsam zwar, fast zeremoniell, aber immerhin erhebt er sich. Das zeugt von Respekt. Dann klatscht er in die Hände, und wie aus dem Boden gewachsen steht plötzlich eine kleine Frau vor ihm, und sie trägt ein Kopftu
ch. Er flüstert ihr was zu, und sie entschwindet auf die gleiche Weise, wie sie grad erschienen ist. Bisher bin ich noch immer nicht zu Wort gekommen.

Herzlich willkommen in unserem bescheidenen Heim, Herr Kommissar. Bitte nehmen Sie doch Platz, sagt er, deutet auf das Sofa und nimmt seine vorherige Position wieder ein.

Jetzt bin ich einigermaßen überrascht, muss ich sagen. Nicht nur dieses ganze Willkommens-Trara, sondern auch, dass sie meinen Dienstgrad erkennen. Damit hätt ich nicht gerechnet. Dann setz ich mich auf die tiefen Polster und versinke darin. Im Grunde kann ich kaum über meine Knie drüberschauen.

Die Frau von eben wächst wieder aus dem Boden, und diesmal hat sie einen Tee dabei. Es ist wohl Pfefferminze, jedenfalls riecht es danach. Sie stellt das Tablett auf einem winzigen Tisch genau vor uns ab und löst sich wieder in Luft auf.

Der Hausherr beginnt einzugießen. Und das ist jetzt ein Theater, das kann man gar nicht glauben. Er hält die Teekanne in schwindelerregende Höhen und gießt ein Glas halbvoll. Dann schwenkt er die Kanne, schüttet das halbe Glas wieder zurück, übrigens aus der gleichen Höhe, und schwenkt erneut. So geht das ein paarmal. Mir wird schon ganz schwindelig von der ganzen Höhe und dem Geschwenke, aber schließlich überreicht er mir ein randvolles Glas. Wir prosten uns zu, was bei Pfefferminztee vielleicht ein bisschen dämlich ist, aber gut.

Schmecken tut er aber ganz großartig, der Tee. Wobei jetzt Tee vielleicht nicht unbedingt mein Lieblingsgetränk ist. Nein, gar nicht. Den trink ich höchstens einmal, wenn ich krank bin. Sehr krank natürlich. Aber der hier ist gut. Da gibts nix zu deuteln.

Es hilft aber alles nix, weil: Dienst ist Dienst, drum fang ich jetzt an.

Herr Özdemir, es liegt eine Anzeige gegen Sie vor. Von Ihrer Tochter Medine. Die behauptet, Sie wollten sie zwangsverheiraten in der Türkei. Damit liegt der Tatbestand der Nötigung vor. Das macht in unserem wunderbaren Staat e
ine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu langen zehn Jahren. Ist Ihnen das klar?

Er fängt wieder an zu schwenken und gießt nach.

Herr Kommissar, wenn Sie erlauben, davon verstehen Sie nichts, sagt er ruhig und freundlich.

Das ist mir jetzt aber persönlich vollkommen wurst, ob ich davon was versteh oder nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass Sie sich damit strafbar machen, sag ich jetzt ebenso ruhig, wenn auch nicht ganz so freundlich, und trinke meinen Tee.

Draußen in der Diele läutet das Telefon, wird aber sofort abgenommen. Der Hausherr gießt Tee nach. Und mir schlafen bei dem niedrigen Gehocke langsam, aber sicher die Haxen ein.

Sehen Sie, Herr Kommissar, meine Tochter Medine ist mein kleiner Engel. Sie war schon immer mein kleiner Engel. Gehorsam, brav, klug ... Er schaut ganz versonnen in sein Teeglas, sagt eine Weile nichts, und weil mir zwischenzeitlich auch nichts einfällt, fährt er schließlich fort.

Ja, klug war sie wirklich. Das war wahrscheinlich auch das Unglück daran. Wissen Sie, Herr Kommissar, wir leben seit über zwanzig Jahren hier in Ihrem großartigen Land. Meine Kinder sind hier zur Welt gekommen und auch zur Schule gegangen. Medine war eine kluge Schülerin. Sie hat das Abitur gemacht. Und hat sich dafür noch nicht einmal besonders anstrengen müssen.

Er legt wieder eine Gedenkminute ein, und ich trink derweil meinen Tee.

Ja, sag ich dann, weil wir so gar nicht weiterkommen. Das nutzt Ihnen aber jetzt auch nichts. Selbst wenn das Mädchen noch so gescheit ist, kann man sie nicht so einfach mit jemandem verkuppeln, verstehen Sie? Zumindest nicht bei uns da.

Der Özdemir steht auf und geht zum Wohnzimmerschrank. Holt ein Album heraus und setzt sich wieder hin. Darin blättert er kurz und nimmt dann ein Foto heraus.

Medine, sagt er und reicht es mir rüber.

Jesus Christus!

Ich muss mich kolossal zusammenreißen, hier nicht das Schreien zu kriegen. Auf Anhieb wird mir klar, waru
m dem Özdemir diese Heirat so wichtig ist.

Mein kleiner Engel.

Der arme Mann.

Hat eine Tochter, die ausschaut wie der Glöckner von Notre Dame. Oder zumindest wie eine Schwester davon. So was hat auf dem freien Markt natürlich keine Chance. Nicht die geringste.

Sie studiert Politik, sagt der gepeinigte Vater jetzt. Sie studiert also. Na, wenigstens etwas. Da ist ja noch nicht Hopfen und Malz verloren. Weil, sagen wir einmal so, hässlich sein allein reicht eben nicht aus, gell. Da muss man sich schon noch was anderes einfallen lassen. Schließlich muss man ja irgendwann einmal von irgendwas leben. Und wenn man keinen Mann abkriegt, muss man halt seine Kohlen selber verdienen. Außerdem lenkt so ein Studium ja auch ungemein ab. Sogar vom eigenen Spiegelbild.

Der Fußballgott kommt ins Zimmer und macht ein betretenes Gesicht. Sein Vater deutet ihm an, sich hinzusetzen, und er gehorcht.

Was ist los?, fragt er den Sohnemann.

Der senkt seinen Blick genau auf das herrliche Teppichmuster.

Hassan hat angerufen, sagt er.

Der Özdemir nickt.

Der Jüngere hebt kurz den Kopf, lässt ihn aber gleich wieder plumpsen.

Hassan möchte keine Heirat mehr, sagt der Murat dann weiter. Er hat sich mit Medine getroffen und ausgesprochen.

Pause. Beide schweigen.

Ich schau hin und her zwischen den betretenen Gesichtern, und mir schwant etwas.

Wie lange haben sich denn der Hassan und die Medine nicht mehr gesehen?, muss ich jetzt wissen.

Sie haben sich überhaupt noch nie gesehen, sagt der Murat.

Ja, das war ja eigentlich klar.

Wunderbar, sag ich und quäl mich aus den tiefen Polstern. Meine Beine kribbeln, ich kann sie kaum mehr spüren. Dann hat sich das ja wohl erledigt, mit der Anzeige, gell. Weil: wenn beide nicht mögen, dann wirds ziemlich schwierig, Herr Özdemir.

Aber ich glaub, er hört mich schon gar nicht mehr. Er hält die Hand vor die Augen und hat den Kopf gesenkt. Sch
aut vermutlich das herrliche Teppichmuster an. Da weiß ich jetzt gar nicht, warum der so schaut: Immerhin studiert die Schwester vom Glöckner doch Politik. Da wird sie schon für sich selber sorgen.

Der Murat bringt mich zur Tür und will mich dort dann umarmen. Das weiß ich aber zu verhindern. Ich schüttel ihm die Hand und sag, er soll sich um seinen Vater kümmern. Das will er tun.

Schon wie ich in den Streifenwagen steig, merk ich es deutlich. Die Blase drückt. Der Tee muss raus. Und zwar schleunigst. Also Blaulicht an und Sirene. Und mit Karacho zurück ins Büro. Jetzt haben wir ja bei uns im Rathaus natürlich nur ein Männerklo. Was auch für den Bürgermeister und mich normalerweise völlig ausreichend ist. Anders ist es heute. Heute nämlich pressierts mir dermaßen, und akkurat jetzt hockt der Bürgermeister auf dem Thron.

Na bravo.

Eberhofer?, schreit er mir durch die Klotür her.

Ja, ich bins, ring ich mir mit zusammengepressten Beinen heraus. Ich steh so vorm Waschbecken und betrachte im Spiegel mein verzerrtes Gesicht. Hoffentlich muss er nur bieseln. Die Geräusche allerdings lassen einen deutlich größeren Umfang erahnen.

Und, wie ist es gelaufen bei Ihren Türken?, dröhnt es zu mir raus.

Wunderbar. Alle sind wieder friedlich, und die Anzeige ist Geschichte, quetsch ich jetzt über die Lippen.

Ja, das hab ich mir schon gedacht, dass Sie das hinkriegen. Allein schon, weil Sie so gut ausgeschaut haben heut.

Brauchen S...


»Ein garantiert kurzweiliges Lesevergnügen!«
Münchner Merkur 26.11.2011

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