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Die Tränen der Vila

Historischer Roman.
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Produktdetails

Titel: Die Tränen der Vila
Autor/en: Wolfgang Jaedtke

EAN: 9783955200947
Format:  EPUB ohne DRM
Historischer Roman.
dotbooks

18. Januar 2013 - epub eBook - 486 Seiten

"Mein Sohn, nun ist die Zeit gekommen, da ich mich deinem Urteil aussetzen muss. Du magst mich einen Feigling schelten, weil ich das Nahen meines Todes abgewartet habe. Doch urteile nicht zu hart über mich: Auch die Größten und Tapfersten bekannten manches erst auf dem Sterbebett."

Das Herzogtum Sachsen im 12. Jahrhundert: In den Wirren eines Fehdekrieges verwaist, ist der junge Bauernsohn Odo auf sich allein gestellt und muss um sein Überleben kämpfen. Als er von einem fahrenden Ritter als Waffenknecht angenommen wird, scheint sich sein Schicksal zu wenden. Dann aber muss er sich an der Seite seines Herren dem Kreuzzug anschließen, der den heidnischen Wenden in Mecklenburg den wahren Glauben bringen soll - mit dem Schwert. Odo wird nicht nur Zeuge blutigen Schreckens und blinder Raserei, sondern auch des Widerstandes. Denn in den Wäldern lauert etwas auf die Eroberer: intelligent, schnell und tödlich. Odo ahnt nicht, dass sich hinter der unheimlichen Macht, die seine Gefährten Mann für Mann dezimiert, ein zu allem entschlossenes wendisches Mädchen verbirgt - und dass die Begegnung mit ihr sein Leben auf ungeahnte Weise verändern wird ...

Eine kaum bekannte Episode der Geschichte. Zwei besondere Menschen, die einer Zeit des Schreckens trotzen müssen. Ein kraftvoller und fesselnder historischer Roman.

Jetzt als eBook: "Die Tränen der Vila" von Wolfgang Jaedtke. dotbooks - der eBook-Verlag.
Wolfgang Jaedtke, geboren 1967 in Lüneburg, studierte Historische Musikwissenschaft und promovierte mit einer Arbeit über Beethoven. Danach arbeitete er für ein Theater, bevor er sich als Schriftsteller selbstständig machte und seitdem unter seinem eigenen Namen und einem Pseudonym historische Romane und Thriller veröffentlicht.

Bei dotbooks erschien Wolfgang Jaedtkes historischer Roman "Die Tränen der Vila".

Wie ich aus meiner Heimat vertrieben wurde


Ich beginne mit meiner Erzählung im Jahr des Herrn 1138.

Es war der Morgen eines schönen Tages im September. Die Sonne schien, und ich, ein junger Bursche von elf Jahren, war früh aufgestanden, um mich um Haus und Hof zu kümmern. Unser Dorf, das zu den Besitzungen des Grafen von Blankenburg gehörte, war klein und hatte, soweit ich mich erinnern kann, nicht einmal einen Namen. Es umfasste neun Hufen, wie hierzulande die Hofstellen der Hörigen genannt werden. Die Hütten aus geflochtenem Astwerk, mit Lehm verkleidet und mit Binsen gedeckt, duckten sich in den Schatten eines Höhenzuges, der zu den nördlichsten Ausläufern des Harzgebirges gehörte. Auch meine Familie besaß eine solche Hütte, und obwohl sie nur einen einzigen fensterlosen Raum umschloss, kam sie mir doch allzu groß vor, seit meine Mutter und mein Bruder gestorben waren.

Nachdem ich aufgestanden war, versorgte ich als Erstes meinen Vater, der fiebernd auf seinem Strohlager ruhte. Seit dem vergangenen Winter war seine Gesundheit ernstlich angegriffen: Anhaltende Schwäche und Gelenkschmerzen plagten ihn, und mittlerweile hatte sich ein trockener Husten zu den übrigen Plagen gesellt. Ich gab ihm Wasser und versprach, auch Ziegenmilch zu bringen, sobald ich die Schweine in den Wald geführt und Zeit zum Melken haben würde.

„Habt keine Sorge, Herr Vater“, sagte ich, legte die Hand auf seine Stirn und bemühte mich, kein Erschrecken angesichts der Hitze seiner Haut zu zeigen. „Ich schaffe die Arbeit schon allein.“

In der Tat bewirtschaftete ich den Hof seit Monaten, wenn auch mehr schlecht als recht, mit der Kraft meiner eigenen jungen Hände. Im Mai hatte ich in mühevoller Arbeit mit unserer einzigen Kuh den Acker gepflügt, im Juli das Heu eingebracht, im August das Getreide geerntet. Wir h
atten nur wenig zu essen, und oft blieb mir nichts anderes übrig, als zum Mittagsmahl eine Schüssel Getreidebrei mit Milch anzurühren. Es war mir klar, dass wir in diesem Jahr kaum in der Lage sein würden, unserem Grundherrn die Steuer zu entrichten, denn es gab so gut wie nichts, was wir zurücklegen konnten.

Mein Vater seufzte, als habe er denselben Gedanken, zeigte jedoch ein schwaches Lächeln.

„Mein großer Junge“, flüsterte er und unterbrach sich, als ein Hustenanfall seine nackte Brust schüttelte. Ich wartete geduldig und zugleich gerührt, denn nur selten hatte er in letzter Zeit das Wort an mich gerichtet. „Ich bin so froh, dass der Herrgott dich mir erhalten hat. Du bist ein guter Junge, Odo. Ich bete jeden Tag für dich.“

Sosehr mich dieses Lob erfreute, fühlte ich doch Angst in mir aufsteigen, denn es klang wie ein Abschiedswort. Ergriffen nahm ich seine Hand, die rauh und trocken war, voller Falten und Schwielen von vierzig Jahren Feldarbeit.

„Auch ich bete für Euch, Herr Vater“, sagte ich und konnte nicht verhindern, dass meine Stimme wankte. „Und wenn Gott meine Gebete hört, wird er auch Euch erhalten.“

Mein Vater seufzte, lehnte sich zurück und ließ seine Hand aus der meinen sinken. Bis heute frage ich mich, ob er an jenem Morgen ahnte, dass etwas Schreckliches geschehen würde.

„Denk daran, die Schweine in den Wald zu treiben“, flüsterte er mit veränderter Stimme.

Ich nickte, griff nach der Weidengerte und ging zur Tür unseres Hauses.

Draußen schien bereits die frühe Herbstsonne, so dass ich die Augen beschatten musste, als ich ins Freie trat. Rasch umrundete ich das Haus und ging auf den kleinen Stall zu, ein windschiefes Gerüst aus verwittertem Holz mit einem Gatter aus geflochtenem Astwerk. Die Schweine scharrten und grunz
ten bereits, denn sie wussten, welches Tagwerk ihnen anstand: In dem kleinen Wäldchen auf der Ostseite des Dorfes waren jüngst die Eicheln und Bucheckern gefallen, und die Schweine würden bis zum Abend zwischen den Bäumen umherstreifen und sich an den Leckerbissen mästen. Hinter ihnen stand Christa, unsere einzige Kuh, und warf bei meinem Anblick freudig den schweren Kopf in die Höhe. Auch sie erwartete ein angenehmer Tag, der in nichts anderem bestehen würde als dem ruhigen Abweiden des Klees auf unserem Brachfeld. Allein ich würde von früh bis spät zu arbeiten haben, und wie so oft ertappte ich mich dabei, meine vierbeinigen Hausgenossen zu beneiden: Das Heu musste gewendet werden und das Wintergetreide gesät, die Ziege musste gemolken werden und das Federvieh gefüttert, und wenn nach all dem noch Zeit blieb, war es gewiss klug, ein wenig Holz zu schlagen, um mit der Anlage eines Vorrats für den Winter zu beginnen.

Seufzend ergriff ich das Gatter, als mich vom benachbarten Haus eine helle Stimme anrief.

„Gott zum Gruß, Odo!“

Ich wandte mich um und erblickte Gunde, die Frau unseres Nachbarn Hartmut, die hinter dem Gartenzaun stand und die herabgefallenen Früchte ihres Apfelbaums auflas.

„Gott zum Gruß, Frau Nachbarin“, erwiderte ich höflich und konnte nicht umhin, innezuhalten und zu beobachten, wie sie sich nach den Äpfeln bückte. Ich war noch nicht in das Alter eingetreten, in welchem junge Burschen sich für Frauenspersonen begeistern, doch streifte mich beim Anblick Gundes zuweilen eine frühe Ahnung solcher Empfindungen. Hartmut, unser Nachbar, war ein reifer Mann von fünfunddreißig Jahren, seine Frau jedoch war mindestens zehn Jahre jünger und, obwohl sie bereits fünf Kinder geboren hatte, unverbraucht und von reizender Gestalt. Sie hatte nicht einmal einen Buckel, wie ihn fast jede B
äuerin mit der Zeit bekam, sondern hielt sich aufrecht und gerade wie eine Edelfrau. Oft fragte ich mich, ob auch meine Mutter eine so schöne Frau wie Gunde gewesen war, doch ich konnte mich nicht erinnern. Sie war bereits vor vielen Jahren bei der Geburt meines Bruders gestorben, der sie nur um wenige Tage überlebt hatte.

Betreten schlug ich die Augen nieder, als Gunde meinen Blick bemerkte.

„Ich bringe deinem Vater morgen einen Korb Äpfel hinüber“, rief Gunde. „Der Baum trägt dieses Jahr reichlich.“

„Gott soll’s vergelten, Frau Nachbarin!“, antwortete ich.

Gunde nickte mir zu, wandte sich ab und ging zum Haus zurück, in dessen Tür sich zwei ihrer Kinder drängten und lauthals nach den Äpfeln verlangten. Erneut blickte ich aufmerksam hinüber, und der Anblick erweckte eine seltsame Wehmut in mir. Wie gern hätte auch ich eine Schar von Geschwistern und eine liebende Mutter gehabt, einen Apfelbaum im Hof und ein Haus voller junger und gesunder Menschen – mir hatte Gott nur den Vater, die Tiere und die ständige Sorge um unsere kargen Vorräte gelassen.

In diesem Moment mahnte mich das ungeduldige Scharren der Schweine an meine Pflichten. Seufzend öffnete ich das Gatter, woraufhin die Tiere eilig hinausstrebten und meine nackten Beine streiften.

„Langsam!“, rief ich ärgerlich und schwang die Gerte. „Ihr werdet noch jemanden umrennen!“

Und dies geschah auch beinahe, denn als die Schweine den Weg zur Dorflinde hinabschossen und in Richtung des Waldes bogen, kreuzten sie den Weg dreier Männer, die auf unser Haus zustrebten.

Erschrocken erkannte ich den Gutsverwalter, einen korpulenten Mann in guter Kleidung aus grünem Tuch, begleitet von zweien seiner Hausknechte, die einen Karren zogen. Er kam früher als befürchtet – noch vor dem Matthäust
ag, und dies verhieß nichts Gutes. Nicht, dass sein Erscheinen im Dorf jemals irgendwelchen Anlass zur Freude gegeben hätte, denn Diederich, der sich von seinen Hörigen „Thiedericus“ nennen ließ, war ein hartherziger und allgemein gefürchteter Mann. Er residierte auf dem Herrenhof, einem stattlichen Haus auf einem nahe gelegenen Hügel, und sein Amt bestand darin, die abgelegene Besitzung zu verwalten und für seinen Herrn die Abgaben aus den umliegenden Dörfern einzuziehen.

Entsprechend beklommen fühlte ich mich daher, als ich sah, wie er geradewegs auf unser Haus zuhielt. Zu allem Unglück kreuzten eben die Schweine seinen Weg und nötigten ihn, unter Vernachlässigung seiner herrschaftlichen Haltung mit einem unwilligen Keuchen zur Seite zu springen. Böse starrte er zu mir herüber, als hätte ich die Tiere absichtlich auf ihn und seine Begleiter losgelassen.

„Heda, Junge!“, rief er. „Wo ist dein Vater?“

Ich stand wie erstarrt, das Gatter des Schweinestalls in der Hand. Thiedericus trat näher – so nahe, wie der pflichtgemäße Abstand zwischen Grundherr und Hörigen es zuließ – und blickte auf mich herab.

„Im Haus“, beantwortete ich recht verspätet die Frage.

Thiedericus verzog den Mund. „Es ist helllichter Tag“, sagte er ungnädig. „Was tut dein Vater um diese Zeit im Haus? Warum ist er nicht bei der Arbeit auf dem Feld?“

„Er ist noch immer krank“, brachte ich schüchtern vor.

Thiedericus trat auf das Haus zu, blieb jedoch vor dem hüfthohen Weidenzaun stehen – dem Friedensbezirk, den selbst ein Edler ohne Einladung nicht betreten durfte. Er öffnete eben den Mund, um nach meinem Vater zu rufen, als dieser ihm zuvorkam und die Tür von innen aufschob. Offenbar hatte er gehört, wer ihn zu so f
rüher Stunde aufzusuchen gedachte, und sich mühsam von seinem Lager erhoben. Leicht gebeugt stand er in der Tür, eine Hand gegen den Rahmen gestützt, und der Anblick seines erbärmlichen Zustands ließ mir das Herz schwer werden.

„Gott zum Gruß, Herr“, sagte mein Vater, und den heiseren Worten folgte ein Anfall trockenen Hustens, der seine dürre Brust...


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