eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096
€ 0,00
Zur Kasse

Vampyrus

Sofort lieferbar (Download)
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind, z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks

eBook € 2,99* inkl. MwSt.
Verschenken
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!

Produktdetails

Titel: Vampyrus
Autor/en: Die Schreiberlinge

EAN: 9783981305982
Format:  EPUB ohne DRM
art&words Verlag für Kunst und Literatur

6. Januar 2014 - epub eBook - 179 Seiten

Ein mysteriöses Pergament. Ein Name, geschrieben mit Blut. Eine wilde Jagd durch die Jahrhunderte, von den Bergen der Karpaten, über Venedig, Wien und durch halb Europa bis ins beschauliche Nürnberg. Wer steckt hinter dem Geheimbund der Magier und welche Ziele verfolgt deren Meister Varn? Führen die Dokrainer, eine alte Werwolfkaste, etwas im Schilde? Was passierte wirklich während Bram Stokers Reise nach Transylvanien? Welche Rolle spielen Kennis, Valerius und Anastas? Und was ist eigentlich ein Vampirschwein? Spannend und mit einem Augenzwinkern treiben die Autoren der Nürnberger Gruppe Die Schreiberlinge das Vampir-Genre vor sich her und jagen den Leser von einem Höhepunkt zum Nächsten. Feinstes Lesevergnügen für alle Liebhaber des Vampir-Romans. Und als Zugabe: Ein Rezept für leckeres Blutsaugergebäck! Kurzgeschichten von Doreen Kühne, Gabriele Susanne Schlegel, Gerhard Schmeußer und Gabriele Stegmeier. Herausgegeben von Peter Hellinger.
Bram Stokers Tagebuch (1)
Vampirlegenden
Diebstahl
Mondscheintyp
Vampyrus
Das perfekte Dinner
Entführt
Das Grimoire
Kardulgor
Kleider machen Leute
Das Vampirschwein
Bram Stokers Tagebuch (2)
Budapest
Schützt die Vampire!
Zwischenspiel im Frankenland
Bram Stokers Tagebuch (3)
Emilia
Der Gerberlehrling
Bram Stokers Tagebuch (4)
Der Buchhändler
Henks Auftrag
Die Kraft des Vampyrus
Bram Stokers Tagebuch (5)
Rezept: Vampirschweine
Über die Autoren

Gerhard Schmeußer

Kardulgor

Die Winternacht, in der ich zum ersten Mal vor Kardulgors Haus stand, war rau und kalt. Ein stürmischer Wind fegte in Böen vom Meer heran und dunkle Schneewolken verhüllten die Sterne, sodass die See schwarz wirkte und ihr Donnern mich mit Grauen erfüllte. Man konnte meinen, sie wolle das Haus von der Erde tilgen. Die Mauern ragten kalt und dunkel vor mir auf und kein einziges Licht war in den Fenstern zu sehen. Nur eine kleine Laterne über der Türe bewies, dass jemand zu Hause war und mich erwartete. Schutz suchend vor dem Wind trat ich in den Türbogen und betätigte den ovalen Türklopfer auf seiner verschnörkelten Platte. Sein Pochen klang gedämpft als würde er nur widerwillig seinen Dienst versehen. Es dauerte eine ganze Weile, bis mir Kardulgor öffnete. Der Zauberer war in einen altmodischen schwefelgelben Hausmantel gehüllt, der seine Gestalt verbarg. Er war etwas größer als ich. Die vielen Furchen in seinem hageren Gesicht und die langen, grauen Haare, die er hinten zu einem Zopf gebunden hatte, ließen ihn alt erscheinen, obwohl seine Haltung aufrecht und kraftvoll war. Es war unangenehm, wie seine Augen durchdringend auf meinem Gesicht ruhten. Neben ihm schwebte ein Kerzenleuchter frei in der Luft, dessen Flammen gefährlich im Wind flackerten. Der Meister hatte bewusst diesen Effekt gewählt, um seinen Gast zu beeindrucken.

Kardulgor hieß mich willkommen und bat mich, ihm zu folgen. Ich trat ein über die Schwelle in sein Reich der Schatten. Und zuckte sogleich zusammen, als hinter mir krachend die Tür von alleine zuschlug. Mein Gastgeber schritt mir voran, ohne sich umzudrehen. Die Eingangshalle musste riesig sein, denn das Licht des Kerzenleuchters verlor sich darin. Bei Tag war sie vermutlich ein desolater Anblick. Voll von Staub und Schmutz, doch des Nachts bei flac
kernder und unzureichender Beleuchtung führte sie ihr wahres Eigenleben. So wie das ganze Haus, das die Helligkeit scheute und sie aus seinen Mauern verbannte. Es war ein totes Haus, seit vielen Jahren von den Menschen verlassen und nur noch eine Höhle für einen finsteren Magier, der sich darin verkrochen hatte.

An der Wand gewahrte ich einen huschenden Schatten, der uns begleitete und vom Licht des Leuchters geworfen wurde. Er bewegte sich schnell, zu schnell um mehr als eine geisterhafte Gestalt zu sein. Mal war die Schattengestalt an der Wand, dann über der Decke, dann am Fußboden als flöße sie um uns herum. Auch wenn es ein nützlicher Geist war, so war es doch eine unheimliche Erscheinung. Meine Augen waren an Dunkelheit gewöhnt, doch hier herrschte eine Dunkelheit, die nicht nur vom fehlenden Licht herrührte, sondern auch eine Dunkelheit des Geistes, die meine Fähigkeiten trübte und mich verstörte. Wie im Traum bewegte ich mich durch finstere und zugige Gänge, vorbei an langen Reihen verschlossener Türen, bis zu einer am Ende, unter deren Spalt ein Lichtschein hervorkam. Wenige Schritte vor uns öffnete sie sich wie von Geisterhand und mein Gastgeber bat mich hinein.

Ein flackerndes Kaminfeuer verbreitete einen warmen Schein, der über Reihen von Büchern glitt, die sich bis zur hohen Decke erstreckten, wo er sich im Dunkeln verlor. Es war warm hier und der Geruch von altem Papier und Leder beherrschte die Luft. Alter und Verfall hatten schon vor vielen Jahren hier Einzug gehalten und viele der staubigen Buchrücken waren verschrumpelt und unlesbar geworden. Eindeutig handelte es sich um eine Bibliothek, was mich nicht überraschte, denn wegen eines Buches war ich schließlich hergekommen. Kardulgor machte nicht viele Worte, sondern winkte mich zu einem antiken Lesepult, auf dem der Kerzenleuchter sich abstellte. Auf der schrägen Fläche
des Pults lag ein großes, aufgeschlagenes Buch. Neugierig trat ich näher.

Der fleckige Ledereinband war dick und schwer. Schon auf den ersten Blick hatte ich erkannt, um welches Buch es sich handelte. Ohne Zweifel lag vor mir das legendäre Grimoire, das vor vielen Jahren aus der Feste des Grafen Dracul gestohlen worden war und das seitdem sowohl von Menschen als auch Vampiren gesucht wurde. Wie Kardulgor in seinen Besitz gelangt war, wollte er mir nicht verraten, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es dabei mit rechten Dingen zugegangen sein konnte. Ich zögerte, es zu berühren, doch der Magier forderte mich mit einer Geste dazu auf. Vorsichtig blätterte ich in den brüchigen Seiten, während es in dem Raum vollkommen still war und das Kaminfeuer seltsame Schatten an die Wände warf. Die verblichenen Seiten bestanden aus dickem Pergament, das schon brüchig war, sodass man beim Umblättern äußerste Vorsicht walten lassen musste. Kardulgor hatte sich in eine Zimmerecke zurückgezogen und beobachtete mich aufmerksam, wie ich seinen Schatz begutachtete. Es war Teil unserer Abmachung, dass ich die Quelle studieren durfte, um Hinweise nach der Herkunft meiner Art zu erhalten. Als Gegenleistung sollte ich einige Textstellen für Kardulgor interpretieren, die in einer uralten Sprache abgefasst waren, die für Menschen nicht zugänglich war.

Die Schrift des Grimoire war verschnörkelt und kaum leserlich. Da waren Deutsch, Latein, Griechisch sowie Sprachen, deren Herkunft man erst herausfinden musste. Und die Ränder waren mit unzähligen Kommentaren bekritzelt, aus denen hervorging, wie viele Besitzer das Werk schon gekannt hatte. Schon nach wenigen Minuten war mir klar, dass ich für das Erlangen der gesuchten Erkenntnisse länger brauchen würde als einen kurzen Besuch. Ich blickte auf und sah Kardulgor in die Augen. Ich glaubte, eine gewisse Befriedig
ung darin zu sehen.

Ich bedeutete meinem Gastgeber, dass ich müde sei und mich gerne zurückziehen wollte. Kardulgor sicherte mir zu, ich könne einige Tage sein Gast sein und das Buch in Ruhe studieren. Ironisch meinte er, dass in seinem Haus genügend Platz sei. Und natürlich stünde mir auch seine restliche Bibliothek zur Verfügung. Wenn ich nichts dagegen hätte, könnten wir die Zeit am besten nutzen, indem er tagsüber arbeite und mir die Nachtstunden vorbehalten blieben, was meinem Naturell ja ohnehin entspräche. Somit nahm ich seine Einladung an.

Der Hausherr machte eine Geste mit der Hand und die Tür der Bibliothek schwang auf. Sogleich setzte sich der Kerzenleuchter in Bewegung, um mir den Weg zu weisen. Ich konnte die nun wieder auftauchende Schattengestalt nicht von ihrem Vorgänger unterscheiden und fragte mich, ob der Meister nur diesen einen hilfreichen Geist oder deren mehrere in Diensten hielt. Gewiss war ich mir dagegen, dass der Schatten einst einer lebenden Person gehört haben musste, die fortan schattenlos durch die Welt ging. Ein seltsames, wenngleich auch erträgliches Schicksal. Ob der Schatten auch Gefühle hatte, vielleicht des Verlusts oder der Einsamkeit, darüber konnte ich nur Vermutungen anstellen.

Das Licht schwebte vor mir durch die Gänge voran. Unser Weg führte in einen anderen Flügel des Gebäudes, der noch verlassener und düsterer schien als der, in den Kardulgor mich zuerst geführt hatte. Ich vermutete, dass der Magier mich nicht in der Nähe seiner Schätze bleiben lassen wollte und deshalb meine Unterkunft so weit weg, wie möglich eingerichtet hatte. Schließlich blieb der Geist vor einer unscheinbaren Türe stehen, die sich in ein altmodisches Schlafzimmer öffnete. Ich hatte schon befürchtet, meine Unterkunft würde verwahrlost sein, doch der Raum, den ich erblickte, wa
r durchaus wohnlich. Ein großes Himmelbett mit gedrechselten Säulen erwartete mich und sogar für ein behagliches Kaminfeuer war Sorge getragen worden. Solange ich dem Hausherrn von Nutzen war, würde er wohl meinen Aufenthalt so annehmlich wie möglich machen. Aber mir war klar, dass ich im anderen Fall nichts Gutes von ihm erwarten konnte.

Ich trat an das Fenster, um in die Nacht hinauszusehen. Ich befand mich Obergeschoss des Hauses. Unter mir fiel fast senkrecht die Steilklippe ab. Das Meer war als solches kaum zu erkennen. Da war nur eine endlose schwarze Fläche, aber am Horizont war bereits ein kleiner Streifen Licht zu sehen, der den Morgen ankündigte. Das Donnern der Brandung war noch zu hören, hatte aber deutlich abgenommen. Der Wind verursachte ein leises Flüstern am Fensterrahmen. Das Zufallen der Türe ließ mich herumfahren. Ich war wohl nun alleine im Zimmer, denn der Schatten war nirgends mehr zu entdecken. Konnte ich mir dessen sicher sein? Natürlich nicht, er konnte überall auf mich lauern. Es befiehl mich der unangenehme Gedanke, dass ich den Weg zur Bibliothek nicht zurückfinden und in Kardulgors Haus herumirren könnte. Ich zog die Vorhänge zu, löschte die Kerzen und legte mich schlafen.

Mein Schlaf war wie immer totengleich, tief und traumlos. Als ich die Augen wieder aufschlug, hatte sich wieder Düsternis in meinem Zimmer ausgebreitet. Im Kamin war nur noch graue, kalte Asche. Es war still, nicht einmal die Brandung der See war zu hören, offenbar hatte der Sturm aufgehört. Ich spürte, dass ich Durst hatte und für einen Moment spielte ich mit dem verrückten Gedanken, ihn an Kardulgor zu befriedigen. Doch wäre es nicht klug gewesen, sich mit einem so mächtigen Zauberer anzulegen. Überdies war fraglich, inwieweit mein Gastgeber überhaupt noch ein Mensch war.

Nach einer Weile wurde mir langweilig di
e Zimmerdecke anzuschauen. Vorsichtig öffnete ich die Tür meines Zimmers und spähte hinaus. Meine Augen waren an die Dunkelheit gewohnt und so hatte ich kein Problem auch ohne Licht zurechtzukommen, wenngleich es mit dem Kerzenleuchter bequemer gewesen wäre. Ein unbeleuchteter grauer Korridor erstreckte sich nach links und rechts. Ich erinnerte mich, dass ich am letzten Morgen von links gekommen war. Also schlug ich diesen Weg ein.

Ich...


Dieses eBook wird im epub-Format ohne Kopierschutz geliefert. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Öffnen Sie das eBook nach der automatischen Synchronisation auf dem Reader oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen über "Jetzt lesen" im Browser, oder mit der kostenlosen Lesesoftware Adobe Digital Editions.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Die Schreiberlinge „Vampyrus“
Noch keine Bewertungen vorhanden
Zur Rangliste der Rezensenten
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Artikel mit dem Hinweis "Pünktlich zum Fest" werden an Lieferadressen innerhalb Deutschlands rechtzeitig zum 24.12.2018 geliefert.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: