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Relationale Ontologie

Ein Diskussionsbeitrag zu offenen Problemen der Philosophie…
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Produktdetails

Titel: Relationale Ontologie
Autor/en: Dominikus Kraschl

EAN: 9783429060558
Format:  EPUB
Ein Diskussionsbeitrag zu offenen Problemen der Philosophie.
Echter

23. Mai 2012 - epub eBook - 316 Seiten

Die Untersuchung diskutiert den ebenso originellen wie scharfsinnigen Entwurf der "relationalen Ontologie" Peter Knauers. Der erste Teil der Arbeit stellt den bislang noch verhältnismäßig wenig bekannten Ontologie-Entwurf vor und unterzieht ihn einer kritischen Prüfung. Der zweite Teil erprobt die Erklärungs- und Integrationskraft dieses Konzepts an vier ebenso alten wie aktuellen Problemfeldern der Philosophie. Es sind dies das Problem der Veränderung, die Realismus-Idealismus-Kontroverse, das Leib-Seele-Problem und die Mesóteslehre in der Tugendethik. Auf diese Weise wird der Entwurf der relationalen Ontologie erprobt und entfaltet, aber auch einer breiteren Diskussion zugänglich gemacht.
Dominikus Kraschl studierte Theologie, Philosophie und Religionspädagogik in Salzburg und Innsbruck. Promotion in den Fächern Fundamentaltheologie (2007) und Metaphysik (2010). Seitdem arbeitet er an einem Habilitationsprojekt im Schnittfeld zwischen Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie.

Exposition


Dass der Geist des Menschen metaphysische Untersuchungen einmal ganz aufgeben werde, ist ebenso wenig zu erwarten, als dass wir, um nicht immer unreine Luft zu schöpfen, das Atemholen einmal lieber ganz einstellen werden.

Immanuel Kant1

Der Philosoph sollte zwei Okulare besitzen: ein vergrößerndes und ein verkleinerndes. Das erste benötigt er, um überschaubare Frage- und Problemstellungen mit geschärftem Blick untersuchen zu können, während das zweite ihm hilft, die Wirklichkeit in ihrer Einheit und ihrem Zusammenhang nicht aus dem Blick zu verlieren. Angesichts der zunehmenden Ausdifferenzierung der zeitgenössischen Fachphilosophie in zahllose Einzeldiskurse, die jeweils nur von einigen wenigen Spezialisten überblickt werden, besteht die ernste Gefahr, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen. Die Philosophie darf es jedoch nicht aufgeben, auf das Ganze zu gehen. Nur wenn sie das Ganze der Wirklichkeit im Blick behält, bewahrt sie ihre orientierungsgebende Funktion. Nur dann bleibt sie lebensrelevant. Aus diesem Grund gehören kühne Entwürfe, die uns die Wirklichkeit mitsamt den Fragen, die sie uns aufgibt, in einem neuen Licht zeigen, zu den großen und herausfordernden Aufgaben der Philosophie.

Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung soll ein verhältnismäßig unbekannter Entwurf zur Ontologie vorgestellt und auf einige einschlägige Probleme der Philosophie angewendet werden. Es handelt sich um die von Peter Knauer entwickelte »Relationale Ontologie« (RO). Diesem bislang nur als Desiderat vorliegenden Ontologie-Entwurf, den es kennzeichnet, die Fundamentalstruktur der Wirklichkeit als »restloses Bezogensein auf … / in restloser Verschiedenheit von …« zu formalisieren, eig
net ein ungewohntes Gepräge. Peter Knauers Relationale Ontologie lässt sich nur schwer mit anderen Ontologien vergleichen. Aus diesem Grund werde ich mich, um keinen unnötigen Missverständnissen Vorschub zu leisten, vorerst damit begnügen, einige allgemeine Voraussetzungen dieser Untersuchung zu benennen.

— Die vorliegende Untersuchung setzt eine Form des kritischen Realismus voraus. Mit Letzterem verbindet sich die optimistische Erkenntniseinstellung, dass es trotz all der nicht zu leugnenden menschlichen Erkenntnisgrenzen prinzipiell möglich ist, grundlegende Strukturen der Wirklichkeit in zutreffender Weise zu erfassen und darzustellen. Dabei ist das Streben nach möglichst umfassender metaphysischer Orientierung und Integration zugleich als erkenntnisleitende Einstellung zu charakterisieren.

— Die Untersuchung lässt sich, zieht man eine berühmte Unterscheidung von Peter F. Strawson heran, eher einem deskriptiven als einem revisionären Verständnis von Metaphysik zuordnen. Das Projekt deskriptiver Metaphysik besteht zunächst darin, »die tatsächliche Struktur unseres Denkens über die Welt zu beschreiben.«2 Dieses Anliegen verbindet sich in dieser Studie mit einem (freilich immer kritisch zu reflektierenden) Vertrauensvorschuss in die epistemische Verlässlichkeit lebensweltlicher Grundintuitionen, die sich mitunter in unserem alltäglichen Sprachgebrauch niederschlagen.3

— In epistemisch-methodologischer Hinsicht sei darüber hinaus angemerkt, dass der Relationalen Ontologie das Rationalitätsmodell und die Methodologie des kritischen Rationalismus zugrunde liegen. Die vom kritischen Rationalismus vollzogene Abkehr vom neuzeitlichen Begründungsdenken, das Erkenntnisansprüche dann (und nur dann) als gerechtfertigt betrachtet, wenn sie sich auf
ein unbezweifelbares Fundament zurückführen lassen, impliziert die Forderung, metaphysische Theorien als fallible Hypothesen zu formulieren. Als solche müssen sie sich an der Erfahrung bewähren, aber auch an ihr scheitern können. Gemäß der Methodologie des kritischen Rationalismus werden metaphysische Theorien in einem Prozess von Konstruktion und Kritik bzw. Versuch und Irrtum entwickelt, wobei sich die Adäquatheit einer Theoriebildung neben anderen Kriterien vor allem an ihrer Erklärungsleistung bemisst.4

— Schließlich steht das hier verfolgte Projekt in der Tradition abendländisch-christlichen Philosophierens. Es knüpft in ebenso kritischer wie konstruktiver Weise an eine Reihe großer Themen der allgemeinen und speziellen Metaphysik an und interpretiert diese vor dem Hintergrund des Entwurfs der Relationalen Ontologie. Das Wirklichkeitsverständnis der RO weist dabei eine interessante Affinität zu Strömungen des dialektischen Denkens auf, wie sie etwa der Deutsche Idealismus hervorgebracht hat. Sie kommt mit diesen Denkrichtungen darin überein, die Wirklichkeit als Einheit von Gegensätzen zu beschreiben. Diese Gegensatz-Einheit wird allerdings anders gedeutet, als dies etwa bei Hegel, Fichte oder Schelling geschieht; nämlich in einer, wie ich hoffe, nachvollziehbareren Art und Weise.

Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Untersuchung ist weniger exegetisch-rekonstruktiver als sachlich-systematischer Art. Der Entwurf der Relationalen Ontologie soll zunächst erläutert und geprüft werden, um seine Erklärungskraft sodann an vier grundlegenden Problemfeldern der Philosophie zu bewähren und zu entfalten. Es sind dies insbesondere das Problem der Veränderung, die Realismus-Idealismus-Problematik, das Leib-Seele-Problem und die Frage des Zusammenh
angs von Tugendethik und Ontologie. Ontologische Theoriebildungen haben sich, wie eingangs betont, insbesondere an der Frage zu bewähren, ob sie ein einheitliches und umfassendes Verständnis der Wirklichkeit ermöglichen.5 Dem so formulierten Erkenntnisinteresse entspricht im Wesentlichen der Aufbau der Abhandlung.

Teil I der Untersuchung trägt die Überschrift: »Widerspruchsproblematik und Relationale Ontologie«. Ausgehend von der ontologischen Analyse Peter Knauers wird erläutert, inwiefern die Beschreibung der Sachverhalte der Veränderung, der Endlichkeit, der Kontingenz und des Erkennens auf ein Widerspruchsproblem stößt und inwiefern das Konzept der RO darauf eine Antwort zu geben vermag. Schließlich konfrontiere ich den Entwurf der Relationalen Ontologie mit allfälligen Anfragen und Einwänden. Während Teil I dem Anliegen der erläuternden Rekonstruktion und der kritischen Prüfung des Entwurfs der RO verpflichtet ist, verfolgt der Hauptteil der Untersuchung ein konstruktives und spekulatives Interesse.

Teil II ist überschrieben mit »Exemplarische Bewährung und Entfaltung«. Es wird der Versuch unternommen, das Erklärungspotenzial des Ontologie-Entwurfs zu entfalten und zu erproben. Die zu erhärtende Arbeitshypothese lautet, dass vom Konzept der RO ein neues und erhellendes Licht auf ebenso alte wie aktuelle Problemstellungen der Philosophie fällt. Dies wird in zwei Schritten erläutert. Zunächst gilt es zu verdeutlichen, dass gängige Erläuterungsversuche des Veränderungsproblems, der Realismus-Idealismus-Problematik, des Leib-Seele-Problems und der Tugendproblematik in bestimmter Hinsicht unzureichend oder zumindest einseitig bleiben. An diese Hermeneutik der Kritik schließt die spekulative Grundthese der Untersuchung
an. Derselben zufolge lassen sich die unzureichenden Erläuterungsversuche durch das Fehlen eines angemessenen Theorierahmens (conceptual scheme) erklären. Als ein solcher Bezugsrahmen könnte sich das Konzept der »Relationalen Ontologie« erweisen – so die zu bewährende These. Es wird versucht, dieser These nachzudenken und sie an den genannten Problemen selbst durchzubuchstabieren. Dieses Programm zieht sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Kapitel des zweiten Teils, die sich als einander ergänzende und aufeinander verweisende Teilstudien begreifen lassen. Sie lassen sich aufgrund ihrer relativen Selbstständigkeit grundsätzlich auch in einer anderen als der hier gewählten Reihenfolge lesen.

Es ist mir wichtig zu betonen, dass die vorliegende Abhandlung sich nicht als ausgearbeitete Ontologie, sondern als Diskussionsbeitrag zu einer solchen versteht. Als solcher bedarf er kritischer Prüfung ebenso wie konstruktiver Optimierung.

1 I. Kant: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können (1783), AA, 367. Die an den Kapitelanfang gesetzten Zitate dienen vor allem der Anregung, verweisen mitunter aber auch auf das philosophische Selbstverständnis des Autors.

2 P. F. Strawson: Einzelding und logisches Subjekt, Stuttgart 1995, 9.

3 Vgl. C. Kanzian: Der Verweis auf Intuition als Argument in der Ontologie, in: Metaphysica 4 (2003), 83-100.

4 Zum Rationalitätskonzept des kritischen Rationalismus vgl. H. Albert: Traktat über kritische Vernunft, Tübingen 61991, 9-65. Zum Verhältnis von kritischem Rationalismus und metaphysischen Theoriebildungen vgl. ebd....


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