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Leichensache

Roman. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2004. …
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Produktdetails
Titel: Leichensache
Autor/en: Norbert Horst

ISBN: 3442452309
EAN: 9783442452309
Roman. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2004.
'Goldmanns Taschenbücher'. 'Konstantin Kirchenberg'.
Goldmann TB

1. Mai 2003 - kartoniert - 288 Seiten



Mitten in der Nacht wird Kriminalhauptkommissar Kirchenberg zum Schauplatz eines Mordes gerufen: eine junge Frau wurde missbraucht und erstochen. Da die Mitbewohnerin eine genaue Täterbeschreibung liefern kann, ist der Hauptverdächtige schnell gefunden. Aber der erfahrene Kirchenberg gibt sich mit allzu einfachen Erklärungen nicht zufrieden ...




Norbert Horst ist im Hauptberuf Kriminalhauptkommissar und hat in zahlreichen Mordkommissionen ermittelt. Der Autor ist verheiratet und hat zwei Kinder. Für seinen ersten Roman, "Leichensache", erhielt er den Friedrich Glauser Preis 2004 für das beste Krimidebüt; "Todesmuster" wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2006 ausgezeichnet. "Splitter im Auge", den ersten Roman aus der Serie um Kommissar Steiger, zählte die KrimiZEIT-Bestenliste zu den zehn besten Spannungsromanen des Jahres 2012.
DIENSTAG


23 Uhr 40


'Schei'.'
Die Digitalanzeige blinkt. In irgendeiner Tasche m'sste doch noch was sein. Auf der Hand vorm Bildschirm gl'en nur Zehner und F'nfer. Grade jetzt, als die Schwarzhaarige ihren Slip abstreifen will. Dieser Wald von Schamhaaren. Hoffentlich schafft sie's noch, komm schon, aber sie l't sich Zeit. F'nf, vier, drei, zwo, eins, aus.
'Hundertachtundzwanzig Erotik-Programme, bitte w'en Sie.' Aus dem Speaker t'nt schlagartig Honey, Honey von Abba.
Vorsicht beim T're'ffnen, erst mal schauen. Im Vorraum geifert nur ein Greis vor den Programmk'en. Gut. Ein paar Schritte zum Ausgang, es riecht nach Domestos und Sperma. Durch den Spalt des Vorhangs spiegeln sich die Stra'nlaternen auf dem nassen Asphalt. Regen ist gut. Schnell durch und auf die Stra'.
'Wusste gar nicht, dass du jetzt bei der Sitte bist!' Schmidt von den Einbrechern, grinst. Um diese Zeit. An diesem Ort.
'Nur eine Nachfrage in einer 'eren Sache.'
'Mitten in der Nacht, mein Gott.' Er grinst.
Richtung Bahnhof. Hoffentlich reicht's noch f'r die letzte 709er. Schmidt zieht sich Zigaretten, bietet eine an, rauchen.
'Wie l't es bei euch, viel zu tun?' Er schultert seine Sporttasche, nimmt einen tiefen Zug.
'Es geht so. Zum Gl'ck hatten wir schon l'er kein dickes Ding mehr. Muss auch nicht sein, jedenfalls nicht diese Woche. Ich habe Bereitschaft!'
'Mann, ich bin vielleicht kaputt, seit acht war ich im Studio.' Er fasst sich ins Kreuz und verzieht das Gesicht.
'Du mit deiner Knechterei.'
'Muss sein, Junge. Die M'ls verlangen danach, h'' Er st'' mit dem Ellbogen. Die Uhr am Bahnhofsturm zeigt zehn vor zw'lf.
'Los komm, beeil dich!'
'Ich bin kaputt, Mann. Nehme ich halt ein Taxi.'
Laufen. Der Bahnhofsvorplatz ist verlassen. Drei Penner gr'len, zwei Bahnmenschen mit Aktentasche schlurfen nach Hause. Eine Kehrmaschine fegt die Rinnsteine.
'Verpisst euch hier, Schei'enner. Geht lieber arbeiten.'
Die dre
i glotzen r'ber, einer gestikuliert und versch'ttet dabei kostbares Bier.
'Mach keine Spr'che, Schmidt. Lass die armen Schweine.'
'Ist doch wahr. 'erall nur M'll.' Er tritt an eine Dose.
'Du machst dich doch auch nicht kaputt, oder?' Fast zw'lf. '52 fuhr die letzte, die ist bestimmt schon weg.'
'Komm schon, wir nehmen ein Taxi, ist doch eine Richtung. Ich lass dich vorher raus.'
Er setzt sich nach vorn.


Noch f'nf N'te. Ich hasse Bereitschaft, gew'hn ich mich nie dran. Das Handy 'berpr'fen, zum zehnten Mal. Die Stadt ist leer, kaum Autos heute. Der Taxifahrer f't schnell und h'rt Blasmusik. Wie fr'her zu Hause. Ernst Mosch und die Original Egerl'er. Ein Schwachkopf singt: 'Kannst du Kn'del kochen?'
'Eigentlich hab ich noch Kohldampf. Wei' du noch 'ne gute Pommesbude?' Schmidt dreht sich um. 'Bei mir um die Ecke ist ein T'rke.' 'Zum T'rken?!' 'Sener ist okay.'
'Ist der Laden auch sauber?' Idiot. Das Taxi h', sechs Euro zwanzig. Schmidt zahlt. Er h' die T'r auf, Sener putzt die Stehtische. 'Ah, Herr Kommissar, guten Abend.' 'Sener, hallo. Gibt's bei dir noch was?' 'In einem deutschen Gasthaus wird man niemals abgewiesen', er lacht breit. 'Ist doch erst zehn nach.'
Schmidt studiert die Tafel 'ber der Theke. 'Was ist denn ein Adana-Kebab?'
'Rindfleisch mit Gem'se.' 'Rindfleisch ist gut, 'n paar Proteine einfahren.' Er bestellt.
Sener 'ffnet die T'r zur K'che und ruft etwas T'rkisches. Er bringt die Biere, murmelt was von lange unterwegs und schenkt ein.
'Manche Ermittlungen sind halt nur nachts m'glich', Schmidt mit Grinsen. Das Bier ist sehr kalt.
Die Schwarze war gut. Ein m'der Euro fehlte, einer. Der Film war Nr. 47, glaub ich, ziemlich am Anfang. Vielleicht morgen noch mal. Aber war auch ganz gut so, hatte ja schon zwei F'nfer drin. Diese Haare, bis 'bern Slip. Die Schwingt'r 'ffnet sich, das Adana-Kebab kommt. Mein Gott, wer ist das denn?
Schwarze Haare, armdicker Zopf. Der Haaransatz ber'hrt fast die
Augenbrauen in der Schl', so tief ist er.
'Wer bekommt es?' Schmidt meldet sich.
Sie tr' tats'lich nichts unterm T-Shirt, ihre Br'ste antworten auf jede Bewegung. Sie stellt den Teller ab, sagt etwas und geht.
'Ayse, meine Nichte', l'elt Sener. Die Schwingt'r baumelt nach.
'Donnerwetter.' Schmidt l' sich die Gabel voll und nickt.
'Hab ich ja noch nie bei dir gesehen', beil'ig gesagt. 'War auch noch nie bei mir, nur als Kind ein paar Mal.' 'Und du bist der liebe Onkel?' 'Ja!' Er nickt stolz.
Die Schwingt'r 'ffnet sich, sie tritt dazwischen und h' die beiden Fl'gel fest.
'Wenn nichts mehr ist, geh ich jetzt hoch.' Sie kommt zum Tisch. Die zarten Haare auf ihrem Arm gl'en. Wie Seide. Sch'ne H'e hat sie, nicht zu schlank, kein Schmuck.
'Schlaf gut. Und danke.' Sener streicht ihr 'bers Haar. Sie legt ihre Hand auf seine Schulter. Der Ausschnitt eines ihrer T-Shirt-'mel f't auf. Ihre Achselhaare sind zu sehen. Unauff'ig zur Seite lehnen, kann trotzdem nicht ihre Brust sehen. Komm, dreh dich.
'Gute Nacht.' Sie dreht sich, zu schnell, l'elt und geht.
Ein Zipfel vom T-Shirt h't hinten aus der schwarzen Jeans. Bestimmt sieht sie noch mal her. Lippen befeuchten, sanfter Blick hinter ihr her. Sie l'st den Zopf, 'ffnet die T'r, verschwindet.
Schmidt sieht r'ber. Er kaut und nickt. 'Sie ist sehr gro', gro'r Schluck.
'Ayse ist Halbt'rkin. Ihre Mutter kam aus Indien. Unsere Familie ist mehr so wie ich.' Sener klopft auf seinen Bauch, nimmt sein Handtuch und putzt weiter.
Er erz't Geschichten von seinen Kunden und schimpft 'ber die Baustelle gegen'ber. Nur die Arbeiter kommen mittags immer r'ber. Schmidt antwortet ewig mit vollem Mund. Furchtbar.
Ayse in der T'r. Sch'ne H'e hat sie, ihre Finger sind sehr geschmeidig, keine lackierten N'l. Die Augenbrauen, der dunkle Nacken, die warmen Augen, sehr fraulich.
Schmidt ist fertig.


MITTWOCH


1 Uhr 12


Das Telefon klingelt.
01.12 Uhr au
f der Digitalanzeige. Oh, Mann! 'Kirchenberg.'
'K-Wache, Zimmermann. Die Nacht ist zu Ende, Junge. Wir haben 'ne Leiche mit L'chern im R'cken.' 'Na, prima! Wo denn?'
'Schillerstra', in der neuen Siedlung drau'n an der Sporthalle.'
'Okay, ich komme.'
Eine Stunde geschlafen oder f'nf Minuten? Kaffee trinke ich im Pr'dium. Anziehen, drei 'fel in die Tasche. Keinen Bock mehr, jetzt noch 'ne Kniffte zu schmiern, kauf ich 'n paar Br'tchen.
Im Treppenhaus hallt jeder Schritt. Der alte Siele kommt nach Hause, schau an. Er lallt einen Gru' hat mich wahrscheinlich gar nicht erkannt. Die Stadt sieht noch genauso aus wie vorhin, es regnet. Wo steht denn blo'der Wagen?
Im Radio l't Black Velvet vom Alannah Miles, das muss lauter, danach Locomotive Breath von Tull. Stark. Zwischendurch nervt der Sprecher mit ziemlich 'den Scherzen.
Endlich gibt's mal reichlich Parkpl'e hier.
Vor der Wache ziehen zwei Gr'ne einen Besoffenen aus
dem VW-Bulli. Er ist gut gekleidet, Anzug, Krawatte, Trenchcoat, der Mantel ist vorne voll gekotzt. Selber gehen kann er nicht mehr, die beiden Beamten halten ihn an den Armen auf Abstand, aber er wehrt sich vehement und lallt was von 'in Ruhe lassen'. Daf'r 'ffnet er die Schwingt'r zur Wache mit der Stirn.
In der Kriminalwache ist es ruhiger. Zimmermann bl'ert in Fernschreiben, nebenan vernimmt jemand zwei Rum'n mit Dolmetscher.
'Morgen, ist schon jemand von der Mordkommission da?' Zimmermann steht auf.
'Atze ist schon oben, hallo erst mal. Ulla hab ich auch alarmiert.'
'Wei' du schon was N'res?'
'Nicht viel. Die Tote ist siebenundzwanzig, Studentin, hat mehrere Einstiche, lebt mit 'ner Freundin zusammen. Die war mit'm Hund raus, als sie zur'ckkam, h'rte sie ein Ger'ch und stand dem T'r gegen'ber.'
'Was, wir haben 'ne Zeugin! Warum sagt mir das denn keiner?'
'Tu ich ja jetzt. Hat wahrscheinlich Schwein gehabt, dass sie den gro'n K'ter dabei hatte. Der Typ ist sofort abgehauen, durch die Terras
sent'r, die Fahndung l't noch.'
'Wie lange ist das her?'
'Die Freundin hat um 00.48 Uhr angerufen, konnte sogar 'ne gute Personenbeschreibung geben. Sie ist auf m Weg hierher. Hab ich aber alles aufgeschrieben. Atze hat den Vermerk schon mitgenommen.'
'Na gut. Ich geh mal hoch.'




"So authentisch wie der Arbeitsalltag der Polizei wirkt auch die Figur des Konstantin Kirchenberg."

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