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Kein Alibi

Thriller. Originaltitel: The Alibi. 'Blanvalet Taschenb…
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Produktdetails

Titel: Kein Alibi
Autor/en: Sandra Brown

ISBN: 3442359007
EAN: 9783442359004
Thriller.
Originaltitel: The Alibi.
'Blanvalet Taschenbücher'.
Empfohlen Ab 16 Jahre.
Übersetzt von Eva L. Wahser
Blanvalet Taschenbuchverl

12. Juni 2003 - kartoniert - 512 Seiten

Als Hammond Cross die schöne Fremde wieder trifft, ist er der ermittelnde Staatsanwalt und sie des Mordes angeklagt. Doch sie hat ein Alibi: ihn! Die Nacht, in der der millionenschwere Immobilienmakler Lute Pettijohn ermordet wurde, verbrachte die Psychologin Alex Ladd in Hammonds Armen. Verstrickt in einem Labyrinth aus Lug und Trug und bedroht durch die Wahrheit, haben beide gute Gründe zu schweigen. Hammond Cross sieht nur eine Chance, sich und Alex zu retten: Er muss den wahren Mörder finden ...



Sandra Brown arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman »Trügerischer Spiegel« auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher die Spitzenplätze der New-York-Times-Bestsellerliste erreicht! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman »Die Zeugin«, der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte - ein Erfolg, den sie mit jedem neuen Roman noch einmal übertreffen konnte. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.
Der Schrei zerriss die vollklimatisierte Stille des Hotelflurs.
Erst vor wenigen Sekunden hatte das Zimmerm'hen die Suite betreten, nun taumelte es kreischend aus dem Raum und h'erte schluchzend an die T'ren anderer Hotelzimmer. Sp'r sollte ihr diese ''erreaktion' eine R'ge der Hausdame einbringen, aber in diesem Augenblick sa'ihr die Hysterie im Nacken.
Ungl'cklicherweise hielten sich an jenem Nachmittag nur wenige G'e in ihren Zimmern auf. Die meisten genossen drau'n den einzigartigen Charme von Charlestons historischem Viertel. Endlich gelang es ihr doch noch, einen Gast aufzutreiben, einen Mann aus Michigan, der eine kurze Ruhepause in seinem Zimmer einlegte. Die ungewohnte Hitze hatte ihn geschafft.
Trotz seiner Benommenheit angesichts der abrupten St'rung war ihm sofort klar, dass nur eine gr''re Katastrophe die enorme Panik des Zimmerm'hens ausgel'st haben konnte. Noch ehe er sich aus ihrem Gestammel einen Reim machen konnte, rief er beim Concierge an und alarmierte das Hotelpersonal 'ber einen Notfall im obersten Stockwerk.
Zwei Charlestoner Polizisten, zu deren Revier das neu er'ffnete Charles Towne Plaza geh'rte, reagierten sofort auf den Anruf. Ein nerv'ser Angestellter des hoteleigenen Sicherheitsdienstes brachte sie zu jener Penthouse-Suite, die das Zimmerm'hen f'r einen fr'hen Abendservice betreten hatte, um augenblicklich herauszufinden, dass ihre Dienste nicht mehr gebraucht w'rden. Der Gast lag der L'e nach auf dem Salonboden - tot.
Der Polizist kniete sich neben die Leiche. 'Heiliger... das sieht ganz nach -'
'Richtig, das ist er', sagte sein Kollege genauso ehrfurchtsvoll. 'Das wird 'nen ordentlichen Wirbel geben, stimmt's?'
Er bemerkte sie im selben Moment, in dem sie den Pavillon betrat.
Selbst aus einer Menge Frauen, die fast ausschlie'ich knappe Sommerkleidung trugen, stach sie klar heraus. 'erraschenderweise war sie allein.
Als sie innehielt, um sich zu orientieren, blieb ihr Blick kurz am Podium h'en, wo s
ich die Band abm'hte, ehe sie zur Tanzfl'e und anschlie'nd zu der kunterbunten Ansammlung von St'hlen und Tischen ringsherum weiterwanderte. Nachdem sie einen freien Tisch entdeckt hatte, steuerte sie darauf zu und setzte sich.
Der Pavillon war ein Rundbau von ungef' drei'g Metern Durchmesser. Obwohl es sich um eine offene Konstruktion mit konischem Dach handelte, von dessen Unterseite wei' Lichterketten baumelten, staute sich unter der schr'n Decke der Schall zu einer unertr'ichen L'kulisse.
Ihren Mangel an musikalischem Talent machte die Band durch Lautst'e wett. Offensichtlich glaubten die Musiker, ihre verpatzten Noten hinter steigenden Dezibelwerten besser verstecken zu k'nnen. Trotzdem musste man ihnen derben Enthusiasmus und Mut zur Selbstdarstellung zugestehen. Gitarrist und Keyboarder schienen die T'ne buchst'ich aus ihren Instrumenten zu dreschen. Der geflochtene Bart des Mundharmonikaspielers h'pfte bei jedem Ruck seines Kopfes. W'end der Geiger mit dem Bogen 'ber die Saiten s'e, tanzte er dazu so schwungvoll, dass man seine gelben Cowboystiefel sah. Der Schlagzeuger beherrschte offensichtlich nur einen einzigen Rhythmus, aber dem widmete er sich hingebungsvoll.
Anscheinend st'rte sich die Menge nicht an der Katzenmusik, genauso wenig wie Hammond Cross. Ironischerweise wirkte der Krach des Jahrmarkts irgendwie beruhigend. Er nahm den L' in sich auf: die Juchzer aus der Budengasse, die Pfiffe johlender Halbstarker oben im Riesenrad, das Gepl' m'der Babys, scheppernde Glocken, Pfeifengejaule und H'rnerqu'n - jeden Schrei, jedes Lachen, das zu einem Volksfest geh'rt.
Der Besuch eines Jahrmarkts hatte nicht in seinem Terminkalender gestanden. Obwohl daf'r wahrscheinlich schon fr'h in der Lokalzeitung und im Fernsehen Werbung gemacht worden war, war es ihm nicht aufgefallen.
Er war ganz zuf'ig hierher geraten, auf dieses Gel'e ungef' eine halbe Stunde au'rhalb von Charleston. Was ihn zum Anhalten getrieben hatte, war ihm schleierhaft, da er
gewiss nicht zu denen geh'rte, die begeistert Volksfeste besuchten. Seine Eltern hatten ihn garantiert nie auf eines mitgenommen. Derartige Volksbelustigungen hatten sie unter allen Umst'en gemieden. Das war nicht ihre Welt, nicht ihresgleichen.
Auch Hammond h'e dieses Fest normalerweise gemieden, nicht weil er ein Snob war, sondern weil er wegen seiner langen Arbeitszeiten mit seiner Freizeit geizte und seinen Zeitvertreib sehr bewusst w'te: eine Runde Golf, ein paar Stunden Angeln, ein gem'tliches Abendessen in einem guten Restaurant. Aber ein Jahrmarkt? So etwas geh'rte nicht zu seinen Lieblingsbesch'igungen.
Aber an diesem besonderen Nachmittag kamen ihm die Menschenmenge und der L' gerade recht. Allein h'e er nur 'ber seinen Problemen gebr'tet und sich in eine bedr'ckte Stimmung hineingesteigert. Wer brauchte schon so etwas an einem der wenigen Wochenenden, die noch vom Sommer 'brig waren?
Auf der Autobahn hatte er gezwungenerma'n auf Kriechtempo abbremsen m'ssen und war dabei in eine Fahrzeugschlange geraten, die sich zentimeterweise auf einen Behelfsparkplatz zuschob. Eigentlich handelte es sich um eine Kuhweide, die ein gesch'st'chtiger Farmer in einen Parkplatz verwandelt hatte. Und so war auch er brav zwischen den anderen Autos, Vans und Gel'ewagen geblieben.
Er zahlte dem Tabak kauenden jungen Mann, der f'r den Farmer abkassierte, zwei Dollar und hatte das Gl'ck, f'r sein Auto einen schattigen Platz unter einem Baum zu finden. Vor dem Aussteigen zog er Anzugjacke und Krawatte aus und rollte seine Hemds'el hoch. W'end er sich vorsichtig einen Weg zwischen den Kuhfladen bahnte, h'e er liebend gerne Anzughose und Halbschuhe gegen Jeans und Stiefel eingetauscht. Aber auch so sp'rte er, wie sich seine Laune zusehends besserte. Hier kannte ihn niemand. Wenn er nicht wollte, musste er mit keinem reden. Hier war er zu nichts verpflichtet, musste an keinen Konferenzen teilnehmen oder irgendwelche Telefonanrufe beantworten. Hier drau'n war er weder
Gesch'smann noch Kollege und schon gar nicht Sohn. Allm'ich schwanden Anspannung, 'ger und die Last der Verantwortung. Das Gef'hl von Freiheit wirkte berauschend.
Der Jahrmarktsplatz war mit einem Plastikseil abgeteilt, an dem bunte Wimpel reglos in der Hitze hingen. In der lastenden Schw'le duftete es verf'hrerisch nach s'lichen ungesunden Leckereien. Aus der Entfernung h'rte sich die Musik nur halb so schlimm an. Sofort war Hammond froh, dass er angehalten hatte. Das brauchte er - diese Isolation.
Trotz der vielen Menschen, die sich durch das Drehkreuz zw'ten, war er in einem h'chst realen Sinne isoliert. Mit einem Mal schien es die bessere Wahl zu sein, in einer gro'n l'enden Menschenmenge unterzugehen, als einen einsamen Abend in seinem Blockhaus zu verbringen, so wie er es urspr'nglich geplant hatte.
Die Band hatte zwei Songs gespielt, seit die Frau mit den rotbraunen Haaren auf der ihm entgegengesetzten Pavillonseite Platz genommen hatte.

"Umwerfend - fesselnd - absolut begeisternd!"
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Spannung pur!! - von S. Dietzen - 29.10.2003 zu Sandra Brown „Kein Alibi“
Super Spannung bis zum Ende. Eine gelungene Mischung aus Erotik und Spannung. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der Thriller mag. Ein echter Knaller!!! Bitte mehr davon!!!
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