Der Kurzkrimi Endstation Reinbek hat mir gut gefallen. Der flüssige Schreibstil des Autors lassen die Seiten nur so davonfliegen. Langeweile kommt garantiert keine auf und für wenig Zeit ist diese Shortstory wohl genau das richtige.
Zum Inhalt:
Bettina, die Zivilfahnderin, greift am Hauptbahnhof Melina auf, die gerade dabei ist einer Geldbörse zu stehlen. Ohne großes Aufsehen schiebt Bettina die Geldbörse zurück und nimmt Melina mit. Scheinbar hat sie Mitleid mit ihr. Sobald man mehr über ihre eigene Vergangenheit weiß, auch sehr gut zu verstehen. Nur langsam kann sie dem ägyptischen Mädchen, das vom leiblichen Vater eigentlich als Au Pair Mädchen nach Deutschland geholt wurde, die nötigen Informationen entlocken. Stimmt Melinas Version, dass sie von der Gastmutter misshandelt wird, oder steckt etwas anderes hinter ihren Verletzungen. Gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen macht sich Bettina, am offiziellen Weg vorbei, auf der Gastfamilie auf den Zahn zu fühlen und mit diesen Entwicklungen hätte wohl niemand gerechnet. Wie lange hatte Bettina auf diese Gelegenheit gewartet? Warum, wieso und weshalb wird natürlich auf keinen Fall verraten.
Gekonnt bekommt hier Bettina trotz der wenigen Seiten eine Persönlichkeit, die den Leser mitreißt und betroffen macht. Die anfängliche knappe Vorstellung täuscht dabei ein wenig. Aber nicht nur das, sondern auch die Handlung und der Schreibstil des Autors machen Endstation Reinbek zu einem kurzweiligen und spannenden Leseerlebnis.