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So starben die römischen Kaiser. Historische Erzählungen

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Produktdetails

Titel: So starben die römischen Kaiser. Historische Erzählungen
Autor/en: Ute Schall

EAN: 9783862822393
Format:  EPUB
1. Auflage.
Acabus Verlag

17. September 2013 - epub eBook - 269 Seiten

In der langen Reihe der römischen Kaiser war er der Erste, der einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel: C. Iulius Caesar, ermordet an den Iden des März 44 v. Chr. Die Zahl der römischen Caesaren, die die Bühne des Weltgeschehens auf natürlichem Wege verließen, war gering. Mord und Selbstmord waren bei Roms Herrschenden an der Tagesordnung. Viele von ihnen regierten nur Wochen oder gar Tage, sodass die Annalen oft kaum mehr als ihre Namen bewahrten. "So starben die römischen Kaiser" bringt dem interessierten Leser die mehr oder weniger gut dokumentierten Todesfälle in Form historischer Erzählungen näher. Wo die alten Quellen schweigen oder nur unzureichend berichten, ergreifen die Sterbenden, auf ihr Leben zurückblickend, selbst das Wort. So etwa Diocletian, der, einzigartig in der römischen Kaisergeschichte, auf seine Macht verzichtete und sich in seinen letzten Lebensjahren damit begnügte, Gemüse zu züchten. Schon die späte Republik war nie frei von Gewalt. Durch die über 500-jährige Kaisergeschichte aber zieht sich eine kontinuierliche Blutspur, die erst mit der Vertreibung des "Kaiserleins" 476 n. Chr. ein - freilich unrühmliches - Ende fand.
1;Inhaltsverzeichnis;5 2;Vorwort;8 3;Die Julisch-Claudische Dynastie: Von Caesar bis Nero;10 3.1;Der Griff nach den Sternen Gaius Iulius Caesar;10 3.2;Könige des Ostens Antonius und Kleopatra;17 3.3;Prinzentod Drusus;21 3.4;Vom Sterben des Kaisers Augustus;25 3.5;Der alte Mann von Capri Tiberius;30 3.6;Gaius Caesar, genannt Caligula;36 3.7;Ein Trottel namens Claudius;40 3.8; wenn er nur herrscht! Der Tod Iulia Agrippinas;46 3.9;Das gefährliche Dampfbad Octavias qualvolles Sterben;51 3.10;Seneca oder Der Weisheit Höhepunkt;55 3.11;Seht, das ist Treue! Kaiser Neros mühsames Sterben;58 4;Das unrühmliche Dreikaiserjahr:Galba, Otho und Vitellius;62 4.1;Nur ein gichtiger Greis Servius Sulpicius Galba;62 4.2;Der Kaiser, der besser starb als er herrschte. Marcus Salvius Otho;66 4.3;Vitellius, der Vielfraß;69 5;Das Flavische Kaiserhaus:Vespasian und seine Söhne;73 5.1;Der merkwürdige Kaiser Vespasian;73 5.2;Titus Das Entzücken des Menschengeschlechts;77 5.3;Es ist genug! Domitian;82 6;Adoptivkaiser und Antonine:Von Nerva bis Commodus;87 6.1;Nerva;87 6.2;Der Zweck heiligt die Mittel. Trajan;90 6.3;Das Ende des Regenbogens Antinoos;94 6.4;Der den Frieden liebte und doch Krieg führen musste Publius Aelius Hadrianus;100 6.5;Der fromme Antoninus;107 6.6;Lucius Verus;110 6.7;Der letzte Aufbruch. Marc Aurel;113 6.8;Der missratene Sohn Commodus;117 7;Die aus der Fremde kamen: Die afrikanischen und syrischen Kaiser. Von Pertinax bis Alexander Severus;121 7.1;Wer, bitte, ist Pertinax?;121 7.2;Didius Iulianus;124 7.3;Gibt es noch etwas zu tun? Kaiser Septimius Severus;127 7.4;Trauer muss Augusta tragen. Getas Tod;130 7.5;Caracalla;133 7.6;Der als Kaiser nie nach Rom kam Macrinus;136 7.7;Ein feenhafter Priesterknabe. Elagabal;139 7.8;Ein Geschenk der Götter. Alexander Severus;142 8;Die Soldatenkaiser:Von Maximinus Thrax bis Carus;146 8.1;Maximinus Thrax. Ein Thraker und andere Emporkömmlinge;146 8.2;Gordianus III. früher Tod;150 8.3;Der finstere Araber. Philippus Arabs;152 8.4;Undank is
t der Welten Lohn. Decius;154 8.5;Gallus;157 8.6;Die Pest und die Perser. Valerian;160 8.7;Der verhinderte Gutmensch. Gallienus;164 8.8;Claudius Gothicus und andere Thronräuber;167 8.9;Aurelian und die Königin von Palmyra;169 8.10;Tacitus und seine Nachfolger;173 8.11;Carus und wer nach ihm kam;176 9;Die Tetrarchie und die Constantinische Dynastie:Von Diocletian bis Julian Apostata;178 9.1;C. Aurelius Valerius Diocletianus und der Verzicht auf die Macht;178 9.2;Flavius Valerius Constantius;183 9.3;Constantin & Co. Die Nachfolger Diocletians;185 9.4;Das späte Bekenntnis des Maximinus Daia;193 9.5;Licinius Tod;195 9.6;Constantin II., Constans & Co.;197 9.7;Constantius II.;203 9.8;Du hast gesiegt, Galiläer! Julian, genannt Apostata;207 10;Die Kaiser des späten vierten Jahrhunderts: Von Jovian bis Theodosius;212 10.1;Iovianus;212 10.2;Flavius Valentinianus;214 10.3;Flavius Valens. Der im Schatten seines Bruders stand;217 10.4;Gratianus;219 10.5;Die ungleichen Kollegen: Maximus und Valentinian II.;221 10.6;Eine Marionette auf dem Thron. Eugenius.;223 10.7;Der den Christengott liebte Theodosius;224 11;Das Ende: Von Arcadius bis Romulus Augustulus;226 11.1;Die ungleichen Brüder. Flavius Arcadius;226 11.2;Honorius, das Kind;228 11.3;Ein weiterer Kindkaiser Theodosius II.;230 11.4;Valentinianus III.;232 11.5;Der Herr der 70 Tage Petronius Maximus;234 11.6;Eparchius Avitus;236 11.7;Der Mann, der im Osten herrschte Flavius Marcianus;238 11.8;Maiorianus Ein letzter Versuch;240 11.9;Der Schattenmann. Flavius Libius Severus;242 11.10;Anthemius, der Glücklose;243 11.11;Flavius Anicius Olybrius;246 11.12;Glycerius;248 11.13;Iulius Nepos;249 11.14;Romulus, das Kaiserlein;250 12;Das Ende des Weströmischen Reiches;252 13;Glossar;255


Ute Schall wurde 1947 in Buchen/Odenwald geboren. Nach dem Studium der Rechtspflege veröffentlicht sie seit 1980 zahlreiche Essays über althistorische, vornehmlich altrömische Themen. Seit jungen Jahren hat Ute Schall großes Interesse an Geschichte, vor allem an der Antike. Seit dem Beginn der 80er Jahre ist sie Sammlungsleiterin der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung des Bezirksmuseums Buchen. Ab 1979 unternahm sie ausgedehnte Reisen in die klassischen Mittelmeerländer und leitete Führungen zu antiken Stätten. Als Gastdozentin der Volkshochschule Buchen hält sie zahlreiche Vorträge und gibt Seminare über antike und frühchristliche Geschichte. Sie hat zudem einen Lehrauftrag als Dozentin für römische Geschichte an der Frauenakademie Buchen. Von Ute Schall sind bereits mehrere Bücher über römische Geschichte erschienen, u.a. 'Marc Aurel', 'Die Frauen im alten Rom', 'Die Juden im Römischen Reich'; außerdem 'Herodes', 'Domitian' und 'Agrippina' im ACABUS Verlag.

Das unrühmliche Dreikaiserjahr: Galba, Otho und Vitellius

Nur ein gichtiger Greis – Servius Sulpicius Galba

Juni 68–Januar 69 n. Chr.

Da war kein Tropfen gemeinsamen Blutes zwischen Nero und jenem Mann, von dem es heißt, er sei der reichste Privatmann gewesen, der je in das Haus der Caesaren eingetreten war. Denn mit Nero starb das Julisch-Claudische Herrschergeschlecht aus.

5 v. Chr. geboren und von hohem Adel, hatte Galba nur mit äußerster Zurückhaltung und einem guten Quäntchen Glück alle seine Vorgänger überlebt. Als man Tiberius prophezeite, der junge Mann werde in hohem Alter Kaiser werden, meinte er nur: „Dann mag er am Leben bleiben, denn mich wird er nicht mehr stören.“

In der Tat musste der seltsame Mann 73 Jahre alt werden, ehe sich die alte Weissagung erfüllte, und er sollte sich der hohen Ehre, die ihm am Ende doch noch zugefallen war, nicht lange erfreuen dürfen. Zumindest daran war er nicht ganz frei von Schuld.

Seine Herkunft – er gab vor, ein Urenkel des berühmten Caesar-Gegners Quintus Catulus Capitolinus zu sein – führte er auf keinen Geringeren als Jupiter selbst und Pasiphae, die Gattin des Königs Minos von Kreta, zurück. Die Bedeutung seiner Vorfahren hätte ihn wohl viel früher zum höchsten Staatsamt berechtigt, aber das Schicksal hatte es anders bestimmt. Er wurde schon in jungen Jahren Prätor, später Konsul und Statthalter von Aquitanien, einer längst befriedeten Provinz im Südwesten des heutigen Frankreich. Als Legat und begnadeter Feldherr kämpfte er erfolgreich gegen die Germanen.

Mancher hätte ihn schon nach Caligulas Ermordung gern auf dem Thron gesehen, aber Galba ließ Claudius den Vortritt. Sein Verhalten sicherte ihm das Wohlwollen des neuen Kaisers, der ihn als Statthalter nach Afrika schickte.

Gef
ürchtet für seine Strenge und verspottet ob seines Geizes, kehrte er schließlich nach Rom zurück, wo er unter Kaiser Nero äußerst zurückgezogen und unauffällig lebte. Aber der junge, noch unerfahrene Herrscher benötigte gestandene Männer. Galba wurde die Verwaltung der Provinz Hispania Tarraconensis anvertraut. Als er dort in einem Tempel opferte, wurde das Haupthaar des Knaben, der das Rauchfass hielt, mit einem Mal schlohweiß. Niemand zweifelte daran, was dieses Omen bedeutete: Dem jungen Kaiser Nero werde ein Greis folgen. Ab diesem Zeitpunkt glaubte der alte Mann an sein spätes Glück. Seine Hoffnung wurde zudem durch eine weitere Prophezeiung genährt. Aus Spanien, so hieß es, werde einst der Herr der Welt kommen, eine Weissagung, die spätere Herrscher mit mehr Recht auf sich bezogen.

Acht lange Jahre musste Galba auf der Iberischen Halbinsel ausharren, und er herrschte dort mit strenger, ja grausamer Hand. Ein jeder fürchtete ihn, und ein jeder sehnte den Tag herbei, an dem er die Provinz Richtung Rom wieder verließe. Aber es war eben noch nicht soweit.

Glückliche Umstände spielten Galba einen Brief Kaiser Neros in die Hände, der alle Prokuratoren anwies, ihn zu töten. Da verkündete er eigenmächtig den Kriegszustand, hob neue Truppen aus und rüstete sich für den Marsch auf Rom, um der Vorsehung endlich zu ihrem Recht zu verhelfen.

Noch ehe er am Nabel der Welt eintraf, erreichte ihn die Nachricht von Neros Tod. Man hatte ihn, Galba, als neuen Kaiser ausgerufen: „Heil dir, Galba, Imperator Caesar Augustus!“ Er war jetzt der mächtigste Mann des Imperiums, und er gedachte, die ihm verbleibende Zeit zu nutzen. Er wusste, dass seine Tage gezählt waren. Nach römischen Begriffen war er ein uralter Mann. Freilich hatten Augustus und Tiberius in weit höherem Alter noch auf dem Thron ges
essen, aber er war sehr krank. Ihn plagten Rheuma und Gicht. Und jeder neuerliche Anfall zeigte Außenstehenden Galbas wahren Charakter, offenbarte seinen Geiz und seine Grausamkeit. Den größten Fehler beging er bei der Behandlung seiner Soldaten.

Er dachte nicht daran, ihnen gegebene Versprechen zu halten. Er setzte auf eiserne Disziplin und verlangte unbedingten Gehorsam. Mannschaften und Offiziere schmähte er gleichermaßen. Da kündigte ihm als erstes das in Obergermanien stationierte Heer, die mächtige Rheinarmee, die Treue auf. Der Kaiser war längst völlig unleidlich geworden, und solche Nachrichten verstärkten noch seine Launen. Seine rechte Körperseite verunstaltete neuerdings eine gewaltige Geschwulst, die er mit einem Verband zu verbergen versuchte. Sein Appetit wurde indes unmäßig. Schon die frühen Morgenstunden begann er mit üppigen Gelagen. Vergessen war für eine Weile sein fast sprichwörtlicher Geiz. Die Diener konnten nicht genug edle Gerichte auftragen. Aber der ihm angeborene übertriebene Sparsamkeitswahn sollte ihn bald wieder befallen und sein Ende einläuten.

Einst hatte er an der Schwelle seines Hauses eine kleine weibliche Bronzestatue gefunden, seine Glücksgöttin Fortuna, die er in seinem Landhaus in Tusculum aufbewahrte. Ihr gedachte er jetzt, ein wertvolles Opfer zu bringen, ein kostbares Halsband aus Perlen und feurigen Edelsteinen. Aber auch die kapitolinische Venus verlangte nach einer Gabe. Da meldete sich wieder sein Geiz. Warum sollte er seine Schmucktruhe gleich um zwei wertvolle Stücke berauben? Und er beschloss, nur Venus mit der einst Fortuna zugedachten Pretiose zu ehren.

Da erschien ihm nachts im Traum das bronzene Mädchen und nahm ihm alles, was sie ihm im Laufe seines Lebens so reichlich gegeben hatte. Mühsam und erschlagen erhob er sich am Morgen aus dem Schlaf. Er musste ein Sühneop
fer bringen, um seine Fortuna zu besänftigen, und er ordnete an, in Tusculum einen Altar zu errichten und alle Vorbereitungen dafür zu treffen. Dann eilte er wie von Erinnyen gehetzt selbst dorthin. Doch alles, was er auf dem Opferaltar fand, war rauchende Asche. Die Göttin hatte sein Opfer verschmäht. Und kein Jüngling im weißen Gewande erwartete ihn. Vor ihm stand ein zitternder Greis im Trauerkleid …

Auch die Eingeweidebeschauer hatten nur schlechte Nachricht: „Deine Mörder sind nahe“, warnten sie. Er solle sich sofort ins Lager der Prätorianer nach Rom begeben. Dort sagte man ihm, Otho habe die Macht an sich gerissen. Galba flüchtete in den Palast auf dem Palatin, verstärkte die Wachen und ließ sich eine Weste aus 18 übereinander gelegten Leinentüchern anpassen, die mit Salz und Essig gehärtet waren. Aber er wusste, dass ihn auch diese Vorsichtsmaßnahme auf Dauer nicht retten würde.

Er wollte sich schon der Verzweiflung hingeben, als man ihm meldete, die Revolte sei zusammengebrochen, Otho liege erschlagen. Ein Soldat zeigte ihm sogar ein blutverschmiertes Schwert, mit dem er den Verräter angeblich getötet hatte. Die dafür erhoffte Belohnung erhielt er von dem geizigen Kaiser nicht.

Hoch erfreut über die Wende, die die Dinge so plötzlich genommen hatten, verließ Galba schwer bewacht das sichere Gefängnis. Am Lacus Curtius mitten auf dem Forum galoppierten ihm Reiter entgegen. Ehe er sich versah, hatten ihn nahezu alle Begleiter verlassen. Da hielt er den Mördern mutig seinen Hals hin. Mit der gleichen Formel, die das Schlachten des Opfertieres begleitete, rief er aus: „Stoßt zu, wenn es denn sein muss!“

Tief bohrte sich ein Schwert in seinen Hals. Weitere Hiebe verstümmelten dem bereits Toten Arme und Beine. Es war, als ließen die Soldaten alle aufgestauten Aggressio
nen an dem misshandelten Leichnam aus. Niemand aus der Menge, die neugierig gaffend das Gemetzel verfolgte, war dem Kaiser zu Hilfe geeilt. Da lag er in seinem Blut, und da blieb er liegen, bis ihm ein vorbeieilender Soldat den Kopf abhieb. Weil er den kahlköpfigen Schädel nicht fassen konnte, griff er mit dem Daumen in den Mund und trug das abgeschlagene Haupt so zu Otho, der es seinen Spießgesellen zuwarf. Sie steckten es auf einen Pfahl und trieben mit ihm ihren Spaß: „Jetzt kannst du dein Alter genießen, Galba!“ Kurze Zeit zuvor hatte Otho diesen Galba, damals noch Freund, dem er sich auf dem Zug aus Spanien angeschlossen hatte, geküsst.

Erst später übergab man die sterblichen Reste des alten Mannes dem kaiserlichen Hausvorstand, einem Mann namens Argius, der sie in den Gärten an der Aurelischen Straße begrub.

Wäre Galba nicht Kaiser geworden, kommentierte Tacitus, es wäre sein Glück gewesen. Denn jeder hätte von ihm geglaubt, dass er ein guter Kaiser hätte werden können.

Der wie die meisten Römer an Vorzeichen glaubende und in böse Ahnungen verstrickte Galba hätte es wissen müssen. Von dem Augenblick an, da er seinen Fuß auf italischen Boden gesetzt hatte, war alles schief gegangen. Da hatte ein Opferstier den zwischen seine Augen geführten Schlag mit dem Beil überlebt, sich brüllend losgerissen, auf Galbas Reisewagen gestürzt und diesen über und über mit Blut bespritzt. Und als der Kaiser ausgestiegen war, war er beinahe von einem Speer seiner eigenen Leibwache getroffen worden.

Bei allem, was man ihm vorwerfen kann, muss man doch zugeben, dass der Alte dem Tod zuletzt tapfer ins Auge sah, ein Feldherr, der in der Überzeugung starb, für Rom nur das Beste gewollt und erreicht zu haben.

Mit ihm starb Lucius Calpurnius Piso, ein junger Adliger, den der kinderlose Galba
adoptiert und zum Nachfolger bestimmt hatte. Es war dem Jüngling noch gelungen, sich in den Vesta-Tempel zu flüchten, um dort Asyl zu erhalten. Aber Othos Schergen missachteten die Unantastbarkeit eines der heiligsten Orte Roms, zerrten ihn heraus und schickten ihn seinem Vater hinterher in den Hades.

Sein ganzes Verbrechen hatte darin bestanden, dass er dem Ehrgeiz eines anderen Mannes im Wege stand: Othos, der sich jetzt ans Regieren machte oder an das,...


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