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Wind der Freiheit

Historischer Roman.
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Produktdetails

Titel: Wind der Freiheit
Autor/en: Eugen Speyer

EAN: 9783804230026
Format:  EPUB ohne DRM
Historischer Roman.
Boyens Buchverlag

1. Oktober 2013 - epub eBook - 440 Seiten

Als am 17. Februar 1500 in Dithmarschen die Nacht hereinbricht, geht eine der merkwürdigsten Schlachten zu Ende. Der dänische König Johann I., mächtiger Herrscher über ganz Skandinavien, will mit einem riesigen, hochgerüsteten Heer das kleine, aber wohlhabende und freie Bauernvolk unterwerfen. Doch in dieser Nacht, nach unzähligen Manövern und Scharmützeln, gehen die Dithmarscher unbeirrbar als Sieger vom Feld - sie bewahren ihr Leben und ihre Freiheit.
Eugen Speyer schildert diese historischen Ereignisse vor dem Hintergrund menschlicher Leidenschaften und Verwirrungen. Der Bauernführer Wulf Isebrand steht nicht nur im Zentrum politischer und kriegerischer Ränke, sondern auch im Kreuzfeuer verzweifelter und enttäuschter Liebe, die in ihrem Verlangen nach Rache bis zum Äußersten geht.
So will die schöne Anna Holm, eine ehemalige Geliebte Isebrands, den Bauernführer vernichten. Als sich ihre behütete Tochter Telse in den faszinierenden Mann verliebt, schmiedet sie einen verhängnisvollen Plan.

Krieg und Liebe, Verrat und Verlangen, das sind die Themen des Romans, in dem die Bauern Dithmarschens um die Freiheit ihrer Republik und jedes einzelnen kämpfen. Ein spannender historischer Roman, der seine Leser mitten ins Geschehen zieht und Geschichte lebendig macht.

1

Die Schreckensnachricht traf Wulf Isebrand wie ein Schlag. Er konnte es nicht fassen: Unter den Männern im Kriegsrat sollte ein Verräter sitzen? Er wollte es nicht glauben.

„Ein Spion mitten unter uns?“, fragte er seinen Freund Claus Grove, der ihm die Hiobsbotschaft überbracht hatte.

„Ja“, antwortete Grove kurz angebunden, „mitten in eurem Kriegsrat befindet sich so ein Schwein, das eure geheimen Verhandlungen und Pläne gleich an den Feind weitergibt.“ Er tätschelte dabei den Hals seines Pferdes, das ruhig mit gesenktem Kopf neben Isebrands schwarzem Hengst dahintrottete.

Saßen nicht im Rat die ehrenhaftesten und angesehensten Männer der Bauernrepublik Dithmarschen? Wenn die Meldung stimmt, dachte Isebrand bestürzt, schwebt das Land in höchster Gefahr. Alle militärischen Überlegungen und Entscheidungen wären für die Katz. Die Folgen könnte man sich an fünf Fingern abzählen: Der kurz bevorstehende Krieg gegen Dänenkönig Hans wäre nicht mehr zu gewinnen, die Freiheit des kleinen Bauernstaates für immer verloren und die Aussicht der Bevölkerung, den bewaffneten Konflikt zu überleben, gleich null.

„Ein Spion in der Landesführung“, bemerkte Isebrand gereizt, „das ist das Ende.“

Grove nickte. Auch ihm war völlig schleierhaft, wie es dem Dänenkönig gelungen war, ein Mitglied des dithmarscher Kriegsrats auf seine Seite zu ziehen. Denn im Rat, der für die Landesverteidigung verantwortlich war, saßen nur achtbare Männer der Regierung.

„Ich sehe schon, wie das riesige Dänenheer unser kleines Bauernaufgebot vollständig aufreiben wird“, malte sich Isebrand im Geiste aus. „Und ich sehe mordgierige Söldnerhorden alle unsere Dörfer niederbrenn
en und über unsere wehrlosen Frauen, Kinder und Alten herfallen.“

„Und vergiß nicht die Überlebenden “, nahm Grove die düsteren Gedanken seines Freundes auf. „Sie werden von hochmütigen ausländischen Fürsten gnadenlos unterjocht und bis aufs Blut ausgesaugt werden.“

Und das alles nur wegen eines einzigen Schurken, verfluchte Isebrand den Kerl, der seine Seele an den Feind verkauft hatte. Ich muß ihn erledigen, bevor noch der Krieg richtig beginnt!

Grove hatte ihm bereits in den vergangenen Wochen mehrfach geheime Meldungen über die Kriegsvorbereitungen des dänischen Königs gesteckt. Er war darüber im Bilde, woher die Berichte stammten, wenn auch nur umrißhaft. Sie kamen aus dem Caland, einer verschworenen geistlichen Bruderschaft in Meldorf. Ihr gehörten zwölf papsttreue Priester an, ebenso viele Laien und einige Dominikanermönche.

Als er zum erstenmal von der geheimnisvollen Vereinigung gehört hatte, hatte ihn gleich eine dunkle Vorahnung befallen: Dieser Caland kann mir eines Tages gefährlich werden. Denn genauso, wie der katholische Geheimbund über Pläne des Dänenkönigs Bescheid wußte und einiges davon durch undichte Stellen nach draußen sickerte, könnte es umgekehrt mit dithmarscher Plänen passieren. Die Besorgnis hatte er aber verdrängt. Als ihm nun sein Freund den Verräter meldete, fiel ihm schlagartig wieder der Caland ein. Von dem Geheimbund schien tatsächlich eine Bedrohung auszugehen, sinnierte er.

„Wer ist der Kerl?“ Isebrand verlangte danach, den Namen des Spions zu erfahren.

Grove zuckte mit den Schultern: „Noch kennen wir ihn nicht.“

Wenn auch diese Antwort für Isebrand enttäuschend war, so hatte er doch im Stillen damit gerechnet. Es handelte sich also um
einen schlauen Fuchs. Er spürte, wie er auf den unbekannten Lump immer zorniger wurde. Sicher gehörte der Bursche zu den erbärmlichen Ratten, die von vornherein mit einer Niederlage rechneten und sich den Dänen andienten, um wenigstens die eigene Haut zu retten.

Da sind doch Dithmarschens Frauen aus ganz anderem Holz geschnitzt, fuhr es ihm durch den Kopf. Sie waren es nämlich gewesen, die ihre Männer dazu gebracht hatten, sich für den Kampf um die Freiheit ihrer Familien zu entscheiden. Wenn Dithmarschen den Krieg gewinnen sollte, dachte er, sind sie die wahren Helden des Landes. Wie jämmerlich machen sich dagegen die Feiglinge aus, die aus Angst um Besitz und Leben ihr Vaterland verraten. Daß es nun sogar ein Ratsmitglied ist, macht die Sache noch schlimmer.

Im Moment schien Isebrand der Spion weit gefährlicher zu sein als das ganze Dänenheer zusammen. Er verwünschte die verfahrene Lage im Rat – und den verdammten Krieg dazu. Für den Bruchteil einer Sekunde war ihm seine Rolle als militärischer Berater des Landes zuwider. Warum hatte er sich nur darauf eingelassen, warf er sich mißmutig vor.

Aber die Freude und der Stolz, in dieses hohe, ehrenvolle Amt berufen worden zu sein, überwogen seine Verärgerung. Und da war noch die Genugtuung, von den Dithmarschern endlich als einer der Ihren anerkannt und kein Fremder mehr zu sein. Als solchen hatte man ihn lange Zeit angesehen, nachdem er vor zwanzig Jahren aus Holland gekommen war.

Erst vor zwei Tagen hatte ihn der Rat für die Dauer des Krieges als Adjutanten an seine Seite geholt. Darüber hinaus wurde er zum Befehlshaber des Bauernheeres ernannt. Daß ausgerechnet ihm das Kommando über das Landesaufgebot übertragen worden war, mußte hauptsächlich drei Gründe haben, vermutete Isebrand. Erstens hielt man ihn, den ehemaligen Hauptmann eines holländischen L
andsknechtshaufens, für kriegserfahren – was er selbst bezweifelte, aber unerwähnt gelassen hatte. Schließlich lag seine Söldnerzeit zwanzig Jahre zurück. Zweitens, und das mußte wohl ausschlaggebend gewesen sein, war er seit sechs Jahren militärischer Berater der Westerdöfft, einem der fünf Wehrbezirke im Land. Allerdings hatte er in dieser Stellung nur einmal im Jahr gemeinsam mit dem Bezirksvogt eine Waffenschau unter den wehrfähigen Männern abzuhalten. Truppenübungen oder gar Manöver gab es in Dithmarschen nicht; die hielten die Regenten für Zeitverschwendung. Und drittens war er ein Bauer, der es mit seiner Tüchtigkeit zu gehörigem Ansehen gebracht hatte.

Oldenwöhrden hieß das Dorf, in dem Isebrand den eigenen Hof bestellte. Es war auch Standort des Kriegsrats, der sein Hauptquartier aus Sicherheitsgründen vom politischen Hauptort Heide weg und dorthin verlegt hatte. Isebrand ging wieder durch den Kopf, wie er vor dem Rat hatte schwören müssen, König Johann I., den Herrscher über Skandinavien, Schleswig und Holstein, zu besiegen und die Republik vor dem Untergang zu bewahren. Und ausgerechnet jetzt kam ihm dieser elende Verräter in die Quere.

Verärgert hantierte er mit seinen Zügeln und nahm sie zwischen Daumen und Zeigefingern fester in die Fäuste. Da verlangte man von ihm beinahe Unmögliches, murrte er in Gedanken vor sich hin, dabei war der Rat selber nicht einmal in der Lage, in den eigenen Reihen Ordnung zu halten. Nur deshalb hatte er nun ein Problem mehr am Hals. Eigentlich sollte er sich um den äußeren Feind kümmern und nicht um den Schmutz im Rat. Aber war er nicht gezwungen, erst schleunigst den Stall auszumisten, damit er überhaupt freie Hand für die Landesverteidigung hatte?

„Ich hasse diesen Verräter, und ich hasse diesen verfluchten Krieg&ldquo
;, brach es aus ihm heraus. Nervös rückte er sein Gesäß im Sattel zurecht.

„Deine Kampfmoral läßt nach, mein Lieber“, spottete Grove.

„Wundert dich das? Unsere Möglichkeiten, den Krieg zu gewinnen, sind ohnehin sehr beschränkt. Und jetzt noch mehr, da jede unserer Planungen gleich dem Dänenkönig auf den Tisch gelegt wird.“

Isebrand trieb sein Pferd zu schnellerer Gangart an. Groves Schreckensnachricht hatte dem Tag eine düstere Wende gegeben. Dabei hatte er für ihn so gut angefangen.

Es war ein Wintermorgen gewesen, wie er ihn liebte. Er hatte in aller Frühe Plinius, seinen jüngsten Rappen, gesattelt und war aus der Finsternis des Stalls durch das Dielentor hinaus über den weiten Hof in die Kälte geritten. Für einen Moment hatte ihn der erste Schein der aufgehenden Sonne geblendet, deren glühende Scheibe bereits einen Finger breit über den Ostdeich ins Land hereinleuchtete. Isebrand hatte sein Pferd angehalten, und vom Sattel aus genoß er das Naturschauspiel, mit dem Gott ihn für seinen frühen Aufbruch belohnte. Vor seinen Augen tastete die Sonne die starr gefrorene Tiefebene neugierig und zögerlich mit weichen Strahlen ab. Isebrand spürte auf seinem Gesicht die ringsum langsam wachsende Wärme, die dem neugeborenen Morgen behutsam aus dem eiskalten Nebel der erschlaffenden Nacht half. Als wenig später die Sonne wie weißgelbe Glut über dem Seedeich stand, übergoß sie die baumlose Weite verschwenderisch mit grellem Licht, das die letzten Schleier der Dämmerung aufsog. Isebrand vermeinte den Atem des jungen Morgens zu spüren, der sich in der endlosen Marschniederung mit dem neuen Tag vereinte. Der Himmel zog sich nach allen Seiten tief zur Erde herunter. Vor ihm öffnete sich die platte Tiefebene nach allen Seiten – behäbig, m&a
uml;chtig und wie für alle Zeit in sich ruhend, kam es Isebrand vor.

Er verharrte andächtig vor dem erregenden Schauspiel des Tagesanbruchs. Für einen Moment vergaß er die kühne militärische Unternehmung, die ihm bevorstand. Seine große und kräftige Figur war in einen fellgefütterten Mantelumhang gehüllt. Darunter straffte ein muskulöser Oberkörper die gerafften Schulterteile zu beiden Seiten. Das wettergegerbte Gesicht stand in auffallendem Gegensatz zu seinen feingeschnittenen Zügen, ebenso wie das dichte blonde Kopfhaar zu den braunen Augen mit den dunklen Brauen. Die schlanken, festen und sehnigen Hände zogen gefühlvoll an den Zügeln und lenkten den schwarzen Hengst schließlich ins gleißende Gegenlicht der Sonne.

Vor ihm auf der...


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