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Not am Mann

Roman. 1. Auflage.
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Produktdetails

Titel: Not am Mann
Autor/en: Claudius Pläging

EAN: 9783841206732
Format:  EPUB
Roman.
1. Auflage.
Aufbau Digital

4. Dezember 2013 - epub eBook - 233 Seiten

Gelegenheit macht Helden. Miriam ist seine Frau fürs Leben - Sebastian hat da keine Zweifel, dummerweise aber Miriam. Erst recht, als sie nach einem Wohnungsbrand im Krankenhaus landet und er im Knast. Wieder in Freiheit, hat Sebastian nur ein Ziel: zeigen, was in ihm steckt! Leichter gesagt, als getan - vor allem, wenn man zwei unfähige Freunde, einen rachsüchtigen Rocker und den miesesten Job der Welt an der Backe hat. Da ist Not am Mann! Ein hochkomischer Roman über das Abenteuer, ein Held zu werden.
Claudius Pläging, geboren 1975, arbeitete nach dem Studium der Politikwissenschaft zunächst als Redakteur beim ZDF und zog dann nach Köln, wo er seitdem Autor verschiedener Comedy- und Unterhaltungs-Shows ist - allen voran »TV total«. Ähnlichkeiten mit seinem Anti-Helden Sebastian sind nicht von der Hand zu weisen - sagt jedenfalls seine Frau. Trotzdem sind sie glücklich verheiratet und haben zwei Söhne.

Kapitel 2,
in dem eine leere Rolle Klopapier erst das größte und dann das geringste Problem ist.


»Scheiße, nicht schon wieder!«, fluchte Sebastian. Er feuerte die leere Klopapierrolle quer durchs Badezimmer. Sie riss den Zahnputzbecher um, und seine Zahnbürste fiel in einen Haufen schmutziger Unterwäsche, die neben dem Waschbecken auf dem Boden lag. Unter leisem Ächzen und ohne ganz von der Toilette aufzustehen, beugte sich Sebastian so weit wie möglich nach vorne. Während er sich mit der linken Hand auf dem Badezimmerteppich abstützte, versuchte er mit der rechten, an den Schubladenknauf des Schranks zu kommen.

»Och nö!« Die Schublade war leer.

Eigentlich sollten dort immer mehrere jungfräuliche Klopapierrollen bereitliegen, in freudiger Erwartung, eines Tages – zum Beispiel heute – ihre Bestimmung zu erfüllen und mit Kacke beschmiert zu werden. Resigniert richtete er sich wieder auf und stellte fest, dass seine Hand vom Teppich ein paar Schamhaare und nicht näher definierbare weiße Krümel mitgebracht hatte.

Immer er! Wie oft hatte er Miriam gebeten, auch mal das Klopapier nachzufüllen, wenn es zur Neige ging? Schließlich war sie diejenige, die das meiste davon verbrauchte. Er hatte das mal im Internet recherchiert: Dass Frauen bis zu dreimal so viel Klopapier benutzten wie Männer, war offenbar ganz normal – zumindest, wenn man den Forenbeiträgen der User FrauenkennerGera, PipiLangstrumpf und WC-Ente43 Glauben schenken durfte. Ebenso normal sollte es dann aber auch sein, dass sie für Nachschub sorgten, fand Sebastian. Stattdessen schlief Miriam seelenruhig, während er überlegen musste, wie er seinen Hintern sauber kriegen sollte, ohne sich anschließend eine Hand amputieren zu wollen.

Wenn es einen Gott gi
bt, muss er mich hassen, dachte er und pustete sich Schamhaare und Krümel von der Hand. Und das war seine Strafe. Vielleicht hielt Gott für die verschiedensten Arten von Sünden ein Arsenal passender Sanktionen bereit, das von Kacke am Arsch über einen Wasserrohrbruch im Keller bis hin zum Tod durch autoerotische Strangulation reichte. Möglicherweise hatte Gott ein ganzes Team kreativer Leute um sich, das den lieben langen Tag nichts anderes machte, als sich für jedes Vergehen einen adäquaten Denkzettel zu überlegen. Sebastian gefiel dieser Gedanke. Allerdings nur in der Theorie. In der Praxis hätte er lieber Klopapier gehabt, und wenn es nur so billiges aus Altpapier gewesen wäre, dünn, grau und rau, wie das, was es früher immer auf der Schultoilette gegeben hatte. Auf Schultoiletten konnte man seinen Frust wenigstens mit einem Edding an der Wand zum Ausdruck bringen. Er hätte jetzt gerne »Fickt euch alle!« an die Badezimmerkacheln geschrieben, die ohnehin hässlich waren und vermutlich schon hier gehangen hatten, als jemand während der Halbzeitpause vom Wunder von Bern pinkeln ging. Aber hier gab es genauso viele Eddings wie volle Klopapierrollen.

Okay, es gab sicher ein paar Milliarden Menschen auf der Welt, denen es noch schlechter ging als ihm. Aber jeder litt in seiner Liga. Und bei Sebastian bedeutete »Klopapier alle« eben Alarmstufe Rot und stand ungefähr auf einer Ebene mit »Fernseher funktioniert nicht«, »Backenzahnplombe rausgefallen« und »Morgen ist Muttertag«.

Vielleicht bildete er sich das auch nur ein, aber es kam ihm so vor, als ob sein Leben in letzter Zeit voll solcher kleiner Demütigungen war. Beim Autofahren drängelte sich jemand vor ihm in die Spur, und Sebastian war der Erste, der es nicht mehr über die nächste Ampel schaffte. Sebastian grüßte einen Kollegen, aber
der guckte weg. Beim nächsten Mal guckte Sebastian weg, doch dann grüßte der andere. Sein geliebtes Duschgel Soul Harmony wurde vom Supermarkt aus dem Sortiment genommen – während alle anderen im Regal standen, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt. Eines Tages würde er sich wehren. Wenn ihn ein anderer Autofahrer dreist schnitt, würde er einfach bei Rot über die Ampel fahren, den anderen einholen und rammen. Er würde niemanden mehr als Erster grüßen. Wenn der andere dann grüßte, würde er ein halblautes »Lo!« hervorstoßen. Das klang wie das Ende von »Hallo!« und erweckte den Eindruck, er habe schon früher mit dem Grüßen angefangen und nicht erst, nachdem der andere gegrüßt hatte. Und er würde von jedem Duschgel eins kaufen, sodass sämtliche Supermärkte ihr komplettes Sortiment unterschiedlich stinkender Waschsoßen austauschen und einen Milliardenverlust machen mussten, wenn sie ihn ins Leere laufen lassen wollten. Ja, verdammt noch mal: Eines Tages würde er seinen Mann stehen und sich wehren!

Doch erst mal saß er hier und wusste nicht, wie er seinen Hintern sauber kriegen sollte.

Plötzlich bemerkte er, dass es ziemlich warm geworden war. Und dann noch dieser beißende Geruch. Was war das? Etwa Rauch? Scheiße, es brannte! Dichter, schwarzer Qualm kroch unter der Tür durch ins Badezimmer. Dann hörte er Sirenen, und vor dem Milchglasfenster flackerte Blaulicht. Sebastian sprang auf und zog die Hose seines ausgeleierten Schlafanzugs hoch, die sofort wieder runterrutschte, als er sie losließ, um nach der Türklinke zu greifen.

»Aaah!«, brüllte er und riss seine Hand zurück – die Klinke war glühend heiß. Mit der Schlafanzughose auf den Knöcheln stolperte er zum Fenster und
zerrte es hektisch auf. Dabei räumte er eine Reihe von Parfumpröbchen ab, die Miriam auf der Fensterbank sammelte, als sei sie Jean-Baptiste Grenouille persönlich. Was sollte dieses Pröbchengesammele? Er hatte noch nie gesehen, dass Miriam sie benutzte. Geschweige denn gerochen. Gingen die Dinger überhaupt auf?! Zumindest gingen sie kaputt, wenn sie auf den Boden fielen. Der ganze Mist lief aus. Sebastians Schlafanzughose schleifte durch die mit Splittern übersäte Pfütze und sog verschiedenste Gratis-Düfte auf. Aber wahrscheinlich war das im Moment sein geringstes Problem.

Er lehnte sich aus dem Fenster. Draußen standen drei Löschzüge der Feuerwehr und zwei Polizeistreifen. Ein Krankenwagen kam gerade um die Ecke. Dazwischen wuselten Einsatzkräfte herum, rollten Schläuche aus und zeigten auf das Haus, in dem Sebastian wohnte.

Genau genommen: Sie zeigten auf ihn!

Ich muss mir doch noch den Arsch abwischen, schoss es ihm durch den Kopf. Kurz spielte er mit dem Gedanken, das aus dem Fenster zu rufen. Ein bisschen kam er sich vor wie der Papst, als er da am Fenster stand und überlegte, was er der Menge mitteilen sollte. Ich denke zu viel, ich sollte handeln, dachte er. Und dann dachte er, dass er schon wieder dachte und nicht handelte. Ein Teufelskreis.

Plötzlich tauchte ein Feuerwehrmann im Rettungskorb vor ihm auf.

»Keine Panik, wir holen Sie da raus!«

Wegen solcher Sätze ging man wohl zur Feuerwehr. Darauf war der Typ jetzt bestimmt stolz, dass er einen auf cool machen und ihm so etwas zurufen konnte. Sebastian fragte sich, wie viele Menschen das schon gehört hatten und dann doch verbrannt waren. Andererseits konnten Feuerwehrleute ja schlecht rufen: »Wir versuchen Sie zu retten, kann aber auch sein, dass Sie bei lebendigem Leib verbrennen! Ihre Chancen stehen etwa fifty-fifty!«

Der Feuerwehrmann war nur n
och ein paar Meter entfernt, als Sebastian spürte, wie es an seinen Beinen heiß wurde. Sehr, sehr heiß. Er trat einen Schritt vom Fenster zurück und schaute nach unten. Seine Hose brannte. Die Parfümpfütze hatte sich ausgebreitet und dem Feuer unter der Tür durchgeholfen. »Danke, lieber Gott!«, rief er nach oben. Sicherheitshalber fügte er noch hinzu: »Das war ironisch gemeint!«

Panisch trippelte er auf der Stelle. Dabei trat er auf die Splitter der zerbrochenen Flakons. Mit schmerzverzerrtem Gesicht sprang er auf die Fensterbank und strampelte wie vom Pitbull angefallen, um seine lodernde Hose loszuwerden, die noch an seinen Füßen hing. Irgendwie schaffte er es, sie in Richtung Waschbecken zu schleudern, wo sie prompt den Haufen Schmutzwäsche in Brand setzte. Jetzt wäre ein passender Zeitpunkt, diese Party zu verlassen, dachte er. Im selben Moment packte ihn der Feuerwehrmann von hinten und zog ihn zu sich in den Korb.

»Hier drinnen brennt’s!«, rief Sebastian aufgeregt. Nach einem Moment der Einsicht fuhr er fort: »Aber das wussten Sie vermutlich schon. Deshalb sind Sie ja hier.« Wenn er weiter so dummes Zeug laberte, würde ihn der Mann gleich zurück ins Haus werfen. Er wollte irgendetwas Intelligentes sagen, um zu zeigen, dass er nicht komplett irre war. »Ich habe keine Hose an.« Mehr fiel ihm gerade nicht ein.

»Befinden sich noch andere Personen in der Wohnung?«, wollte der Feuerwehrmann wissen. Sehr gut, ein Profi.

»Nein«, antwortete Sebastian reflexartig. Er genoss die beruhigende Wirkung, die diese Antwort auf ihn und den Kollegen von der Feuerwehr ausübte. Nur um sicherzugehen, schob er noch hinterher: »Meine Freundin ist doch schon draußen, oder?«

»Wir haben niemanden rausgeholt, Sie sind der Einzige bis jetzt.« Sofort gab der Fe
uerwehrmann per Funk durch, dass sich »mutmaßlich noch eine weibliche Person mittleren Alters« im Gebäude befand.

O Mann, was war er nur für ein verdammter Idiot! Vor ein paar Minuten hatte er noch darüber nachgedacht, dass er nur die richtige Gelegenheit brauchte, um zum Helden zu mutieren. Dann kam diese Gelegenheit – und statt Miriam zu retten, war er voll und ganz mit sich selbst beschäftigt. Man konnte es ihr kaum verübeln, wenn sie nicht mit ihm alt werden wollte. »Aber es heißt doch immer, Frauen und Kinder zuerst!«, echauffierte er sich, während sie im Rettungskorb weiter abwärtsfuhren.

»Ein weitverbreiteter Irrtum. Wir retten, wen wir retten...


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