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Im Wald der gehenkten Füchse

Roman. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren. 1. Aufl. 2014.
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Produktdetails

Titel: Im Wald der gehenkten Füchse
Autor/en: Arto Paasilinna

EAN: 9783838750965
Format:  EPUB
Roman.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2014.
Bastei Entertainment

17. Januar 2014 - epub eBook - 270 Seiten

Der kleine Gauner Juntunen hat bei seinem größten Coup eine ernorme Menge Goldes erbeutet; seine Komplizen hat er auffliegen lassen. Doch er fürchtet, dass zumindest einer von ihnen, ein berüchtigter Mörder, ihn nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis aufspüren wird.

Sicherheitshalber zieht sich Juntunen mit seinem Gold in die Einöde Nordfinnlands zurück. Dort trifft er den zum Säufer gewordenen Major Remes, der sich nach einem völlig chaotischen Manöver vom Dienst hat suspendieren lassen. Beide beschließen, eine Zeit gemeinsam in der nordfinnischen Einöde zu verbringen: im Wald der gehenkten Füchse.

6


Oiva Juntunen war unerbittlich geblieben. Der Granatwerferzug wollte ihm den Hügel auf dem Geröllfeld streitig machen, um von oben Übungsgranaten abzuschießen, doch das konnte er nicht zulassen. Im Geröllfeld lag zu viel Gold, als dass einfältige Rekruten dort herumtrampeln durften. Er musste erst den Dolch ziehen, ehe sie glaubten, dass es ihm ernst war.

Drei Tage und Nächte saß Oiva Juntunen da und bewachte das Geröllfeld. Dann war das Manöver beendet, und die Soldaten mit ihren Granatwerfern verschwanden. Oiva Juntunen machte sich ein kleines Lagerfeuer und schlief zum ersten Mal nach langer Zeit wieder ruhig.

Dann gingen ihm das Brot und die Wurst aus. An Unannehmlichkeiten herrschte hingegen kein Mangel. Er hatte sich verirrt, war todmüde und von Mücken zerstochen. Zuweilen fürchtete er, verrückt zu werden. Aber das Gold konnte er unmöglich hier liegen lassen. Er musste es vorläufig noch bewachen, und wenn es sein Leben kostete.

Zur gleichen Zeit nahm Major Remes vom Kuopsu her Kurs auf Oiva Juntunens Lager. In seiner Karte hatte er sich die Stelle mit dem Vermerk Lager des Verrückten gekennzeichnet. Der Major hatte jetzt Urlaub, er war schwer verkatert, aber ansonsten zufrieden. Ein ganzes freies Jahr lag vor ihm. Wie er es nutzte, würde sich zeigen. Er hatte keine Eile.

Major Remes ging zunächst am Kuopsu vorbei nach Norden ins Juha-Vainaan-Maa, dann hielt er sich nordwestlich in Richtung Potsurainen. Nach einem Marsch von fünf Kilometern kam er im Lager des Verrückten an.

Oiva Juntunen schlief am erloschenen Lagerfeuer. Sein Gesicht war mit Mücken bedeckt. Der Bursche schien in ziemlich elendem Zustand zu sein.

Major Remes setzte seinen Rucksack ab und machte sich daran, das Feuer zu schüren. Es war Abend, die Luft kühl. Nachts könnte es
kalt werden. Der Major beschloss, aus Reisern eine Schutzhütte zu bauen. Zuerst wollte er jedoch Kaffee kochen und Dosenfleisch und Knäckebrot essen. Auch ein Schnaps wäre nicht übel, aber alle Flaschen mit Pomeranzengetränken waren bereits geleert.

Der Major stellte fest, dass der schlafende Verrückte kein echter Wildmarkwanderer war. Er besaß zwar eine entsprechende Ausrüstung, aber an der Art, wie er Feuer gemacht und sich verpflegt hatte, sah man, dass er vom Verhalten in diesen Landstrichen keine Ahnung hatte. Er wirkte wie ein verwöhntes Muttersöhnchen. Aber zäh war der Bursche, hatte er doch einem ganzen Granatwerferzug Widerstand geleistet. Der Major wusste so etwas zu schätzen.

Als das Feuer prasselte und Wärme verbreitete, erwachte der Schläfer plötzlich. Major Remes begrüßte den Mann, doch der zeigte kein Interesse am Austausch von Höflichkeiten, sondern sprang auf und rannte aufs Geröllfeld hinaus. Dort setzte er eine wilde Miene auf und zückte seinen Dolch.

»Ich bin Major Remes. Hier wäre Kaffee, wenn Sie möchten.«

Der entkräftete Oiva Juntunen war völlig durcheinander. Was hatte ein Major hier zu suchen? Steckte er mit Siira unter einer Decke? Oiva Juntunen beschloss, bis zum Schluss um seine Goldbarren zu kämpfen.

Remes erkannte, dass der Mann aus dem Gleichgewicht war. Verrückt, so schien es. Er hatte sich vielleicht verirrt, Hunger gelitten und den Verstand verloren. Der Major bekam Mitleid mit dem geschwächten Wanderer. Ein magerer Städter ... Man musste dem armen Kerl jedenfalls erst mal etwas zu essen anbieten, vielleicht käme er dann zu sich.

Der Major goss Kaffee in einen Becher und rührte Zucker hinein. Dann öffnete er eine Büchse mit einem halben Kilo Rind- und Schweinefleisch, bestrich eine Knäckebrotscheibe dick mit Butter
und belegte sie mit tüchtigen Stücken von dem Konservenfleisch. Schließlich brach er noch eine große Tafel Partisanenschokolade auseinander und stellte alles auf einem flachen Stein zurecht. Er machte einladende Handbewegungen und zog sich aus der Nähe des Lagerfeuers zurück.

Oiva Juntunen stellte fest, dass der Major keine sehr bösen Absichten zu haben schien, da er ihm Essen anbot. Er beschloss, die Einladung anzunehmen, behielt aber die ganze Zeit den Dolch in Griffweite, falls der Offizier auf die Idee käme, ihn anzugreifen.

Während Oiva Juntunen aß, baute Remes sich etwa zwanzig Meter vom Feuer entfernt eine kleine Schutzhütte. Er redete beruhigend auf seinen verrückten Kameraden ein, der mit Appetit Brot und Fleisch verzehrte und auch den Kaffee trank. Aber Antworten gab der Mann nicht. Als er aufgegessen hatte, zog er sich auf das Geröllfeld zurück, legte sich hin und schlief bald ein. Soll der Verrückte doch schnarchen, dachte der Major, morgen früh reden wir weiter.

Am frühen Morgen erwachte Oiva Juntunen munter und bei klarem Verstand. Essen und Schlaf hatten seine Kräfte wiederhergestellt. Sofort begannn er, sich eine passende Tarngeschichte zurechtzulegen, die er dem Major auftischen konnte, wenn dieser erwachte. Er wollte weder seinen richtigen Namen nennen noch sonstige wahrheitsgemäße Angaben zu seiner Person machen.

Auf jeden Fall durfte der Major nicht wieder fortgehen. Oiva Juntunen hatte aus seinem Fehler gelernt. Allein würde er es nicht schaffen, aus dieser gottverlassenen Gegend herauszufinden.

Oiva Juntunen kochte den Morgenkaffee, trank einen Becher davon, wusch sich das Gesicht im Bach und weckte dann Major Remes.

»Wachen Sie auf, Major ... es gibt Kaffee.«

Während Remes Kaffee trank, fragte Oiva, wo man sich befand. Der Major zeigte ihm den Standort des Lagers auf der
Karte. Im Osten lag das Dorf Pulju, bis dahin waren es knapp fünfzehn Kilometer. In westlicher Richtung lagen weitere Wildmarkgebiete. Nach Raattama waren es zwei Meilen. Man befand sich etwa an der Grenze zwischen Kittilä und Enontekiö, noch auf der Kittilä-Seite.

Bevor Oiva Juntunen anfing, dem Major seine Lügengeschichte aufzutischen, versuchte er, sein gestriges Verhalten zu erklären.

»Ich war abends ziemlich müde, hatte mich verirrt und war ein bisschen nervös.«

»Die Jungs mit den Granatwerfern haben dich hier wohl mächtig erschreckt?«, fragte Remes, während er Kaffee schlürfte. »Man hat es mir erzählt, deshalb bin ich hergekommen.«

»Na ja, ein bisschen. Ich habe mich aufgeregt, weil die hier mit Granatwerfern ankamen. Du bist wohl Berufsoffizier?«

»Aktiver Offizier, ja. Aber jetzt bin ich für ein Jahr vom Dienst freigestellt worden. Man muss hin und wieder mal raus aus der normalen Routine, falls du verstehst. Die meisten sterben zu Hause, ha, ha.«

Oiva Juntunen verstand den Major sehr gut. Wenn er an Humlegården und Siira dachte, so traf der Ausspruch des Majors buchstäblich auch auf ihn zu.

Dann hielt er den Augenblick für gekommen, mit dem Lügen anzufangen.

»Ich bin Assistent Asikainen«, stellte er sich vor. »Ich bin Bibliothekar, verdiene mein Brot in der Universitätsbibliothek von Helsinki.«

»Was treibt denn einen Bibliothekar in diese Gegend? Hier gibt es gar keine Bücher«, wunderte sich der Major.

»Eigentlich will ich ökologische Eindrücke sammeln. Ich interessiere mich für alles, was mit Umweltschutz zu tun hat.«

In Wahrheit hatten ihn Umweltfragen nie sonderlich interessiert, doch er vermutete, so ein vierschrötiger Major kenne sich bei diesem Thema noch
weniger aus, und dadurch bestünde die Chance, dass er die Tarngeschichte glauben würde.

»Meine Tante ist gestorben. Ich habe ein bisschen Geld von ihr geerbt, und da dachte ich, nun habe ich endlich mal die Gelegenheit, nur an mich zu denken und mich hier in Lappland ein wenig umzusehen.«

Wie wahr, Oiva Juntunen dachte an sich selbst, aber auch an den ehemaligen Baggerfahrer Sutinen, den Vertriebskaufmann Siira und die Polizisten aller nordischen Länder. Sie alle gemeinsam zwangen ihn, sich hier in die Wildmark zurückzuziehen. Was bedeutete schon eine tote Tante im Vergleich zu einem lebenden Siira.

Oiva Juntunen war beim Lügen in Fahrt gekommen. Er erzählte dem Major seinen familiären Hintergrund: Er sei Junggeselle, was zufällig sogar stimmte. Er stamme aus Helsinki, was nicht stimmte, und sei Bibliothekar, das war besonders frech gelogen. Auch alles andere, was folgte, war blanker Unsinn: Er sammle seit seiner Kindheit Pflanzen, habe ein Aquarium, beobachte Vögel und verfolge die Spuren der Säugetiere.

Die einzigen Säugetiere, für die sich Oiva Juntunen je interessiert hatte, waren Frauen.

»Ich habe zu Hause ein eigenes astronomisches Fernrohr und eine Bibliothek mit über tausend Bänden, dabei ist das noch wenig ... Außerdem engagiere ich mich in der Umweltbewegung. Bei uns in Finnland sollte kein einziges Wasserkraftwerk mehr gebaut werden, die Stromschnellen müssen frei fließen können.«

Oiva Juntunen sprach ausführlich über die kommende Ökokatastrophe.

»Ein so junger Mann und so viele Sorgen«, bemerkte der Major.

»Als meine Tante im Frühjahr an Blasensteinen starb, habe ich beschlossen, nach Lappland zu fahren und meine Flechtensammlung zu vervollständigen«, setzte Oiva Juntunen seinen Lügen noch eins drauf.

»Wie viele gibt es
denn davon?« Der Major gewann Interesse. »Bärenmoos, Astmoos und gewöhnliche Flechte, die drei Sorten kenne ich zumindest.«

Oiva Juntunen wurde vorsichtig. »Es gibt mehr als zehn Arten, wenn man die reinen Flechten nimmt. Moose und Bartflechten sind eine Sache für sich, auch Pilze und Baumschwamm. Ich habe mich speziell mit Flechten befasst.«

»Aha. Nun gut, auf der Militärhochschule haben wir uns nicht näher mit Flechten beschäftigt.«

»In der Atmosphäre ist in den letzten Jahren eine alarmierende...


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