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Die Glücksbäckerin von Long Island

Roman.
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Produktdetails

Titel: Die Glücksbäckerin von Long Island
Autor/en: Sylvia Lott

EAN: 9783641124861
Format:  EPUB
Roman.
Blanvalet Taschenbuch Verlag

21. Juli 2014 - epub eBook - 544 Seiten

Am anderen Ende des Himmels wartet das Glück Ostfriesland, 1932. Die junge Marie wächst in einfachen Verhältnissen auf. Als sie sich in den falschen Mann verliebt, wird sie von ihren Eltern zu Verwandten nach Amerika geschickt. Im Gepäck hat sie ein gebrochenes Herz - und das Rezept für einen köstlichen Käsekuchen. Sie ahnt nicht, dass sie damit New York im Sturm erobern wird ... Jahrzehnte später begleitet die Hamburger Fotografin Rona ihren Großvater nach Long Island, wo er seine Schwester Marie zu ihrem 90. Geburtstag besucht. Diese vertraut ihrer Großnichte eine Geschichte an, die deren Leben verändert...
Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und lebt in Hamburg. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits mehrere Romane. Mit Die Inselfrauen und Die Fliederinsel stand sie wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Im Mai 2018 erscheint ihr neuer Roman Die Inselgärtnerin.


Long Island

Mai 2003

Schon vor meiner Einschulung habe ich oft auf der Kanalbrücke am Ortsausgang gestanden und sehnsüchtig den Autos nachgeschaut, die unser kleines Moordorf verließen. Vielleicht hielt ja endlich mal einer an und nahm mich mit? Hinaus in die große weite Welt! Nach Oldenburg … Oder noch weiter, nach Bremen. Oder in die richtig weite Ferne bis nach Amerika, wohin die älteren Geschwister meines Großvaters vor langer Zeit, noch vor dem Zweiten Weltkrieg, ausgewandert waren, um ihr Glück zu machen. Sie schickten regelmäßig Fotos und Briefe aus den Vereinigten Staaten. Obgleich ich sie nur selten zu Gesicht bekam, wuchs ich doch mit ihnen auf, sie prägten mein Leben.

Und nun befand ich mich tatsächlich auf dem Weg zu ihnen, oder, um genau zu sein, zu meiner Großtante Marie. Rona, hatte mein Großvater erst vor wenigen Wochen gesagt, ich würde gern zum neunzigsten Geburtstag meiner Schwester nach Amerika fliegen. Willst du mich nicht begleiten? Mir ging es gerade ziemlich schlecht, privat und beruflich. Vielleicht bringt die Reise mich auf andere Gedanken, hatte ich gedacht und deshalb Ja gesagt. Ich war mir sicher, dass wir drei sehr intensive Wochen miteinander erleben würden.

Nun saßen wir schon einige Stunden im Flieger, der uns von Hamburg nach New York bringen sollte. Über Neufundland schlief mein Großvater endlich ein. Seit dem Start hatte er von seinem Fensterplatz aus die Welt von oben bestaunt und Fotos gemacht, die vermutlich hauptsächlich den linken Tragflügel in verschiedenen Lichtverhältnissen zeigten. Es war sein erster Flug. Den mit dem zerschossenen Bein, als die Verletzten aus dem Kessel von Stalingrad geflogen wurden, hatte er gemeint, kann man ja nicht mitzählen, damals war ich bewusstlos.

Die Nacht zuvor hatten wir in meinem Hamburger Loft verbracht, schon dort ha
tte mein Großvater vor Aufregung kaum geschlafen. Gut, dass er vor der Reise bei seinem Hausarzt gewesen war, sonst hätte ich mir vielleicht langsam Sorgen um seine Gesundheit gemacht. Doch der Doktor hatte ihm bestätigt: »Johann Wiemkes, du bist fitter als mancher Sechzigjährige.«

Ich hörte Opa leise und regelmäßig schnarchen, ich selbst konnte überhaupt nicht schlafen. Denn ich war wütend. Immer noch. Es hörte gar nicht wieder auf. Ein dicker Wutball rotierte in meinem Bauch. Unsere Medizinredakteurin hatte einmal in einer Themenkonferenz erklärt, scheinbar grundlose Wut sei das vorherrschende Gefühl der Wechseljahre. Unser Gehirn fängt Feuer, hatte sie referiert. Die Hormone sorgen dafür, dass im Hirn ähnlich wie in der Pubertät die Leitungen umgestöpselt werden.

Begannen jetzt etwa schon meine Wechseljahre? Frechheit! Dafür fühlte ich mich mit Mitte vierzig noch viel zu jung.

Abgesehen davon hatte ich sehr berechtigte Gründe, wütend zu sein. Ich hatte vor Kurzem meinen Job als Fotochefin eines Frauenmagazins verloren. Ohne Vorwarnung war ich von der Überholspur in einer Sackgasse gelandet und hatte keine Ahnung, wie und wohin es weitergehen sollte. Der Rauswurf nagte noch gewaltig an mir, auch wenn ich mich inzwischen mit dem Verlag auf eine Abfindung geeinigt hatte. Wie konnten die nur einfach so auf mich verzichten? Wegen einer neuen Anstellung hatte ich schon mal meine Fühler ausgestreckt und nur Entmutigendes erfahren. Die alte Clique aus meiner Zeit als freie Fotografin, die ich, zugegeben, in den zurückliegenden beiden Redaktionsjahren sehr vernachlässigt hatte, existierte praktisch nicht mehr. Ein Kollege war nach Berlin zu seiner Wochenendbeziehung gezogen, weil er so wenigstens die Miete sparen konnte. Ein anderer, einst Vielflieger mit diversen Business-Lounge-Zugangsberechtigungen, war in seine
schwäbische Heimat zurückgekehrt, um nun für die regionale Tourismuszentrale zu arbeiten. Eine Kollegin hatte in Hamburg eine Tagesbar mit Galerie eröffnet, die sich aber nicht rentierte. Eine andere war nach einer Auszeit in Australien dabei, in einem Bauernhaus an der Ostsee ein Yogastudio zu eröffnen. Von den vielen arbeitslosen Journalisten, die nun fast alle irgendetwas mit Coaching versuchten, hatte mindestens jeder Zweite geheiratet. Offenbar brachte die Krise locker verbandelte Paare enger zusammen. Alle, außer Robert und mich! Ich musste die Hand auf meine blubbernde Galle legen, um sie zu besänftigen.

Noch wütender als auf die Redaktion, den Verlag oder die Krise im Allgemeinen war ich schließlich auf Robert. Auf diesen undankbaren, faulen, schwanzgesteuerten Betrüger! Natürlich auch auf seine kurzhaarige Schlampe!

Andererseits, so lange wie mit Robert war ich noch nie mit einem Mann zusammen gewesen. Deshalb wollte ich jetzt nichts überstürzen, sondern in Ruhe ergründen, wie viel gekränkte Eitelkeit in meiner Wut steckte und ob es sich lohnte, um unsere Beziehung zu kämpfen.

Wir befanden uns im Landeanflug. Ich schloss die Augen.

Tante Maries ältester Sohn Jim und seine Frau Cora holten meinen Großvater und mich am JFK-Airport in New York mit einem schicken Geländewagen ab und fuhren uns in das Easy Village genannte Rentnerdorf auf Long Island, in dem Tante Marie seit dem Tod ihres Mannes lebte. Mein Großvater saß vor mir. Seine großen Ohren leuchteten rot vor Aufregung. Fünfunddreißig Jahre lag die letzte Begegnung der Geschwister zurück.

»Mom hätte euch gern hier schon in Empfang genommen. Aber sie ist nicht mehr so mobil und wartet zu Hause auf euch«, erklärte Jim, ein gut aussehender grauhaariger Mann, der als Arzt gearbeitet hatte und jetzt im Ruhesta
nd lebte.

Ich fühlte mich zerschlagen, die Klimaanlage im Auto gab mir den Rest. Aber mein Großvater war wieder hellwach, Entdeckerfreude und Neugier blitzten aus seinen Augen, und er zeigte sich hervorragend vorbereitet.

»Long Island ist hundertneunzig Kilometer lang und bis zu zweiunddreißig Kilometer breit«, erklärte er mir. »Was sie die Hamptons nennen, das ist ein fünfzig Kilometer langer Landstrich mit einem Dutzend Ortschaften an der Ostspitze der Insel. Viele von denen enden auf -hampton, wie Southhampton oder Westhampton.«

Ich nickte gelehrig. Zwei- oder dreimal war ich für Fotoreportagen auf Long Island gewesen, einmal in einem Ferienhaus im Shabby Chic, und das andere Mal in einem supercoolen Designerhaus. Jedes Mal hatte der schreibende Kollege die Termine so eng gesetzt, dass keine Zeit für Verwandtenbesuche geblieben war.

»Verstehe. Westhampton und Southampton, das ist so wie Westrhauderfehn oder Südrhauderfehn.«

»Genau«, Großvater schmunzelte. »Nur kosten die Häuser und das Land hier etwas mehr.«

Jim verstand Deutsch, doch er konnte es nicht sprechen, und so übersetzte ich, als er aufzählte, welche Promis Sommerhäuser in den Hamptons besaßen, eine beeindruckende Liste von Millionären, Künstlern, Designern, Schauspielern. Seine Frau berichtete stolz, dass sie neulich im Kino neben Barbra Streisand gesessen habe. Sie bot sich an, uns das Walfängermuseum in Sag Habour zu zeigen und mit uns und Tante Marie bis an die äußerste Spitze der Insel zu fahren, zum Leuchtturm von Montauk. »Der ist wirklich ururalt«, sagte Cora begeistert, »von 1797! Wir wandern dort gern.«

Der Höhepunkt, so versprach Jim, würde das Festessen zum neunzigsten Geburtstag seiner Mutter im früheren Restaurant seiner Eltern in den Hamptons se
in.

»Wir haben es verpachtet, es ist immer noch in Betrieb, direkt am Wasser gelegen. Alle Verwandten werden kommen, es wird eine große Familienfeier.«

Cora nickte. »Und es hat immer noch eine hervorragende Küche!«

Ich hoffte inständig, dass ich nicht jeden Tag diesen ominösen Käsekuchen würde essen müssen, von dem ich immer wieder gehört hatte. Wenn der nur halb so gehaltvoll war wie die selbst gemachte Buttercremetorte meines Großvaters, dann würde ich die nächsten drei Wochen nicht überleben.

Je länger wir fuhren, desto ländlicher wurde die Umgebung. Manchmal konnten wir einen Blick auf den Atlantik und endlos lange Sandstrände werfen, dann wieder kamen wir durch gemütliche Ortschaften mit Boutiquen und Cafés.

»Das waren früher Fischerdörfer«, erklärte Cora, die ebenfalls als Ärztin gearbeitet hatte. »Heute liegen hier mehr Segelboote als Kutter.«

Wir streiften Naturschutzgebiete und durchquerten weite Kartoffeläcker. Am Straßenrand boten Farmer ihr Obst, Gemüse und selbst gemachte Marmelade zum Verkauf an.

Endlich hielt Jim vor einem eingezäunten parkähnlichen Areal an einem Schlagbaum. Er winkte dem Uniformierten in einem Kontrollhäuschen zu. Der erkannte ihn, salutierte und ließ die Schranke hochfahren. Bremsschwellen auf der Straße sorgten dafür, dass wir nur im Schritttempo durch Easy Village rollen konnten, ein Bilderbuchdorf für gut betuchte Menschen im Ruhestand. Weiße Holzhäuschen, Gemeinschaftseinrichtungen in einheitlichem Stil, Swimmingpool und ein Golfplatz – eingebettet in gepflegte Gartenanlagen.

»Hier brauchen ältere Herrschaften keine Angst vor Einbrüchen oder Überfällen zu haben«, erklärte Jim. »Je nach Bedarf stehen auch &Au
ml;rzte und Pfleger bereit. Es gibt Putz- und Gartenhilfen. Ich bin wirklich froh, dass Mom hier lebt. Sie ist weiter selbstständig, aber bestens versorgt.«

Jim parkte an einem mit Blumenrabatten umpflanzten Rasenrondell. Wir stiegen aus und hörten eine helle Frauenstimme.

»Jonny! Endlich bist du da!«

Auf der Veranda eines hübschen Häuschens saß eine alte Dame mit lilafarbenen, sorgfältig toupierten Haaren, die sich nun umständlich erhob, mit unsicheren Schritten auf uns zuging und meinem Großvater die Arme entgegenstreckte.

»Marie! Mensch,...


"Amüsant [...] Die Autorin beschreibt mit viel Herz, wie [ein Käsekuchenrezept] dem Leben wunderbare Wendungen gibt."

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