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Ich will doch bloß sterben, Papa

Leben mit einer schizophrenen Tochter. Originaltitel: Jan…
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Produktdetails

Titel: Ich will doch bloß sterben, Papa
Autor/en: Michael Schofield

EAN: 9783641125752
Format:  EPUB
Leben mit einer schizophrenen Tochter.
Originaltitel: January first.
Übersetzt von Carsten Mayer, Michael Schofield
Kösel-Verlag

31. März 2014 - epub eBook - 336 Seiten

Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer "Freunde". Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht.

Diese packende Geschichte ist dramatisch und Mut machend zugleich. Sie lässt hoffen, dass die bedingungslose elterliche Liebe Jani künftig ein halbwegs lebenswertes Leben ermöglichen wird.


Eine Familie am Abgrund
Der bedingungslose Kampf eines Vaters um seine schizophrene Tochter
Eine wahre Geschichte: fesselnd, erschütternd, faszinierend
Der New York Times-Bestseller endlich auf Deutsch


Michael Schofield betreibt einen Blog über die Geschichte der Schizophrenie seiner Tochter und ist Dozent an der California State University, Northridge. Zusammen mit seiner Frau Susan gründete er die Jani Foundation zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und deren Eltern (www.janifoundation.org).

8. August 2006

Heute ist Jannis vierter Geburtstag und ich bereite gerade die Party am Swimmingpool beim Klubhaus unserer Wohnanlage vor.

Ich setze Badespielzeug ins Wasser. Janni planscht inzwischen schon im Becken.

»Komm auch rein, Papa!«

»Ich komme schon noch, Janni. Ich muss nur erst alles herrichten.«

»Schau mal, Janni!«, ruft Susan. »Lynn und die Zwillinge sind da. Komm und sag Guten Tag.«

Susan steht am Tor und lässt sie herein. Die Zwillinge sind im selben Alter wie Janni. Wir kennen sie, seit sie Babys waren.

»Janni?«, ruft Susan noch einmal. »Komm und sag Lynn und den Zwillingen Hallo.«

»Nein«, ruft Janni zurück, ohne sich auch nur umzudrehen.

»Janni, du musst deine Gäste begrüßen«, sagt Susan schon etwas strenger.

»Nein!«, schreit Janni jetzt deutlich lauter.

»Hallo, January!«, ruft Lynn. »Alles Gute zum Geburtstag!«

»Ich bin nicht January!«, kreischt Janni, die sich noch immer nicht umdreht. Ruhiger dann: »Ich bin Blauaugenbaumfrosch.«

Lynn ist sichtlich irritiert, fasst sich aber rasch wieder. Sie kennt unseren Kampf mit Jannis ständigen Namenswechseln schon seit geraumer Zeit.

Vor einem Jahr wollte Janni plötzlich nicht mehr auf ihren Namen hören. Und diese Phase dauert nun schon sehr viel länger an, als wir erwartet hatten. Sobald jemand sie bei ihrem echten Namen ruft, schreit sie auf, als würde man ihr die Hand auf die heiße Herdplatte drücken.

Wir versuchen gar nicht erst, sie dazu zu zwingen, ihren Geburtsnamen zu benutzen. Mittlerweile sind wir schon froh, wenn sie sich für einen Namen entscheidet und dabei bleibt. Das Problem ist, dass sie die Namen andauernd wechselt, m
itunter mehrmals täglich. Sie war schon »Hotdog«, »Regenbogen«, »Leuchtkäfer« und nun also »Blauaugenbaumfrosch«; das heißt, ursprünglich »Rotaugenbaumfrosch« aus der Fernsehserie Diego!, bis die Dame vom Sav-On-Drogeriemarkt sie darauf aufmerksam machte: »Du hast aber doch blaue Augen, mein Schatz.«

»Lynn und die Mädchen sind extra zu deiner Geburtstagsparty gekommen«, ermahnt Susan. »Du kommst jetzt her und sagst Guten Tag.«

Janni steigt aus dem Pool und geht zu den Zwillingen. Sie zieht keine Schnute. Sie lächelt und reibt sich flott die Hände, als freue sie sich auf einmal, die beiden zu sehen. Es ist, als habe der Ausbruch von gerade eben nie stattgefunden.

Susan nimmt für die Zwillinge zwei Safttüten aus der Kühlbox.

»Hallo, Janni. Wie geht’s?«, fragt Lynn freundlich.

Das Händereiben bricht ab und das Lächeln ist verschwunden. »Ich bin nicht Janni! Ich bin Blauaugenbaumfrosch.«

»Oh, verzeih. Ich vergaß.« Als hätte ihr jemand einen leichten elektrischen Schlag versetzt, verbessert sich Lynn eilends.

»Kinder, wünscht Blauaugenbaumfrosch alles Gute zum Geburtstag«, weist Lynn ihre Töchter an.

»Alles Gute zum Geburtstag, Janni«, flöten sie pflichtschuldig. Die Zwillinge kannten meine Tochter schon als Janni, da konnten sie noch nicht einmal sprechen. Etwas anderes haben sie nie gelernt.

»Ich bin nicht Janni!«, schreit sie die Zwillinge an. »Ich bin Blauaugenbaumfrosch.«

Verwirrt schauen die Zwillinge nach ihrer Mutter.

»Janni!«, mahnt Susan. »Sei höflich.«

Ich sage nichts. Natürlich hätte auch ich gerne eine höfliche Tochter, aber es ist nun einmal so, dass
Genie in aller Regel mit auffälligem Verhalten einhergeht. Janni war von Anfang an Frühentwicklerin und konnte schon mit acht Monaten sprechen. Mit 13 Monaten kannte sie sämtliche Buchstaben, die großen wie die kleinen, selbst wenn sie auf der Seite lagen oder auf dem Kopf standen. Mit 18 Monaten sprach sie in grammatikalisch korrekten Sätzen und stellte sich anderen mit den Worten vor: »Ich heiße Janni Paige und bin 18 Monate alt.«

Doch wozu sie wirklich fähig war, begriff ich erst, als ich eines Abends, da war Janni gerade zwei, vom Seminar heimkam und Susan mir von ihrem Tag erzählte.

»Addieren habe ich ihr schon beigebracht«, berichtete Susan, was ich aber längst wusste, »also haben wir heute mit Subtrahieren angefangen. Ich wollte wissen, was sieben minus vier ist.«

»Hat sie es herausgebracht?«, fragte ich.

»Ja, das hat sie, und wir machten weiter mit sieben minus drei ist vier. Und dann fragt sie mich: ›Mama, was ist vier minus sieben?‹ Also fing ich an, ihr negative Zahlen zu erklären.«

Ich starrte Susan an. »Sie wollte von dir wissen, wie viel vier ­minus sieben ist?«

Susan, die gerade den Abwasch machte, drehte sich zu mir um. »Ja.« Sie sah den entsetzten Ausdruck in meinem Gesicht. »Was hast du denn?«

»Das hat sie dich einfach so gefragt?«

»Ja. Aber was ist denn?«

Negative Zahlen, schoss es mir durch den Kopf. Negative Zahlen existieren in der Dingwelt nicht und sind ein rein abstraktes Konzept. Minus vier Äpfel kann man nicht sehen. Im Alter von zwei Jahren vollzog Jannis Hirn den Sprung vom »konkreten Denken«, wie Piaget es nennt, zum »abstrakten Denken«, etwas, das typischerweise erst sehr viel später geschieht. Janni wa
r fähig, sich einen Begriff von Konstrukten zu machen, die es materiell gar nicht gibt.

Ich träume davon, dass Janni noch vor ihrem zehnten Geburtstag nach Harvard oder Yale oder aufs Massachusetts Institute of Technology (MIT) geht. Mein größter Traum, wenn ich nachts die Augen schließe, ist, dass Janni den Nobelpreis gewinnt. Wofür, weiß ich nicht und es ist mir auch egal. Aber wenn sie mit zwei Jahren zu solchen Leistungen fähig ist, dann muss sie sich ganz einfach als Segen für die Menschheit erweisen. Und dafür kann man ihr schon mal die eine oder andere Unhöflichkeit durchgehen lassen.

»Mögt ihr Saft?« Susan reicht den Zwillingen die Safttüten, die sie gerne nehmen.

Janni bricht in Gelächter aus und macht eine schnelle, ausholende Armbewegung zu den Zwillingen hin. »400 bespritzt euch mit Mangosaft«, prustet sie, ohne die beiden zu berühren.

Instinktiv zucken die Mädchen zusammen und blicken sich Rat suchend nach der Mutter um.

»400 bespritzt euch mit Mangosaft.« Ohne dass sie irgendetwas in der Hand hielte, wiederholt Janni die Bewegung und tut, als schütte sie Saft über die Zwillinge.

Die Mädchen flüchten zur Mutter.

»Janni, das tut man nicht«, schimpft Susan.

»Aber das bin nicht ich. Das ist nur 400. Sie bespritzt sie mit Mangosaft. Es macht ihr Spaß, Leute mit Mangosaft zu bekleckern.« Wieder holt der Arm mit dem imaginären Saft aus. Dabei haben wir nicht einmal Mangosaft.

Die Zwillinge schauen zu Lynn. »Ihr braucht beide Sonnenschutz.« Sie sieht die beiden an, nimmt eine Tochter an jede Hand und führt sie zu den Liegestühlen und Tischchen.

»Dann sag 400 gefälligst, dass sie damit aufhören soll«,
befiehlt Susan. »400 ist auch wieder eine von diesen eingebildeten Freundinnen«, erklärt sie Lynn.

Ins Nichts sagt Janni: »400, hör jetzt auf.« Sie wartet offenbar eine Reaktion ab und wendet sich dann wieder den Zwillingen zu.

»Sie will einfach nicht damit aufhören.« Janni bricht erneut in Lachen aus. »Das ist so komisch. 400 schüttet Mangosaft über euch.«

Lynn cremt die sichtlich verschreckten Zwillinge mit Sonnenschutz ein. »Es ist schon gut, wir wissen, dass Janni ›eigen‹ ist.«

Es ist frustrierend. Janni lässt ihre Fantasie spielen, aber die Zwillinge sind einer Vorstellungskraft wie dieser nie begegnet. Viele Genies sind exzentrisch, sage ich mir.

»Janni!« Susans Stimme wird schrill. »Hör sofort auf!«

»Das bin nicht ich! Das ist 400

»Dann kümmere dich um 400. Sag ihr, sie soll aufhören.«

Entgeistert streckt Janni die Arme von sich. »Das kann ich nicht!«

»Janni …«, setzt Susan an, doch ich falle ihr ins Wort.

»Lass gut sein.«

Janni kommt zu mir und wir machen uns fertig für den Swimmingpool. Das ist meine Aufgabe. Ich bin es, der sie vor dem Rest der Welt beschützt.

Ich sehe die Frustration in Susans Gesicht, aber ihr fehlt einfach das tiefe Verständnis für Janni, wie ich es habe.

»Sie muss ihre Freundinnen begrüßen«, ermahnt sie mich flehentlich. »Du trägst nicht dazu bei, ihr Manieren beizubringen.«

»Es ist ihr Geburtstag. Lass gut sein«, entgegne ich.

Susan setzt zum Widerspruch an.

»Lass gut sein«, wiederhole ich ein wenig strenger. Susan schließt den Mund und sieht mich
böse an.

Ich springe ins Becken, komme an den Rand und recke die Arme hoch. »Komm, Janni. Spring rein.«

»400 will auch reinspringen«, sagt Janni sehr ernst.

»Katzen sind aber eher wasserscheu.«

»Okay, du bleibst hier, 400

Janni springt zu mir und ich führe sie in die Mitte des Pools. Plötzlich schaut Janni sich nach dem Beckenrand um.

»Oh, nein! 400 ist ins Wasser gefallen!«, ruft sie aus. »400, nicht ertrinken!«

»Ich rette 400«, verspreche ich. Ich setze Janni im Flachen ab und wate dorthin, wo 400 mutmaßlich sein könnte. Und genau das ist es, was mich von jedem anderen in Jannis Leben unterscheidet. Ich lasse mich auf ihre imaginären Freunde ein, als seien...


»Der Bericht eines verzweifelten Vaters.«

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll - von ChrisTheGeek - 04.05.2014 zu Michael Schofield „Ich will doch bloß sterben, Papa“
Authentische Geschichte packend erzählt!
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