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Nero

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Produktdetails

Titel: Nero
Autor/en: Jürgen Malitz

EAN: 9783406653018
Format:  EPUB
Beck C. H.

8. Januar 2014 - epub eBook - 128 Seiten

Nero wäre gewiß ein ordentlicher Schauspieler geworden, aber das Schicksal wollte, daß er Kaiser wurde. Seine Versuche, beide Karrieren in exzentrischer Manier miteinander zu verbinden, trugen ihm herbe Kritik ein und kosteten ihn schließlich den Kopf. Jürgen Malitz beschreibt in seiner Biographie Leben und Wirken dieses römischen Kaisers, der als Archetyp des narzißtischen Tyrannen und Christenverfolgers in die Geschichte eingegangen ist.
1;Cover;1 2;Titel;4 3;Zum Buch ;3 4;Über den Autor ;3 5;Impressum;5 6;Inhalt;6 7;I. Augustus Ururenkel;8 8;II. Thronfolger;11 9;III. Quinquennium Neronis;22 10;IV. Muttermord;30 11;V. Welch ein Künstler;41 12;VI. Der Princeps und das Volk von Rom;51 13;VII. Die Provinzen des Reiches;58 14;VIII. Der Brand Roms;70 15;IX. Opposition;82 16;X. Griechenlandfahrt;93 17;XI. Das Ende der Dynastie;104 18;XII. Quo vadis? Neros Nachleben;114 19;Stammtafel;121 20;Karte;122 21;Zeittafel;123 22;Bildnachweis;124 23;Literaturverzeichnis;125 24;Register;126


Jürgen Malitz ist Professor emeritus an der Katholischen Universität Eichstätt. Die von ihm entwickelte bibliographische Datenbank «Gnomon Online» (www.gnomon-online.de) ist ein Partnerunternehmen des «Gnomon. Kritische Zeitschrift für die gesamte klassische Altertumswissenschaft» (Verlag C.H.Beck). Darüber hinaus ist er Herausgeber der «Numismatischen Bilddatenbank Eichstätt».

II. Thronfolger


Nero hat nicht lange bei seiner geizigen Tante leben müssen. Caligula wurde am 24. Januar 41 ermordet. Die Prätorianer ließen dem Senat nicht viel Zeit für Debatten, sondern riefen Claudius zum Princeps aus. Die Öffentlichkeit war damals überrascht, aber Claudius war immer schon Mitglied des Hofes und nach den Kränkungen vieler Jahre voller Ehrgeiz. Die Prätorianer erkannten, daß er als einziger in der Lage sein würde, alle materiellen Ansprüche der Leibgarde zu erfüllen, und dies reichte als Argument für die Ausrufung zum Imperator aus. Der Senat hatte sich zu fügen.

Agrippina durfte heimkehren und erhielt ihr Vermögen und ihren Sohn zurück. Sie suchte sofort einen neuen Ehemann, um Einfluß zu gewinnen. Der vorsichtige Galba, im Jahre 68 Neros Nachfolger, entzog sich Agrippinas Werben. So wurde der sehr vermögende und einflußreiche C. Sallustius Passienus Crispus für wenige Jahre (bis 47) ihr Mann; sein Testament kam Agrippina und ihrem Sohn zugute. Es kann nicht überraschen, daß nicht jeder vom natürlichen Tod des Gatten überzeugt war.

Agrippina war erfolgreich darauf bedacht, sich den neuen Herrscher, der als Bruder des Germanicus zugleich ihr Onkel war, gewogen zu machen. Ein frühes Beispiel für ihr Bemühen, den Sohn der Öffentlichkeit in Erinnerung zu bringen, ist Neros sorgfältig vorbereiteter Auftritt beim Troiaspiel der vornehmen Jugend anläßlich der von Claudius im Jahre 47 organisierten Säkularfeiern. Der Ururenkel des Augustus erhielt rauschenden Beifall, mehr als der Sohn des regierenden Princeps, der um drei Jahre jüngere Britannicus. Claudius hat solchen Auftritten, selbst wenn sie zu Lasten seines Sohnes gingen, nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Claudius’ Frau Valeria Messalina, die Mutter des Britannicus, reagierte an
ders. Sie erkannte in Agrippina eine Bedrohung für die Zukunft des Britannicus.

Messalina wurde kaum ein Jahr später auf Befehl des Claudius getötet. Die antiken Berichte sprechen von einer skurrilen Heiratszeremonie Messalinas mit C. Silius, dem, wie es hieß, Schönsten aller Römer, die den Princeps bei aller Duldsamkeit zum Handeln gezwungen habe. Messalina galt zwar als sexuell unersättlich, doch könnte dieser „amour fou“ Teil eines politischen Plans gewesen sein, die Herrschaft des umstrittenen Claudius vorzeitig zu beenden; C. Silius wäre dann Vormund des Britannicus geworden. Nur schwer gelang es loyalen Beratern, Claudius von der Notwendigkeit zu überzeugen, Messalina als Hochverräterin sterben zu lassen.

Der Witwer, dessen Präferenzen für das eheliche Zusammenleben, bei aller Freude am Umgang mit einfacheren Damen des Hofes, stadtbekannt waren, wurde sogleich zum Spielball der aristokratischen Familienpolitik. Agrippina, unterstützt von dem mächtigen Freigelassenen Pallas, hat schließlich alle Konkurrentinnen überwunden und Claudius zur Heirat bewogen: Dies war schon deshalb nicht selbstverständlich, weil die verwandtschaftliche Nähe von Onkel und Nichte als Ehehindernis galt. Ein wohlinszenierter Senatsbeschluß sorgte für die Aufhebung dieser überkommenen Regelung. Es war allerdings nicht nur die attraktive Nichte selbst, die den bald sechzigjährigen Claudius zu dieser Verbindung veranlaßt haben dürfte; ebenso anziehend war die Überlegung, daß es in seinem eigenen Interesse sein werde, den Ehrgeiz Agrippinas unter Kontrolle zu haben: Kein anderer Mann sollte Stiefvater Neros werden können.

Mit ihrer Hochzeit zu Beginn des Jahres 49 hatte Agrippina eine Stellung erreicht, die noch ein Jahr zuvor kein vernünftiger Augur oder Astrologe vorauszusagen gewagt hätte. Agrippina hat
sich mit eindrucksvoller Energie um den Ausbau ihrer Position am Hof gekümmert, und sie führte den Kampf um die Zukunft Neros von Anfang an mit äußerster Rücksichtslosigkeit. Seine Stellung war schon zuvor durch die Anbahnung einer Ehe mit der zehnjährigen Octavia, der Tochter des Claudius, gefördert worden. Octavia war bereits mit L. Junius Silanus verlobt, der ebenfalls ein Ururenkel des Augustus war und somit die Grundbedingung für eine Berücksichtigung bei Nachfolgefragen erfüllte. Agrippina gewann Lucius Vitellius, einen der einflußreichsten Berater des Herrschers, für ihre Pläne. Der junge Silanus wurde des Inzests mit seiner Schwester angeklagt und aus dem Senat verstoßen. Sein Freitod am Hochzeitstag Agrippinas war freilich kein Schuldeingeständnis, sondern nur der letzte Versuch, das Familienvermögen vor der Konfiszierung zu retten, die der unvermeidliche Schuldspruch mit sich gebracht hätte. Da es genügend Senatoren gab, die sich über die weiteren Pläne Agrippinas im klaren waren, erreichte sie einen Senatsbeschluß, mit dem Claudius aufgefordert wurde, seine Tochter doch dem jungen L. Domitius Ahenobarbus anzuvertrauen.

Nero als Kind. Die Bulla um seinen Hals zeigt, daß er noch nicht volljährig ist. (Paris, Louvre).

Der stadtrömischen Öffentlichkeit blieb die Konsequenz solcher Förderung von Agrippinas Sohn nicht verborgen; noch besser wußten diejenigen Bescheid, die von Agrippina direkt für ihre Zwecke eingesetzt wurden. Sie beschränkte sich dabei nicht auf die Gewinnung zuverlässiger Gefolgsleute im Senat und im Bereich der Prätorianerkaserne. Erheblichen Weitblick zeigt Agrippinas Entscheidung, die Ausbildung des damals 13jährigen Nero nicht irgendeinem der durchaus renommierten Lehrer (oft unfreier Herkunft) anzuvertrauen, wie es sonst in aristokratischen Hä
;usern üblich war, sondern einem der bekanntesten Intellektuellen der Hauptstadt, der zudem noch Mitglied des Senats war.

Agrippina berief im Jahre 49 L. Annaeus Seneca zum „Tutor“ des jungen Prinzen; zwei griechische Hauslehrer waren daneben fast ohne Bedeutung. Mit Agrippina verband Seneca ein starkes Gefühl der Dankbarkeit (über das er, sehr diskret, nie gesprochen oder geschrieben hat), und gegenüber Claudius empfand er nichts als einen ganz unphilosophischen Haß. Der ehrgeizige, aus einer ritterlichen Familie Spaniens stammende Philosoph und Schöngeist war im Jahre 41, zur Zeit Caligulas, einer höfischen Intrige zum Opfer gefallen. Der asthmatische Gelehrte entkam als angeblicher Liebhaber der Julia Livilla nur knapp der Todesstrafe und hatte seitdem auf Korsika ein Leben ganz ohne die geistigen Anregungen der Hauptstadt ertragen müssen. Alle Bitten um Begnadigung, auch solche um den Preis völliger Selbstverleugnung, waren fehlgeschlagen. Agrippina erreichte schließlich bei Claudius nicht nur die Begnadigung, sondern auch noch die Verleihung einer Prätur für den Heimkehrer. Zugleich beauftragte sie ihn mit der Erziehung des Prinzen. Natürlich wußte er genau, was von ihm erwartet wurde: wenig Philosophieunterricht – dafür standen griechische Lehrer zur Verfügung –, sondern vielmehr die Erziehung des Knaben zu einem gewandten Redner und Stilisten – und, wann immer die Zeit dafür reif sein würde, zum Thronfolger.

Mit Plänen für eine sorgfältige Ausbildung ihres Sohnes gab sich Agrippina noch nicht zufrieden. Ein entscheidender Schritt war die von ihr durchgesetzte Adoption Neros durch Claudius am 25. Februar 50. Der Herrscher, der doch selbst einen legitimen und gesunden Sohn hatte, mag das durch entfernt vergleichbare, von ihm als schmeichelhaft empfundene Präzedenzfälle aus der Spätzeit d
es Augustus gerechtfertigt haben. Nero hieß jetzt mit vollem Namen Tiberius Claudius Nero Caesar oder auch Nero Claudius Caesar Drusus Germanicus; er war drei Jahre älter als Claudius’ leiblicher Sohn Britannicus. Ganz in Agrippinas Sinn hat Claudius den Adoptivsohn auf eine für politische Beobachter gewiß überraschende Weise durch Ehrungen gefördert, die ihn, nach dem Vorbild früherer Erbfolgevorbereitungen unter Augustus und Tiberius, eher zum Thronfolger designierten als den eigenen Sohn.

Der Förderung Neros durch den Stiefvater entsprach das Auftreten Agrippinas in der Öffentlichkeit. Im Zusammenhang mit der Adoption Neros wurde Agrippina durch einen Beschluß des Senats der ehrende Name „Augusta“ zuerkannt –eine Auszeichnung, die Livia, die Frau des Augustus, offiziell erst nach ihrem Tod erhalten hatte. Die geradezu sensationelle Aufnahme von Agrippinas Porträt auf die Rückseite von kaiserlichen Prägungen signalisierte, daß Claudius’ neue Frau in ganz kurzer Zeit erheblichen Einfluß am Hof gewonnen hatte.

Nero erhielt bereits im Jahre 51, mit dreizehn Jahren, also ein Jahr früher als üblich, die „toga virilis“ als Zeichen der Volljährigkeit. Die Auszeichnungen häuften sich. Er wurde zum „princeps iuventutis“ ernannt, wurde in die großen Priesterkollegien aufgenommen, wurde für das Jahr 57, wenn er neunzehn Jahre alt sein würde, vorzeitig zum Konsul designiert, und schließlich erhielt er sogar diejenige Vollmacht, die als unmißverständliches Zeichen der Designation für die Nachfolge galt: die prokonsularische Gewalt über alle Provinzen des Reiches. Die Öffentlichkeit in Rom selbst, aber auch außerhalb der Hauptstadt, konnte den Münzen dieser Jahre entnehmen, daß Nero von Claudius eher als Thronfolger in Betracht gezogen...


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