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212 Methoden für den Religionsunterricht

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Produktdetails

Titel: 212 Methoden für den Religionsunterricht
Autor/en: Franz W. Niehl, Arthur Thömmes

EAN: 9783641141011
Format:  EPUB
Neuausgabe.
Random House ebook

22. April 2014 - epub eBook - 320 Seiten

Das erfolgreiche Praxisbuch bietet einfache und wirkungsvolle Methoden für die tägliche Arbeit im Religionsunterricht aller Schularten und Altersstufen. Jede Methode ist mit konkreten Angaben zu Alter, zeitlicher Dauer und Einsatzmöglichkeiten versehen. Hier finden Anfänger wie Routiniers bewährte und neue Tipps für einen abwechslungsreichen Unterricht - übersichtlich und zum raschen Nachschlagen geeignet.


Für alle Schularten und Altersstufen
Das erfolgreiche Praxisbuch für kreativen Unterricht
Erweitert um 42 neue Methoden


Franz Wendel Niehl, geb. 1942, war viele Jahre Direktor des Katechetischen Instituts des Bistums Trier. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen und gefragter Referent.

1.
Damit uns die Augen aufgehen

Bilder im Religionsunterricht

Vom rätselhaften Nutzen der Bilder

Wir leben im visuellen Zeitalter. Aber lernen wir auch sehen? – Unser Bilderwissen ist ausgedehnt wie nie zuvor. Aber haben wir Zeit genug, uns mit einem Bild vertraut zu machen? – Diese Fragen deuten an, worum es in der religionspädagogischen Arbeit mit Bildern geht:

  • Wie können wir der Bilderflut durch konzentriertes Betrachten begegnen?
  • Wie kann der Dialog zwischen Bild und Betrachter zu einem fruchtbaren Moment im Lernprozess werden?

Lässt man sich auf diese Ansätze ein, stößt man sofort auf ein grundlegendes Problem: Ist es überhaupt möglich, Bilder zu verstehen? Können wir in Worten ausdrücken, was ein Bild darstellt? Diese Frage macht ein Dilemma jeder Interpretation bewusst: Ein Bild ist ein Kunstwerk eigener Art; was es bedeutet, lässt sich nicht bruchlos in die Sprache übertragen. Die Logik des Bildes ist offensichtlich eine andere als die Logik der Sprache.

Was aber ist nun die »Logik des Bildes«? Was unterscheidet Bilder von Texten?

Zunächst einmal: Ein Text entfaltet sich als Abfolge von Wörtern. Von einem Ausgangspunkt her (Ereignis, Frage, Problem) kommen wir zu einem Ziel (Ergebnis, Fazit, Pointe). Der Text verläuft linear; und im Lesen oder Hören verharren wir immer nur in einem Segment des Textes. Ganz anders verhält es sich bei Bildern: Simultan empfangen wir Sinneseindrücke: Formen und Farben. Damit kann ein Bild mehrere Aspekte eines Bildinhalts gleichzeitig ausdrücken; die Sprache könnte es nur im Nacheinander. – Ein Zweites kommt hinzu: Bilder sind »unbegrifflich«. Wir sind nicht auf die Vermittlungsarbeit der Sprache angewiesen, wenn wir sie betrachten. Was uns ergreift, liegt jenseits der
Wörter.

In den letzten Jahrzehnten ist die Arbeit mit Bildern durch Computer und Internet beträchtlich bereichert worden: Im Internet stehen immer mehr Bilder bereit, und mit Computerprogrammen lassen sich Bilder präsentieren und bearbeiten, wie es bislang unvorstellbar war (sequenzielle Bildbetrachtung; Zoomen; Bildvergleich; Verfremden ...). Leider hat auch dieses Glück seine Kehrseite: Weil die digitale Welt sich täglich verändert, kann man ihren Reichtum nur nutzen, wenn man sich fortwährend mit ihren Möglichkeiten und Prozeduren beschäftigt.

Die Christen und die Bilder

In seinen Anfängen war das Christentum eine bilderfeindliche Religion. Vom Judentum übernahmen die Christen das Verbot, sich von Gott Kultbilder zu machen (Ex 20,4/Dtn 5,8). Dadurch unterschieden sie sich auch deutlich von ihrer heidnischen Umwelt; dort wurde die Götterwelt ohne Scheu dargestellt. Bei den Christen aber sollte das Wort im Mittelpunkt stehen, nicht das Bild. Dennoch eroberten sich Bilder vermehrt einen Platz in den sakralen Räumen der Christen.

Die mittelalterliche Theologie fand dafür schließlich eine didaktische Begründung. Gregor der Große hat sie unmissverständlich formuliert: Was für die Lesenden die Schrift ist, ist für die Augen der Ungebildeten das Bild. Damit ist eine lange Periode christlicher Kunsttheologie charakterisiert: Den Analphabeten soll die Kunst helfen; die Gebildeten brauchen sie nicht! Das Bild steht hier ganz im Dienst des Wortes; es soll die Aussagen der Bibel und die Wahrheiten des Glaubens veranschaulichen.

Erst in der Neuzeit kann sich die Einsicht durchsetzen, dass Bilder ihren eigenen Wert haben. Und heute stellen wir sogar die Frage, ob Bilder die Symbolwelt des Glaubens nicht viel angemessener darstellen können als theologische Begriffe. Besitzen Bilder nicht eine Ausdruckskraft, wie
Wörter sie niemals erreichen? – Damit wird das Verhältnis von Wort und Bild geradezu umgekehrt. Es könnte also sein, dass Christusbilder in ihrer Ausdrucksstärke und in ihrer Offenheit für die Gläubigen wertvoller sind als theologische Erklärungen.

Bilder im Religionsunterricht

Religionslehrerinnen und Religionslehrer, die mit Bildern arbeiten, tun in der Regel etwas, was sie nicht gelernt haben. Naturgemäß fehlt den meisten eine kunstpädagogische Ausbildung. Und dann ist die Versuchung verständlich, mit Bildern konsumentenhaft umzugehen. Oft sollen Bilder nur einen Text illustrieren oder eine These bestätigen. Dann aber wären sie unter Wert im Religionsunterricht eingesetzt. Denn Bilder können viel mehr. Sie können

  • als Einstieg in ein Thema das Problembewusstsein wecken,
  • nachdenklich machen und Diskussionen anstoßen,
  • zu Identifikation und Auseinandersetzung einladen,
  • das Wirklichkeitsverständnis erweitern,
  • zu einer biblischen Erzählung oder zu einer Glaubensvorstellung hinführen,
  • die Deutung einer biblischen Erzählung erleichtern oder erweitern,
  • religiöse Vorstellungen aufbrechen und vertiefen,
  • einladen, Spuren der Transzendenz zu entdecken,
  • Schülerinnen und Schüler zu eigenen künstlerischen Versuchen anregen,
  • Ruhepunkte bieten und zur Meditation einladen.

Wer ein Bild verstehen will, lässt sich auf eine offene Suchbewegung ein. Die Bildinterpretation kann man sich als spiralförmigen Weg vorstellen, auf dem das Gespräch zwischen Bild und Betrachter stufenweise an Intensität und Sicherheit gewinnt, aber nicht an ein Ende kommt.

Für den religionspädagogischen Hausgebrauch lassen sich zwei grundlegend verschiedene Zugänge zu Bildern unterscheiden:

  • der Dialog zwischen B
    etrachter und Bild, d.h. die bildimmanente Interpretation, und
  • kontextuelle Auslegungen, d.h. Auslegungsansätze, für die man Informationen braucht, die dem Bild selbst nicht entnommen werden können.

Schritte einer bildimmanenten Interpretation

SCHRITT 1

Die spontane Wahrnehmung

Was sehe ich?

Ohne konkreten Auftrag betrachten die Schülerinnen das Bild und berichten, was sie sehen und wie das Bild auf sie wirkt.

SCHRITT 2

Einfache Bildanalyse

Wie ist das Bild gemacht?

Die Schülerinnen werden angeleitet, schrittweise die Komposition des Bildes zu entdecken.

Aufbau des Bildes – Linienführung – Perspektive – Fläche und Raum

Formen und Farben – Hell / Dunkel – Licht / Schatten

SCHRITT 3

Resonanz beim Betrachter

Was löst das Bild in mir aus?

Bereichert durch die Bildanalyse prüfen die Schülerinnen noch einmal die Wirkung des Bildes. Welche Gefühle und Assoziationen weckt das Bild? Welche Stimmung erzeugt es? Welche Fragen löst es aus? Und wodurch entsteht diese Wirkung?

SCHRITT 4

Der Inhalt des Bildes

Was stellt das Bild dar?

Motiv (z.B. der Gekreuzigte, das Abendmahl, die Mannaspende, die Madonna ...)

Evtl.: (Bibel-) Text, auf den es sich bezieht ...

SCHRITT 5

Identifikationsversuche

Wo bin ich im Bild?

Mit welcher Gestalt kann ich mich (am ehesten) identifizieren? – Oder umgekehrt: Welche Gestalt stößt mich am stärksten ab? (Warum eigentlich?) – Welche Geste, welche Konstellation, welcher Raumeindruck wirken auf mich? (Warum?) – Wie passt die Stimmung des Bildes zu mir?

SCHRITT 6

Kreative Arbeit mit dem Bild

Was lässt sich aus dem Bild machen?

Wie können wir es bearbeiten?

Kontextuelle Bildauslegung
en

MOTIVGESCHICHTLICHE ZUGÄNGE

Man vergleicht motivgleiche Bilder und fragt: In welchem ikonografischen Zusammenhang steht das Bild? Wie unterscheidet es sich von anderen Bildern mit dem gleichen Motiv (z.B. Arche Noah, Abendmahl, David und Goliat)? – Was lässt sich daran erkennen?

BIOGRAFISCHE INTERPRETATION

Bilder sind – in unterschiedlichem Maß – verknüpft mit der Lebensgeschichte der Künstler. Deshalb ist es aufschlussreich zu prüfen: In welcher lebensgeschichtlichen Situation ist das Bild entstanden? Erlebte der Künstler damals eine Krise oder einen Wendepunkt seiner Biografie? – Was ergibt sich daraus für die Interpretation?

GEISTES- UND GLAUBENSGESCHICHTLICHE INTERPRETATION

Bilder atmen das Lebensgefühl ihrer Entstehungszeit. Verschiebungen im Weltbild markieren sie oft einleuchtender, als Texte es können. Welches Menschenbild entwirft ein Bild? – Welche Bilder von Gott oder Christus? – Und wie repräsentativ sind diese Bilder für die Epoche, der das jeweilige Bild entstammt?

POLITISCH-SOZIALE UND SOZIALGESCHICHTLICHE SICHT

Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse dringen oft in die Bildwelten ein (Macht und Recht; Weltkriege und Nazizeit; Kolonialismus; Industrialisierung und Verelendung ...). – Es lässt sich also fragen: Welche Macht- und Besitzverhältnisse stellt das Bild dar? Welche Lebensbedingungen? Welche Wertungen sind erkennbar? Welche Beziehungen zwischen Religion und Politik?

PSYCHOLOGISCHE INTERPRETATION

Wie spiegeln Bilder seelische Konflikte? – So lautet die Leitfrage psychologischer Bildinterpretationen. Bewusste gegen unbewusste Kräfte der Seele, triebhafte Energien gegen Ich-hafte Strebungen, narzisstische Wünsche gegen emanzipatorische Kräfte – diese und andere Spannungen kann man in der Konstellation von Bildern wiederfin
den. Dann wird das Nachdenken über ein Bild vielleicht zu einem Dialog mit den Entwicklungsmöglichkeiten der Betrachter.

1
Bildbefragung

ab 10 Jahre, 3 – 5 Minuten

EIGNUNG

Stimmt ein in das Bild;...


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